Schlagwort-Archive: Charakterbeschreibung

Wilbur Weinberger

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Ja Krätze, heute haben wir wirklich was geschafft. Wenn Du weiter so ein Tempo vorlegst, musst du mir bald Unterricht im Schreiben und Sprache geben. Aber genug für heute, lass uns auf die Veranda setzen und den Sonnenuntergang ansehen und bei einem leckeren Becher Glückslebener Roten genießen. Was ich in meinem Leben getrieben habe? Das meiste ist schon so lange her. Aber ich kann dir gerne einen kurzen Abriss geben.

Mein Name ist Wil – Wilbur Weinheimer. Seit sechs Jahren wohne ich hier in Pfeilersruh. Ein nettes ruhiges Dörfchen an der Einmündung des Silberflusses in das Düsterwasser und dem Alten Wald gelegen. Genau das Richtige für meinen Ruhestand. Die Bewohner sind einfach und friedlich. Dafür kommen genug Reisende durch den Ort und sorgen für Abwechslung.

Hier habe ich mir dieses altes Jagdhaus gekauft. Etwas nördlich von Pfeilersruh, schön am Alten Wald gelegen. Hier habe ich meine Ruhe und wenn mir doch mal nach Gesellschaft ist, gehe ich ins Gasthaus und musiziere mit meiner Laute für die Gäste. Eine Leidenschaft von mir! Ja, meistens gehe ich Donnerstags. Da gibt es immer Kohlroulade. Weiterlesen

Krätze

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Geboren wurde Krätze in Kreutzing von Vater Nuttgutt und Mutter Bomri. Er hat eine vier Jahre jüngere Schwester namens Brummi. Sein Vater wurde vor drei Jahren exekutiert aufgrund eines vermeintlichen Diebstahls (ungeklärt). Seine Mutter ist relativ schnell daraufhin zu einem anderem Goblin gezogen, samt seiner Schwester. Seitdem ist Krätze auf sich allein gestellt. In den örtlichen Slums aufgewachsen und da er eher hager und klein ist, war er oft am verlierenden Ende bei Auseinandersetzungen und hält sich lieber aus direkten Konfrontationen fern, wenn es geht. Natürlich kann er aber eine Pest sein, vor allem dann wenn er weiß das es unwahrscheinlich ist, dass man ihn in flagranti erwischt. Sofern es nicht lebensmüde ist versucht er es immer seinen Peinigern heimzuzahlen und dabei nicht direkt in Erscheinung zu treten. Weiterlesen

Joran Keller

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Mein Name ist Joran Keller und ich bin vor ein paar Tagen hier in Pfeilersruh angekommen. Doch dieser Ort wird für mich sicher nur eine Zwischenstation sein …

Aufgewachsen bin ich drüben, in Kreutzing, bei meinen Eltern, Freda und Korwen. Dadurch, dass mein Vater als Kerkermeister sein Auskommen hatte, ging es uns dort recht gut. Ich musste in seine Fußstapfen treten und lernte schon früh, wie man mit verhafteten Raufbolden, Taschendieben, aber auch Mördern und Vergewaltigern umzugehen pflegt, die auf die Vollstreckung ihrer Strafe warteten. Mir war diese Arbeit zuwider, und damit meine ich nicht das Ausleeren der vollen Eimer, die als Abort reichen mussten. Nein, mich belastete all das Elend und die Gewalt, die ich sah. So fragte ich mich stets, ob es nicht einen besseren Weg für diese Menschen geben könnte. Mein Vater schalt mich oft wegen dieser Gedanken und meinte, ich hätte ein viel zu weiches Herz. Weiterlesen

Bruno Jones – Revolvermann

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Er hatte immer wieder den selben Traum:

Fackelschein, Knurren und Bellen, Männer rufen, während Bruno durch die Baumwollfelder rennt. Die Meute kommt näher, er kann das hecheln der Hunde bereits hören. Seine Lunge pumpt, seine Muskeln brennen. Die Lichter werden schwächer, auch die Rufe leiser. Dann endet das Feld und die Böschung fällt steil ab. Bruno stolpert. Hinter sich ein Knurren, dann stürzt er vorn über in den Fluss. Sofort reißt ihn das kalte Wasser fort. Bruno kann nicht schwimmen. Er strampelt, schluckt Wasser. Mit einer unsichtbaren Hand zieht ihn der Fluss in die Tiefe. Bruno strampelt panisch. Todesangst.

