Archiv der Kategorie: Schatten des Dämonenfürsten

Wilbur Weinberger

1 Antwort

Ja Krätze, heute haben wir wirklich was geschafft. Wenn Du weiter so ein Tempo vorlegst, musst du mir bald Unterricht im Schreiben und Sprache geben. Aber genug für heute, lass uns auf die Veranda setzen und den Sonnenuntergang ansehen und bei einem leckeren Becher Glückslebener Roten genießen. Was ich in meinem Leben getrieben habe? Das meiste ist schon so lange her. Aber ich kann dir gerne einen kurzen Abriss geben.

Mein Name ist Wil – Wilbur Weinheimer. Seit sechs Jahren wohne ich hier in Pfeilersruh. Ein nettes ruhiges Dörfchen an der Einmündung des Silberflusses in das Düsterwasser und dem Alten Wald gelegen. Genau das Richtige für meinen Ruhestand. Die Bewohner sind einfach und friedlich. Dafür kommen genug Reisende durch den Ort und sorgen für Abwechslung.

Hier habe ich mir dieses altes Jagdhaus gekauft. Etwas nördlich von Pfeilersruh, schön am Alten Wald gelegen. Hier habe ich meine Ruhe und wenn mir doch mal nach Gesellschaft ist, gehe ich ins Gasthaus und musiziere mit meiner Laute für die Gäste. Eine Leidenschaft von mir! Ja, meistens gehe ich Donnerstags. Da gibt es immer Kohlroulade. Weiterlesen

Krätze

Schreibe eine Antwort

Geboren wurde Krätze in Kreutzing von Vater Nuttgutt und Mutter Bomri. Er hat eine vier Jahre jüngere Schwester namens Brummi. Sein Vater wurde vor drei Jahren exekutiert aufgrund eines vermeintlichen Diebstahls (ungeklärt). Seine Mutter ist relativ schnell daraufhin zu einem anderem Goblin gezogen, samt seiner Schwester. Seitdem ist Krätze auf sich allein gestellt. In den örtlichen Slums aufgewachsen und da er eher hager und klein ist, war er oft am verlierenden Ende bei Auseinandersetzungen und hält sich lieber aus direkten Konfrontationen fern, wenn es geht. Natürlich kann er aber eine Pest sein, vor allem dann wenn er weiß das es unwahrscheinlich ist, dass man ihn in flagranti erwischt. Sofern es nicht lebensmüde ist versucht er es immer seinen Peinigern heimzuzahlen und dabei nicht direkt in Erscheinung zu treten. Weiterlesen

Geboren um zu sterben 3 – Ein unglückseliger Morgen

Schreibe eine Antwort

Donnerstag 26.5.888 n.G.
Amir und ich trafen am Ende der durchwachten Nacht im Speisesaal des Doms auf Velten und Severin. Wir berichteten, wie wir das Uhrwerk zu einem Schuppen neben einem mit Brettern vernagelten, scheinbar verlassenen Gebäude gegenüber dem Murr-Haus verfolgt hatten, wo es den Rest der Nacht verbracht hatte. Es hatte surrende Geräusche von sich gegeben, auf die wir uns keinen Reim hatten machen können. Weiterlesen

Missetat in Pfeilersruh 1 – Das Ding in der Kapelle

1 Antwort

Dienstag, der 10. Tag des III. Monats im Jahre 888 nG
Mein Name ist Joran Keller. Erst vor ein paar Tagen bin ich in Pfeilersruh angekommen und im Gasthaus „Zum derben Vogt“ abgestiegen. Aus Kreutzing komme ich und dieses kleine Dorf mit 150 Seelen wird für mich hoffentlich nur eine Zwischenstation auf dem Weg sein, die Orte und Wunder zu entdecken, die meine arme Enna nun nie zu Gesicht bekommen werden wird …
Hier in der nördlichen Weite gehen die meisten Dinge noch ihren gewohnten Gang. Zwar dringen immer wieder Gerüchte aus dem kälteren Süden zu uns vor, wie die Orks nach dem Sturz des Imperators immer mehr Schrecken und Gewalt unter den Menschen verbreiten. Auch wird von Seuchen berichtet, die dort um sich greifen und von Flüchtlingen, doch all das interessiert mich genau so wenig wie die Schlägerei, die gestern ein paar Reisende im „Derben Vogt“ angezettelt haben. Die resolute Wirtin Mercurio Blanche rief sogar den örtlichen Wachmann Harald Krey zu Hilfe. Nachdem er ein paar Schläge eingesteckt hatte, gelang es ihm, die Radaubrüder zu verhaften. Aber mich kümmert dies nur wenig. In Gedanken beschäftige ich mich mit der Frage, wie ich von hier am besten zur Burg Martereck gelange, dem ersten Ziel meiner Pilgerfahrt. Weiterlesen

