Das Grauen vor dem Morgen 1 – Eine Pilgerreise

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Um rechtzeitig zu Litha, dem Mittsommerfest, in Pfeilersruh anzukommen, macht sich sechs Tage davor eine kleine Gruppe aus Kreutzing auf den Weg zum Grab der Heiligen Margarete. Die Priesterin Uldine ist in Begleitung der beiden Mönche Garwin und Lorenz. Ihnen angeschlossen haben sich Knirps Made, Bruder Ebbo, Rembrandt Schnellschritt, Wylan und Gurni Grundison.

Der Goblin will mehr darüber erfahren, was die Taten der Heiligen Margarete mit dem Fluch auf seinem Volk zu tun haben. Der Mensch sucht Einkehr, bevor er die Priesterweihe bekommen kann. Dem Halbling war ein Unglück widerfahren und sucht Seelenfrieden. Der Zwerg will nach seiner Ausbildung zum Schmied seinen Glauben festigen. Der Bauernjunge Wylan wurde aus großer Not wie durch ein Wunder gerettet und möchte seinen Dank bezeugen.

An einem der ersten Abende rezitiert Uldine die Apokryphe der Heiligen Margarete von Kreutzing. Da sie nicht zum ersten Mal nach Pfeilersruh reist, weiß sie, dass die Malereien an der Pilgerstätte teilweise im Widerspruch zur Überlieferung stehen.

Im Alten Wald gibt es nur wenige Reisende, aber die, die ihnen entgegenkommen, berichten, dass der Weg sicher ist. Die erste Nacht im Wald verbringen sie im Freien und halten abwechselnd Wache, aber es geschieht nichts.

Am folgenden Nachmittag kehren sie auf halber Strecke durch den Alten Wald im Landgasthaus Geißhorn ein, dass von den Zwerginnen Ananda und Gelda – zwei Veteraninnen von der Feste Nimmerfall – betrieben wird. Der Jüngling Bester ist ihr einziger Gehilfe. Es heißt, etwas weiter südlich sei das Herz des Alten Waldes.

Uldine sieht sich genötigt Rembrandt und Ebbo zum Abendessen einzuladen, denn sie haben sich mit zu wenig Münzen auf die Reise begeben. Gurni dagegen hat genug, um sich ein heißes Bad machen zu lassen. Am Vortag war ein Herr Horvat eingekehrt. Da er den ganzen Tag lang noch nicht aus seinem Zimmer gekommen ist, bittet Ananda Knirps darum, die Tür zu seinem Zimmer zu öffnen, was ihm erstaunlich leicht gelingt.

Auf dem Bett finden sie die entkleidete Leiche des Herrn. Eilig kommen Uldine, Lorenz und Rembrandt herbei. Nachdem klar ist, dass die Leichenstarre bereits eingetreten ist, verlassen die Priesterin und die Zwergin den Raum. Da richtete sich der Tote mit grünlich schimmernden Augen auf und spricht: „Mich… hungert.“
In Grabesstimme sagt der Leichnam weiter: „Ich rieche euer Blut, ich ahne den Geschmack eures Fleisches. Nah ist euer Tod. Meine Kinder kommen. Sie werden euer Sein beenden. Ihr seid es, zu denen sie kommen. Die Last eures elenden, sterblichen Lebens wird von euch genommen. Ihr werdet befreit.“
Ebbo und Wylan stürmen hinzu, und Lorenz kann aus dem Raum fliehen, während sich die anderen dem belebten Leichnam entgegenstellen.

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Benny

Über Benny

Rollenspieler seit Mitte der 80er (vorwiegend Fantasy und gerne als Magier), Ausgleichssportarten: Gesellschaftsspiele, Grim Dawn und Lesen

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