DIe Seelenfalle II – Charlotte Grendel

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—Reisebericht von Karl Auenthal

Das Kind schrie wie am Spieß. Der hohle Baumstamm verzerrte das Geräusch noch mehr ins Unheimliche. Sofort eilten alle herbei, um dem Kind beizustehen. War ich der Einzige, dem diese Szenerie seltsam vorkam? Zu meiner Verwunderung schnappte aber keine Falle zu, kein Monster brach aus der Göre hervor, noch näherten sich weitere Angreifer. Sollte ich mich irren? War das Mädchen wirklich nur ein Kind, das hier in der Öde zurück gelassen wurde? Langsam begann auch ich zu zweifeln. Weiterlesen

New Orleans bei Nacht – Kapitel 9: La bête de la Nouvelle-Orléans

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Freitag, der 23.09.1921: Als ich in dieser Nacht durch die Bayous streife, um mit meinen neuen Ghul-Alligatoren zu trainieren, kommt es zu einer seltsamen Beinahe-Begegnung. Ein junger Mann, bekleidet mit Gummistiefeln und einem teuren Anzug, scheint das Sumpfland zu durchwandern und etwas zu suchen. Es gelingt mir, ihm in Schutze der Verdunkelung zu einer Baumwollplantage zu folgen.
„La Plantage du Chastel“ steht auf einem Schild zu lesen. Zwei Hunde in einem Zwinger wittern mich, und ich muss die Tiere mit Süßem Flüstern beruhigen. Dadurch verliere ich den junge Mann, der hauptsächlich Französisch spricht, kurz aus den Augen. Ich sehe gerade noch, wie ihm Einlass in das Hauptgebäude gewährt wird. Durch ein Fenster sehe ich, dass der junge Wanderer in einen Salon geführt wird, dann zieht er die Vorhänge zu. Misstrauisch lege ich mich auf die Lauer. Fast eine Stunde vergeht, da erklingt plötzlich ein schriller Frauenschrei im Innern des Anwesens. Die Türen öffnen sich und bewaffnete Arbeiter verlassen die Plantage. Einer der Männer deutet auf das Baumwollfeld, in dem rasche Bewegung zu erkennen ist. Die Hunde werden aus dem Zwinger gelassen und nehmen die Verfolgung des Flüchtenden auf. Drei Bewaffnete folgen ihnen, zwei bleiben auf dem Hof zurück. Weiterlesen

Härter als Stein – Teil 4

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Trotz ihres Bandes mit Mormog legt die Maiar Feredrun einen Verhüllungszauber auf uns, so das wir von Trollen schwerer wahrgenommen werden. Außerdem berichtet sie uns von dem Trollthing, das von Mormog einberufen wurde und in den Ettenöden, zwischen den Armen des Weissquell, stattfinden soll. Sie beschreibt uns den Weg dorthin. Wir folgen ihrer Beschreibung und kommen trotz einiger beinahe Kollisionen, mit den hier überall umherziehenden Trollen, unbehelligt dort an.

Das Thing findet in einem großen Talkessel statt. Wir können uns an die Hänge schleichen und haben einen guten Überblick über das Geschehen. Nach dem die Sonne untergegangen ist und auch die Steintrolle aus ihren Höhlen kriechen, sind gut 200 Trolle versammelt und Mormog hat, begleitet von zwei großen Wächtertrollen seinen großen Auftritt. Es ist erschreckend wie eloquent er gegenüber seinen Artgenossen wirkt, die alle ein böses, aber schlichtes Gemüt haben. Weiterlesen

Über Bogenschützen – Teil 2

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„Für Angmar, für meinen Herren“, rufen uns lange tote Seelen entgegen. Eine Reihe Geister erscheinen im Schatten der Höhle und greifen uns an. Diese Gegner besiegen wir schnell und untersuchen weiter den Thron der Königshalle von Fornost. Ferdibrand findet schließlich eine Mechanik in dem Relief des Sterns von Annuminas auf dem Thron. Tatsächlich finden wir in der entstandenen Vertiefung den Stern und haben damit das Ziel unserer Mission erreicht.