Joran Keller

Schreibe eine Antwort

Mein Name ist Joran Keller und ich bin vor ein paar Tagen hier in Pfeilersruh angekommen. Doch dieser Ort wird für mich sicher nur eine Zwischenstation sein …

Aufgewachsen bin ich drüben, in Kreutzing, bei meinen Eltern, Freda und Korwen. Dadurch, dass mein Vater als Kerkermeister sein Auskommen hatte, ging es uns dort recht gut. Ich musste in seine Fußstapfen treten und lernte schon früh, wie man mit verhafteten Raufbolden, Taschendieben, aber auch Mördern und Vergewaltigern umzugehen pflegt, die auf die Vollstreckung ihrer Strafe warteten. Mir war diese Arbeit zuwider, und damit meine ich nicht das Ausleeren der vollen Eimer, die als Abort reichen mussten. Nein, mich belastete all das Elend und die Gewalt, die ich sah. So fragte ich mich stets, ob es nicht einen besseren Weg für diese Menschen geben könnte. Mein Vater schalt mich oft wegen dieser Gedanken und meinte, ich hätte ein viel zu weiches Herz. Weiterlesen

Geboren um zu sterben 2 – Ein abgekartetes Spiel?

Schreibe eine Antwort

25.05., Kreutzing – Wir klären den Übergabeort, mögliche Fluchtwege und Observationsmöglichkeiten auf. Hierzu hatten wir uns aufgeteilt um nicht als Gruppe aufzufallen.
Der Übergabeort liegt in einer schmalen Gasse hinter der Hafenschenke (Bordell) und dient wohl auch zur Entsorgung. Dreckig wie vieles in dieser verfluchten Stadt. Wir finden die Kiste mit dem X.
Nachdem wir unsere Leitlinien besprochen haben, soll heißen, dass das oberste Ziel ist Kandess Dreen zu befreien, auch wenn es bedeutet, dass das Geld verloren geht und auch die Entführer nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
Hierzu haben wir folgenden Plan geschmiedet: Severin verkleidet sich als Bettler und begibt sich als erster in die Gasse und versteckt sich. Er soll den Ablageort im Auge haben. Etwas später beziehen Amir und Romin beziehen etwas abseits Position, so dass sie Severin im Auge behalten können. Wenn alle auf Position sind, begebe ich mich zum Ablageort und lege das Geld in die Kiste. Weiterlesen

Geboren um zu sterben 1 – Glückstreffer beim “Fischen im Trüben”

Schreibe eine Antwort

Kreutzing, 23.05.888 n.G.

Nach der Sitzung im Rathaus gehen wir am Mittag zurück in den Dom, um dort unsere Pläne zu besprechen. Während des Tageshighlights – ein warmer Eintopf – entschließen wir, noch eine Zeit in Kreutzing zu bleiben und uns dort zu verdingen, um unsere Geldbeutel zu füllen. Als ersten Anlaufpunkt wählen wir Inquisitor Randolphus und sprechen bei ihm vor. Er ist zwar nicht abgeneigt, Informationen von uns zu entgegen zu nehmen und uns dafür zu entlohnen, sieht allerdings keine Veranlassung, uns offiziell in Lohn und Brot zu nehmen. Weiterlesen

Ernter des Leids 5 – Befragung beim Inquisitor

Schreibe eine Antwort

Montag, 23.05.888 n.G.