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Larja Eichinger – Hintergrund

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„Ich stamme aus Teshkal, der Wacht der Menschen in der Steppe. Wir kennen unsere Wege und der Schwarzpelz fürchtet uns… doch der Verstand braucht Bücher, wie das Schwert den Schleifstein. Viel zu töricht laufen die Meinen erhobenen Hauptes in ihren Tod. Und so schwöre ich, nie meinen Verstand erstumpfen zu lassen. Und jeder der uns Teshkaler kennt, weiß dass man sich auf unser Wort verlassen kann.“ Weiterlesen

Johann Wilhelm Gerbrand

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„Wie ich hier hinkomme? Das ist eine lange Geschichte…“

„Ich habe Zeit.“

„Na dann… aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf, naja, eigentlich eher außerhalb auf einem kleinen Hof. Meine Eltern waren tüchtig, wir hatten sogar eine Kuh und ein paar Hühner, genug zu essen und wir waren frei. Ich musste ein bisschen helfen, aber die meiste Zeit durfte ich mit meinem kleinen Bruder spielen. Das war eine schöne und behütete Zeit.

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Don Ignacio Solozano de la Minoza

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Vater: Henrico De La Minoza
Mutter: Lucia De La Campriso
Älterer Bruder: Marino
Jüngere Schwester: Cecilia
Betreuer: Pedro Sciosca Rudero
Köchin: Valoria Ruiz Cabra (vermählt mit Pedro)

Es ist der 17. Juni 1712 als Ignacio in [spanische Ortschaft] das Licht der Welt erblickt. Seine Mutter Lucia versucht ihn gut zu umsorgen, und sich so davon abzulenken, dass sie nun schon seit dem Frühjahr keine Nachricht mehr von ihrem Mann, dem Fürsten von [spanisches Fürstentum], erhalten hat. Die ersten Orangenernten wurden bereits eingefahren….
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Roland Voss

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Roland wurde als 3. Sohn eines Müllers geboren. Die Familie lebte nahe Hameln. Da sein älterster Bruder Siegfried die Mühle erben würde, entschied sich Roland für eine Lehre als Tischler in Hameln, während der dritte Bruder Gerhard als Gardist in die gerade fertig gestellte Festung in Hameln eintrat.

In der Stadt lernte Roland nach seiner Lehre ein Mädchen kennen und lieben. Er holte sich den Segen ihrer Eltern und er und Anne heirateten bevor sie beide 19 Jahre alt waren. Kaum ein Jahr später sollte ihr erstes Kind geboren werden. Rolands Mutter und Schwägerin verstanden sich beide darauf Kinder auf die Welt zu bringen und so reiste Anne zur elterlichen Mühle damit ihr Kind dort auf die Welt kommen sollte. Zwei Tage später machte sich Roland ebenfalls auf den Weg, um nach seiner Frau zu sehen und vielleicht schon sein Kind begrüßen zu können. Weiterlesen

Severin von Falkenstein

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Severin v. Falkenstein wurde als jüngstes Kind des Freiherrn Ludwig Leonard von Falkenstein geboren. Seine Kindheit verlief genauso wie man sich das Leben eines heranwachsenden Aristokraten vorstellt: Von klein an in den Künsten des Lesens, Schreibens, der Diplomatie und der Etikette unterrichtet, stets unter den wachsamen Augen einer sehr strengen Matronin.

Doch Severin hatte nie sehr viel dafür übrig zu wissen wie man sich am Tisch benimmt oder in welcher Reihenfolge das Besteck zu benutzen sei, geschweige denn sich den kompletten Namen des Herzogs von Wat-Weiß-Ich von und zu Wen-Interessiert-Das-Schon zu merken. Einzig das Lesen alter Folianten und verstaubter Bücher, die von abenteuerlichen Geschichten in wundersamen Gegenden erzählen, bereiteten ihm richtig Freude. Sehr zur Missgunst von Nora, seiner biederen und sehr strengen Erzieherin. Mehr als einmal kam es zwischen den beiden zu Streitereien, die stets damit endeten, dass Severin seitenweise Stammbäume fremder Familien abschreiben und auswendig lernen musste. Weiterlesen