Doch schon droht neue Gefahr. Wir hören Orks, die schnell näher kommen. Ohne Zeit zu verlieren folgen wir dem Weg, von dem wir vermuten, das er zum Turm des Palanthir führt. Wir hoffen dort diese Katakombe verlassen zu können. Der Tunnel führt zwar immer höher nach Nord-Osten, aber damit führt er uns auch immer weiter in die Nordhöhen hinein. Weiterlesen

Die Dunkle Halle II – Ein Dutzend Walwütiger

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22. Boron 1025 BF – nachts Der Goblin Sulrik beharrte weiterhin darauf seinen Meister Forksan holen zu wollen und er drängelte so sehr, dass schließlich Hagen nachgab und dem Goblin folgte. Balthasar blieb in der Schmiede während Tsaekal den Rest der Gruppe holte. Es machte den Eindruck als würden die Walwütigen noch mehr Unheil in dieser Nacht anstellen wollen. Weiterlesen

Die Äpfel von Avelten 1 – Der gekreuzigte Junge

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14.05.888 – Die Gruppe erwacht in der abgebrannten Kirche. Um alle herum liegen Leichen und Zeichen der Verwüstung. Schnell stellt sich heraus, dass jeder eine andere göttliche Erscheinung gesehen hat, bis auf Romin.
Die Fomore haben das gesamte Dorf und all seine Bewohner vernichtet. Die Gruppe schafft es unter Einsatz aller Kräfte und mit Hilfe des Konstrukts einen großen Scheiterhaufen aus gefällten Bäumen zu erbauen, auf dem sie die Leichen der Dorfbewohner verbrennen.

Am 16.05.888 macht sich die Gruppe auf den Weg zum Landvogt Olmor Kemp. Nach einer kurzen Erklärung was im Dorf geschehen ist, passieren zweierlei Dinge:

  • Die Gruppe wird beauftragt nach Kreuzingen zu reisen, um die Obrigkeit über die drohende Gefahr zu warnen. Kemp schickt seinen Vorarbeiter Kunibald mit, der sich ein wenig in der Stadt auskennt.
  • Amir schafft es den Bürgermeister zu verärgern, indem er andeutet, dass sein Sohn womöglich etwas mit den Vorkommnissen zu tun hatte.

Am Abend des 18.05.888 erreichen die Helden das Dorf Avelten, ein idyllisches Dorf bekannt für seine Äpfel und den guten Most. Auf einmal hören sie die Hilferufe eines kleinen Jungen. Nach näherer Inspektion stellt sich heraus, dass das Kind gekreuzigt an einem Pfahl hängt, inmitten von Apfelbäumen. Just als sie ihn losmachen wollen, bemerken sie Bewegungen zwischen den Bäumen…

Über Bogenschützen – Teil 1

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09. Mai 2954 DZ – Wetterberge, Eriador

Wir sammeln Narvi auf und gehen zur Festung zurück. Narvi ist halb ungläubig, halb geschockt und kann immer noch nicht richtig glauben, dass er besessen gewesen sein soll. Hiraval, der jetzt ebenfalls wieder normal ist, kommt auf uns zu. Er berichtet, dass er in den letzten Jahren oft hier war, aber noch nie eine dunkle Macht spürbar war; nur dieses Mal schien plötzlich irgendetwas in Huldrahir gefahren zu sein. Er bedankt sich bei uns und bietet uns an, das Anwesen als eine Art Lehen zu übernehmen und wieder aufzubauen. Wir bedanken uns für das Angebot, lehnen aber ab, da wir zugesagt haben, nach Fornost zu gehen. Hiraval merkt an, dass das ein sehr gefährlicher Ort ist und sagt uns, dass wir uns dort an Talandil wenden sollen, der dort Wacht hält.