Die Befragung durch Inquisitor Randolphus verläuft erstaunlicherweise harmlos. Er stellt uns einige Fragen und wir schildern ihm möglichst detailliert die Vorkommnisse der letzten Tagen, insbesondere das Auffinden der Leiche von Karl Brünne. Interessiert hört sich der Inquisitor die Erzählung an, bis er uns ein weiteres Zeichen des Dämonenfürsten zeigt, aber auf einem Stück Papier. Nachdem er sich vergewissert hat, dass wir weder wissen um welchen Kult es sich dabei handelt, noch dass wir selber keinen Teil davon sind, werden wir wieder entlassen.

Velten fällt draußen auf einmal auf, dass die Zeichen auf dem gefundenen Schädel aus dem Murr-Haus denen ähneln, die die Tiermenschen auf die Bäume um Freidorf herum angebracht haben. Weiterlesen

Ernter des Leids 4 – Der Ghul

Schreibe eine Antwort

21.05.888 n.G.
Einer nach dem anderem stiegen wir vorsichtig die schmale Stiege in den Keller hinab. Amir meinte, einen Schemen gesehen zu haben, der sich über sein Opfer hergemacht hat. Doch sobald ich mit der Laterne dazukam, fanden wir nur einen Mann im Priestergewand hinter einem geöffneten Sarkophag auf dem Boden, den wir für Vater Gregorius hielten. Er lag in seinem eigen Blut und ihm fehlten je ein Arm und ein Bein, aber noch lebte er. Weiterlesen

Ernter des Leids 3 – Das Murr Haus

Schreibe eine Antwort

21.05.888 n.G.Kreutzingen, tagsüber, vor dem „Murr Haus“ im Stadtteil Kummer.
Nachdem wir uns von dem Haus entfernt haben beraten wir unser weiteres Vorgehen. Wir wollen unser Glück darin suchen, indem wir entlang des Flusses einen möglichen Zugang zu dem Murr Haus finden oder an anderen Hinweise gelangen.

Der Fluss scheint aber als Kloake oder zur Müllentsorgung genutzt zu werden und macht keinen einladenden Eindruck. Auch überlegen wir noch einmal etwas über den Brünner herauszufinden, verwerfen es aber wieder. Auch wegen unser Erscheinungsbild was unser Barfuß Geher sehr anschaulich verdeutlicht würden wohl niemand aus diesen Kreisen mit uns sprechen. Derweil gehen wir wieder in Richtung des Stadtzentrums. Weiterlesen

Ernter des Leids 2 – Die Finsternis lauert in den Gassen von Kreutzing

2 Antworten

In der Nacht vom 20. auf den 21.5.888, Kreutzing

Die bullige Lumpengestalt attackierte bereits Romin, als ich die Gasse entlang lief. Ohne Nachzudenken zog ich mein Schwert und ein wuchtiger Hieb trennte der Kreatur einen Arm von der Schulter. Erstaunlich wenig Blut lief aus der Wunde. Als die Kreatur versuchte zu fliehen, setzte Romin nach und streckte sie nieder.

Während Romin auf dem Weg war, Alissa zu holen, begutachtete ich dieses Wesen. Es bestand aus transplantierten Hautlappen und besaß filigrane Skalpelle, vermutlich um seinen Opfern besser die Haut entfernen zu können. Weiterlesen