Karl Auenthal

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Am 20. November 1714 wurde Karl als fünftes Kind einer Händlerfamilie in Frankfurt geboren. Er genoss eine gute Schulbildung und wurde mit seinem vierzehnten Lebensjahr zu einem angesehenen Wissenschaftler, Adam Ludwig Offenbach, in die Lehre geschickt. Offenbach war Alchemist, bzw. moderner ausgedrückt, war er Chemiker, allerdings durchaus mit einem Hang zum Okkulten und den Parawissenschaften gegenüber aufgeschlossen. Weiterlesen

Velten

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Mein Vater war der Jäger des Dorfes und eng verwurzelt mit dem Alten Glauben. Er war der, den die Dörfler insgeheim um Rat fragten, wenn es um die alten Künste und das alte Wissen ging. In diesem Sinne wurde ich auch aufgezogen und in “Geheimes Wissen” unterrichtet. Diese Lehren sind auch über den Tot meines Vaters ein fester Bestandteil von mir geworden – auf die Zeichen der Natur und das alte Götterwirken zu achten und die “Zeichen” zu deuten. Mit dem neuen Aberglauben kann ich mich nicht anfreunden. Ich bin verwurzelt in den Lehren die man im Allgemeinen dem Druidentum und den Waldtläufern zusprechen würde. Freundschaft und eine Loyalität dem Dorf gegenüber sind mir wichtig, nicht aber unbedingt mit der Obrigkeit.

Romin

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Romin kam mit Pater Salomon vor zehn Jahren aus Kreutzing. An die Zeit vor Freidorf kann er sich kaum erinnern. Er ist ein jugendlicher (16 Jahre alt) Mensch, vom Charakter sehr loyal, also jemand, der seine Interessen und die seiner Freunde über alles stellt. Romin hat sich mit Volkskunde beschäftigt und so allerlei Wissen angesammelt. Salomon war sein Lehrer. Romin kann lesen und schreiben und beherrscht das Hocharchaische. Er ist arm, und das Leben mit dem Pater gab ihm nie Gelegenheit frei zwischen den Göttern zu wählen. Wie auch Salomon verehrt er den Neuen Gott. Er lebt ein Leben voller Reue, ist feige, hat in letzter Zeit als Wächter gearbeitet und das Kämpfen mit dem Kampfstab geübt. Er hat schwarzes Haar, einen dunklen Teint und volle Lippen – letzteres hat ihm unter Umständen die Zuneigung der Magd Emma eingebracht.

Carl von Vieregg

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Ich kam am 12. September 1876 in Bayern auf die Welt. Wie meine Geschwister bekam ich Unterricht von Privatlehrern auf dem Schloss unserer Familie, und später studierte ich Geisteswissenschaften an der Universität München. Dem folgte eine Laufbahn im diplomatischen Dienst. Durch meine Heirat mit der Tochter eines bayrischen Kanzleirates im Jahre 1899 stand mir eine steile Karriere bevor. Weiterlesen

Angus Mackenzie – Zwei Leben

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Es gab zwei Geburtstage im Leben von Angus Mackenzie, der erste war am 3. Dezember 1880 in dem Fischerdorf Kirkwall auf den Orkney-Inseln vor Schottland. Es war ein Leben voller Entbehrungen am Rande der Gesellschaft, aber auch mit vielen Höhepunkten. Der zweite war in der Nacht des 23. März 1916 in einem verlassenen Fischerdorf nahe Brügge an der Küste Belgiens. Dieses Leben begann sehr verwirrend und änderte einfach alles. Weiterlesen

Yadri Eidbewahrer – Clankrieger aus Furgand

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Aufgewachsen bin ich in der Bergfeste Graulenblick, wo ich auch den Großteil meines Lebens verbracht habe. Meine Eltern, Grogi und Ugrima, gehören, genau wie ihre Eltern und deren Eltern auch, den Grenzwächtern an. Das Unreich ist nicht weit, der Schutz der kleineren Orte, Gehöfte und Minen eine ehrenvolle und wichtige Aufgabe, die der Clan der Grenzwächter schon vor Jahrhunderten übernommen haben. Deren Tradition in der Familie führe ich gerne und voller Stolz fort. Schon in jungen Jahren als zwei-Käse-hoch lernte ich den Umgang mit Waffen und Rüstungen. Da ich mich im Heilen sehr geschickt anstellte, nahm mich Meister Urek unter seine Fittiche und lehrte mich frühzeitig Grundsätze der Heilkunde und der Heilmagie. Kaum dem Jugendalter erwachsen erwies ich mich dem Clan als würdig und wurde aufgenommen. Seitdem versehe ich meinen Dienst in ihren Reihen. Weiterlesen