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Die Seelenfalle I – Kühnes Senf und der Extraktor

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

Donnerstag, 7. Mai 1733, Jakobsheim — Michael von der Schanz war an diesem Morgen bereits zeitig aufgebrochen, so dass ich nur noch mit Johann Gerbrand und Don Ignacio im Gasthaus beisammen saß. Im Dorf herrschte grimmige Betriebsamkeit. Die Leichen der letzten Nacht wurden zusammengetragen und am Rand des Moors in einer tiefen Grube verbrannt. Siegfried Kühn, der Gastwirt, bereitete uns ein reichhaltiges Frühstück. Wir waren nun Gäste des Dorfes. So wollten die Jakobsheimer sich erkenntlich zeigen, dafür, dass wir den Ort vor dem Untergang gerettet hatten. Vielleicht sparte Siegfried auch deshalb nicht mit seiner scharfen Würzpaste, die landläufig auch als Kühnes Senf bekannt war.
Wir hatten beschlossen, dass ein Tag Pause uns allen gut tun würde. Ich hatte zwar mein Möglichstes getan, alle Wunden zu behandeln, aber manches heilte einfach nur die Zeit. Dennoch wollten wir uns nicht ganz dem Müßiggang hingeben, sondern noch einmal zum Mausoleum gehen.
Während wir noch die Details diskutierten, betrat ein Fremder die Gaststube. Weiterlesen

Opfer eines harten Winters XVII – Die Stadt der Ketten

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Also machten die Handvoll Männer und ich uns auf zu den ersten Sklavenkäfigen, die erneut nicht bewacht wurden. Der Händler Guldeif hatte bereits begonnen und alles lief nach Plan. Nun und ich sage euch, ich liebe es wenn ein Plan funktioniert.

Wir hatten uns also in drei Gruppen aufgeteilt und so kann ich euch natürlich nicht berichten was an den beiden anderen Orten in Hirsk genau passiert ist, aber ich will euch gerne erzählen was die drei mir und den anderen nach der Schlacht berichteten. Wenn sie es heute täten hätten sie vermutlich im Nachhinein Trolle, Jotunen und Drachen erschlagen und dass mit einer Hand während sie gleichzeitig beim Scheißen waren, oder aber sie hätten alles vergessen, weil sie ihre Köpfe in der Zwischenzeit in so viele Met und Bierkrüge gesteckt haben das nichts mehr in ihren hohlen Köpfen steckt als Unsinn. Seit also froh liebe Leute, dass ich dem Alkohol nicht so zu spreche und mir sehr wohl an alles genauestens erinnern kann. Weiterlesen

Opfer eines harten Winters XVI – Die Stadt der Ketten

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So brachen wir dann am nächsten Tag mit acht Langebooten auf in Richtung Norden, entlang der Schwedischen Küste nach Hirsk der Stadt der Ketten und dem wohl schmutzigsten und gefährlichsten Ort auf Midgard.

In sicherem Abstand und außer Sichtweite des Ortes umfuhren wir diesen, um etwas oberhalb noch einmal an zu landen. Jarl Hord Beinirsson wollte abermals alles durchsprechen und wir benötigten auch noch Flöße, damit die Männer für den Überraschungstrupp am Turm zur Kette nicht nur schwimmen mussten. Weiterlesen

Die Dunkle Halle I – Komplott in Thorwal

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21. Boron 1025 BF
Styrvake war mit Mitgliedern seiner Otta sowie einigen Leuten von Orkan Thorwal im Glücklichen Zechpreller, einer Trinkhalle in einem Stadtviertel im Osten von Thorwal. Die Mannschaftsmitglieder waren in gespannter Erwartung auf das Imman-Spiel gegen die horasische Mannschaft, das in zwei Tagen stattfinden sollte. Unvermittelt kamen einer nach dem anderen seine alten Abenteuergefährten und gesellten sich hinzu. Weder hatten sie sich angekündigt, noch hatten sie sich verabredet zur gleichen Zeit nach Thorwal zu reisen. Doch dies war nicht der Ort, um ihre Beweggründe zu erörtern, und man feierte zuerst das gemeinsame Wiedersehen. Weiterlesen