Kreutzing ist immer eine Reise wert

Schreibe eine Antwort

20.05. – Endlich erreichen wir unser Ziel: Kreutzing. Schon von weitem konnten wir die großen Schlote sehen, die sich gen Himmel erheben und unentwegt den schwarzen Rauch und Ruß in die Luft ausstoßen. Nach einer kurzen Befragung durch die Stadtwachen dürfen wir dann schließlich die Stadt betreten. Sofort bahnten wir uns den Weg durch die dreckigen Gassen und suchten nach Pater Salomon. Nachdem wir ihn gefunden hatten, erzählten wir ihm von den bisherigen Vorfällen, insbesondere von der Vernichtung unsere lieben Freidorfs. Er versprach sich beim Stadtrat dafür einzusetzen, dass wir zu einer Anhörung vorgeladen werden, wenn wir ihm vorher bei einer Sache helfen würden: Es ist nämlich so, dass in Kummer immer mehr Menschen verschwinden und sich bisher niemand dafür interessiert, da es sich ausschließlich eher unerwünschte Leute handelt. Die einzige Ausnahme hierzu ist Vater Gregorius, der es sich zur Aufgabe gemacht hat das Leben der armen Menschen in Kummer erträglicher zu machen. Nach kurzen Recherchen finden wir heraus, dass Allysa von der Stadtwache einiges darüber zu erzählen weiß : Alle 6 Vermisste waren Gäste des “gefallenen Soldaten”, einer schäbigen Kneipe in Kummer. Weiterlesen

Die Äpfel von Avelten 4 – Bezaubernde Nymian

Schreibe eine Antwort

19.5.888 n.G.
Wir flohen vor den Rotkappen aus dem Wald. Auf der Straße gab es abermals Streit zwischen Felten und Amir, die sich nicht einigen konnten. Auch ich wollte nicht nochmal gegen die Wechselbälger kämpfen, selbst wenn sie da die Gestalt von kleinen, alten Männern angenommen hatten. Felten ging zum Dorf, während Amir uns andere wieder in den Apfelhain führte. Keine Spur von den Wichten, doch dann vernahmen wir Feltens Hilferufe. Weiterlesen

Die Äpfel von Avelten 3 – Immer Ärger mit Amir

Schreibe eine Antwort

Nacht 18.05. – 19.05. Wir sitzen noch in der Schenke „Zur Apfelblüte“. Das Kind und die Mutter sind auch noch dabei. Wir erfahren von der Hexe Nymian. Amir will wissen wo man sie finden kann. Die Dörfler gegeben an, dass sie in den Apfelhainen lebe aber mit ihr noch keiner gesprochen habe. Jedoch fallen verstohlene Blicke auf dem alten Wilhelm. Amir versucht daraufhin mit ihm ein Gespräch zu führen. Dieser geht jedoch darauf nicht ein und die Dörfler versuchen auch das Gespräch zu unterbinden.
Wir übernachten mit Pehl und Jenny in dem Gasthaus. Bevor wir die Zimmer beziehen schafft es noch Romin mit Wilhelm zu sprechen. Dieser schimpft auf die Hexe und was sie für ein Böses Wesen sei und ihm ihr wahres Gesicht gezeigt habe. Wilhelm hat auch ein Kind an ihr verloren.
In den Kammern diskutieren wir, wie wir weiter vorgehen wollen, finden aber kein gemeinsamer Konsens.
Durch den Wirt wird noch ein Nacht Tee gereicht. Nur Romin (etwas einfältig) nimmt ihn an und wird sehr schläfrig. Weiterlesen

Severin von Falkenstein

Schreibe eine Antwort

Severin v. Falkenstein wurde als jüngstes Kind des Freiherrn Ludwig Leonard von Falkenstein geboren. Seine Kindheit verlief genauso wie man sich das Leben eines heranwachsenden Aristokraten vorstellt: Von klein an in den Künsten des Lesens, Schreibens, der Diplomatie und der Etikette unterrichtet, stets unter den wachsamen Augen einer sehr strengen Matronin.

Doch Severin hatte nie sehr viel dafür übrig zu wissen wie man sich am Tisch benimmt oder in welcher Reihenfolge das Besteck zu benutzen sei, geschweige denn sich den kompletten Namen des Herzogs von Wat-Weiß-Ich von und zu Wen-Interessiert-Das-Schon zu merken. Einzig das Lesen alter Folianten und verstaubter Bücher, die von abenteuerlichen Geschichten in wundersamen Gegenden erzählen, bereiteten ihm richtig Freude. Sehr zur Missgunst von Nora, seiner biederen und sehr strengen Erzieherin. Mehr als einmal kam es zwischen den beiden zu Streitereien, die stets damit endeten, dass Severin seitenweise Stammbäume fremder Familien abschreiben und auswendig lernen musste. Weiterlesen