Schlagwort-Archive: JourneyToRagnarok

Frostbrand

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Am Morgen verließ die Gruppe um Riskir das Dorf Rohald auf der Straße nach Norden Richtung Holmgard. Der Zauberer hatte einige Karten im Gepäck, auf denen Ländereien verzeichnet waren, die dem Ankell-Clan als Reparation für den Tod der drei Söhne des Jarls angeboten werden konnten. Ein Konflikt sollte unter allen Umständen vermieden werden.

Es war weiterhin auffällig kalt für die fortgeschrittene Frühjahrszeit, und am Abend war es mehr ein glücklicher Zufall, dass man in der offenen Ebene einen Landfall fand, wo man einigermaßen windgeschützt lagern konnte. Sten hatte sich für die erste Wache auf den Hügel begeben, um so einen besseren Überblick zu haben. Gegen Ende, er wollte sich gerade schon anschicken, den nächsten zu wecken, landete plötzlich eine extrem fette Eule auf der Kuppe. Die Augen des Tieres leuchteten blau. Ansatzlos und mit einem gepressten Grunzen machte Sten einen Satz nach vorne und spaltete das Tier in zwei Hälften. Von dem Lärm wurden die anderen wach. Riskir untersuchte den Kadaver, wobei er nichts auffälliges fand. Als er seinen Blick allerdings schweifen ließ nahm er beim Lagerfeuer einen bläulichen Schimmer von Magie wahr. Da es der Gruppe prophezeit war, dass der Draugr zurückkehren würde, hätte das dem Zauberer ein klares Warnsignal sein müssen! Aber er behielt seine Entdeckung für sich und unternahm nichts. Weiterlesen

Der Schatten Skulds

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Ein Draugr ist den Flammen unseres Lagerfeuers entstiegen, und zur viert haben wir Mühe, gegen ihn zu bestehen. Sein Gesicht nimmt abwechselnd die Züge der drei getöteten Brüder aus dem Arnkell-Clan an. Riskir dünkt, sie wollen uns etwas mitteilen. Haldir geht zu Boden und wir anderen stecken einige schwere Hiebe ein, bevor wir ihn nach Helheim zurück schicken. In der Nacht träumt Riskir von den drei Brüdern. Weiterlesen

Magnus lupus

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Die Wildsau war erlegt und würde für die nächsten Tage ganz sicher die Nahrungsvorräte bereichern. Dafür ließen die vier Männer sie ausbluten und zerlegten sie in handliche Stücke, die eingepackt wurden. Durch die kalten Temperaturen würde sich das Fleisch auch gut halten. Da der Tag schon weit fortgeritten war, machten die vier unweit der Kampfstelle ein Nachtlager.

Tjalf übernahm die erste Wache, bei der er Wolfgeheul aus Süden vernahm, glücklicherweise weit entfernt. Haldor übernahm die zweite Wache, wo außer wunderschönen Polarlichtern zunächst nicht viel geschah. Plötzlich fiel sein Blick aber auf einen riesenhaften schwarzen Wolf, der vielleicht 20 Meter entfernt vom Lager stand und einfach nur auf selbiges starrte. Haldor sprang schnell auf und weckte die anderen. Alle griffen ihre Waffen, der Wolf aber stand nur da und starrte. Unschlüssig, was sie tun sollten, standen die vier mit gezogenen Waffen und starrten zurück. Nach einigen Minuten wandte sich der Wolf ab und ging zurück in die dunkle Nacht. Was hatte das zu bedeuten? Weiterlesen

Fimbulwinter

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In diesem Jahr wollte der Frost nicht gehen. Manche munkelten schon vom Fimbulwinter, der der Legende nach den Beginn der Götterdämmerung ankündigte. Jedenfalls war es kurz vor der Tag- und Nachtgleiche, an der ein Fest geplant war. Der Jarl der Kjari, Hrolf von Rohald, wollte dort verkünden, dass seine zweitgeborene Tochter Jorunn nach seinem Tod seine Nachfolge antreten sollte. Sie war die Einzige, die übrig war. Seine beiden Söhne waren bereits gestorben, und seine älteste Tochter war verheiratet mit einem schwedischen Prinzen.
Der strenge Winter hatte dazu geführt, dass die Vorräte knapp waren. Also entsandte der Jarl alle, die dazu geeignet waren, auf die Jagd. Eine dieser Gruppen, vier Männer, die erst seit wenigen Jahren in Rohald waren, gab er noch einen weiteren Auftrag mit auf dem Weg. Wölfe trieben im Norden, am Grenzfluss zum Gebiet des verfeindeten Arnkel-Clans, ihr Unwesen. Der Dorfvorsteher aus Holmgang, welches zwei Tage entfernt an der Brücke über dem Fluss lag, hatte um Hilfe gebeten. Hrolf wollte, dass dieses Problem gelöst wurde. Entweder indem man die Wölfe nach Norden auf das Gebiet der Arnkeli vertrieb, oder indem man sie erschlug. Weiterlesen