Nebel des Grauens II

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Anfang Mai im Jahre des Herrn 1733  – Jakobsheim, Baden

In der Nähe abseits im Sumpf liegt ein Friedhof, wo früher die Angehörigen derer von Freyberg begraben wurden. Der Friedhof ist wohl aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Benutzung und liegt brach. Auf diesem soll die Leiche des Barons einst bestattet worden sein.

Zu eben diesem Friedhof führt uns Siegfried, nachdem wir uns in seinem Gasthaus kurz gestärkt haben. Es ist dunkel und der Weg in den Sumpf ist beschwerlich. Er liegt zwar ruhig, ist aber nicht ungefährlich; es gibt größere Wasserflächen, die Siegfried alle umgehen kann. Nach kurzer Zeit kommen wir an eine Senke. Die Senke misst etwa 500 Meter im Durchmesser und in ihrer Mitte erhebt sich ein bewaldeter Hügel. Die Senke ist voller Nebel und eine gespenstische Stile umgibt uns. Siegfried berichtet, dass der Friedhof oben auf dem Hügel liegt. Karl sieht auf der Hügelspitze Licht, es scheinen Feuer entfacht zu werden. Wir sind uns schnell einig: wir müssen uns beeilen, dort hoch zu kommen! Weiterlesen

Gruft der sterbenden Träume 4 – Die Offerte der Spinne

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04.09.21 – Am frühen Morgen brechen wir vom Bootshaus auf, um uns zum Basislager der verschollenen Expedition des Ordo Magica durchzuschlagen. Auf dem Weg zu der Turmruine, die noch aus dem alten Reich Symbaroum stammen soll, tun sich vor uns mehrere Schneisen der Verwüstung auf, von denen uns die Novizen Marla und Plendel schon berichtet haben. Auf einer Breite von rund fünfzig Schritten ist der Davokar tot. Eine Schicht aus Staub und vertrockneten Moos bedeckt den Erdboden, die Bäume und Sträucher haben ihr Laub verloren und ihr Holz ist fahl. Kleintiere und Insekten liegen zusammengekrümmt und ausgedörrt im Dreck. Das einzige Zeichen von Leben sind seltsame, lilafarbenen Blumen, die in Mitten dieser Schneisen wachsen. Temedo gräbt neugierig eine der Pflanzen aus, die filigranen Wurzeln scheinen wie hungrig nach seiner warmen Hand zu tasten. Meister Tribor erkennt, dass die Blumen über eine tiefschwarze Aura verfügen und warnt eindeutig vor den korrumpierten Gewächsen.
Eilig durchqueren wir diese Todeszonen, vier an der Zahl. Dazwischen ist der Urwald unberührt und tiefgrün. Welche Gewalt ist nur zu dieser Verwüstung fähig? Weiterlesen

Seelenqualen im Arwinger Moorkrug IV

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Blutopfer

Nach einer genaueren Untersuchung des Tempels fanden wir einen Mechanismus, mit dem sich der Altar bewegen ließ. Ein Geheimgang in die Tiefe öffnete sich.  Aus der Dunkelheit hörte ich Schreie und Iye sprach immer wieder von Augen, die sie von überall beobachteten.

Natürlich mussten wir trotzdem hinab. Es handelte sich um ein Grab der Drachlinge, in dem 5 höhere Priester bestattet zu sein schienen. Und auch der Schatz fand sich hier. Der helle Varg schaffte ihn in den Tempel, wo wir Mor trafen, der uns gefolgt war. Weiterlesen