Die Helden von Ludovicum sind nur mit Mühe aus den Fängen des Albenprinzen entkommen und nach Hause zurück gekehrt. Einige von ihnen sind in der Kirche des Choranus versammelt und helfen Berthold bei den dringend notwendigen Renovierungen, als sich das Portal öffnet und eine Frau schwer atmend die Kirche betritt. Es ist die Schäferin Turi Helmsdottir. Sie ringt nach Luft, ist verschwitzt und verdreckt.
“Bitte! Ihr müsst mir helfen”, presst sie hervor.
Vater Berthold tritt an ihr Seite und legt ihr beruhigend seine Hand auf den Rücken.
“Natürlich helfen wir dir, Turi. Was ist geschehen?”
“Mein Mann Helme ist in den Alten Wald gegangen. Er folgte der Fährte von drei Schafen, die ausgebüxt waren. Er ist jetzt schon Stunden unterwegs und nicht zurück gekehrt!”
Verzweifelt blickte sie Schäferin den Priester an.
“Ich bin seinen Spuren gefolgt, konnte aber die Herde nicht sich selbst überlassen. Als ich sah, dass er tiefer in den Wald in Richtung des versunkenen Fenns gegangen war, kehrte ich zurück und bin hierher gelaufen. Bitte! Ihr müsst mitkommen und ihn suchen!”
Autorenarchiv: thd
Der Königinnensohn von Alfheim 4
Schreibe eine AntwortJetzt sitzen die Helden von Ludovicum in einer Zell im Feenhügel gefangen. Eine massive Tür verschafft Zutritt zu einer kleinen, dunklen Grottenkammer, die von dem unirdischen grünsilbernen Licht einer einzelnen Fackel erleuchtet wird. In den steinernen Wänden befinden sich noch zwei weitere Zellen, deren Gitterstäbe ebenfalls aus lebendem Holz bestehen eine rötliche Rinde haben. Bewacht wird das Gefängnis von einem Paar recht viehisch aussehender Firbolge mit großen, dornenbewehrten Knüppeln. Ihre Haut hat die Farbe von nassem Gestein und sie sind deutlich stämmiger als andere, feinere Feenwesen. Ihre Schmerbäuche sind höchst beeindruckend und sie tragen einfache, karmesinrot gefärbte Gewänder.
Die eingesperrten Helden verbringen einige Zeit damit, die Firbolge in ein Gespräch zu verwickeln, was aber nur zur Folge hat, dass sie mit langen Spießen durch das Holzgitter malträtiert werden. Auch andere Ausbruchversuche scheitern zunächst, als dann der Herold des Prinzen mit weiteren Wachen erscheint, um die Gefangenen in den Thronsaal zu bringen. Jyptynn informiert die Gruppe, dass das Interesse von Prinz Ascheherz geweckt wurde und er geneigt ist, sich ihre Geschichte anzuhören. Weiterlesen
Der Königinnensohn von Alfheim 3
Schreibe eine AntwortEs zeigt sich in der Ostflanke des Hügels ein grün leuchtendes Rechteck und wird langsam breiter, als öffne jemand die Gardine eines hell erleuchteten Zimmers. Aus der strahlenden Öffnung kommen vier Elfen, bewaffnet und gepanzert, und nehmen links und rechts davon Aufstellung. Die Helden von Ludovicum treten vor und begehren Einlass, doch die Wächter weisen sie grob und mit einem gewissen Desinteresse ab.
Da es schon spät ist, wird im nahegelegenen Wald ein Lager aufgeschlagen. In dunkelster Nacht wird die Lagerwache von knackendem Holz aufgeschreckt. Eine junge Frau, ihr Name ist Dolores, hat die Helden ausgespäht. Sie ist schon seit Tagen hier, weil ihr Geliebter, der zwergische Schmied Fimbulfambis von Elfen in den Hügel verschleppt wurde. Weiterlesen
Der Königinnensohn von Alfheim 2
Schreibe eine AntwortDer Hof von Bauer March liegt etwa zwei Stunden Fußweg vom eigentlichen Dorf entfernt. Auf diesem Weg kommt die Gruppe an allerlei anderen kleinen Gehöften vorbei, über grüne Weiden mit Heckenrainen dazwischen und auf ausgetretenen Pfaden an glucksenden kleinen Bächlein entlang. Die Gegend ist leicht hügelig und gestattet es, den Blick schweifen zu lassen; an Bäumen gibt es nur kleine Haine zu sehen sowie natürlich die Ausläufer des ausgedehnten Ebichwaldes fern im Westen. Am Ende eines matschigen Pfades steht eine einzelne armselige
Grassodenhütte mit schilfgedecktem Dach. Neben diesem Wohnhaus ist ein Pferch mit blökenden Ziegen und einem Ackergaul, dessen hölzerne Umhegung Spuren einer unlängst durchgeführten Reparatur zeigt. Hinter dem Haus erstreckt sich ein Acker, auf dem eben die ersten zarten Pflänzlein durch die Krume brechen. Weit und breit ist kein Mensch, doch aus dem Kamin der Hütte steigt ein dünner Rauchfaden.
Als die Ludovicumer an die Haustür klopfen, stellen sie fest, dass auf der Schwelle ein Gemisch aus Salz und Eisenspäne gestreut ist. Sollen hier böse Geister oder Kobolde abgehalten werden? Weiterlesen
Der Königinnensohn von Alfheim 1
Schreibe eine AntwortDer Schmied Bert hat sich aus Ludovicum aufgemacht, um nach den verschwundenen Dorfbewohnern Ausschau zu halten, von denen er vermutet, dass sie in die Fänge des Untoten Grafen Erasmus Kordovan Dessangris geraten sind. Glücklicherweise konnten sie den 13 Bräuten des Bluts entkommen, und er trifft sie am Wegkreuz nach Eng, wo sie bei einem fahrenden Händler Lager aufgeschlagen haben. Vom Krämer hören sie, dass das Dorf Eng von unheimlichen Kreaturen in den Nächten heimgesucht wird. Tiere und Menschen würden verschwinden. Die Leute von Eng würden dringend Hilfe benötigen. Weiterlesen
Finns Sicht der Dinge
Schreibe eine AntwortNun ist es uns wirklich gelungen, die Insel zu verlassen. Ich bin mit Stens Freunden, Riskier dem Runenmeister, Haldor dem Skalden und Tjalf, einem Einherrja, auf dem Schiff Bjarken unter dem Kommando von Kapitän Thorgrimm in See gestochen. Außerdem an Bord sind noch zwei Jüten, Ligurd und Juren und der Riese Dusk. Gemeinsam bringen wir die beiden befreiten Gefangenen, Vang, den Sohn des Jarls von Odense und den dänischen Skalden Hjalti, in Sicherheit. Gegen den Wind kreuzen wir die norwegische Küste nach Norden.
Als die Sonne aufgeht, werden Pläne geschmiedet. Zwar höre ich aufmerksam zu, aber ich verstehe weiterhin nicht genau, was die Leute vorhaben. Es scheint Krieg zu drohen, falls es nicht gelingt, beim Piraten Ari Stiegson von Hirsk die Tochter des jütischen Königs zu befreien. Prinzessin Hedris sollte eigentlich von Vang nach Odense gebracht werden, um dort den Jarl zu ehelichen. Jetzt möchte Stiegson sie eintauschen, um selber als Jarl anerkannt zu werden.
Bereits nach kurzer Zeit werden alle Diskussionen unterbrochen durch die Sichtung mehrerer Schiffe am Horizont. Weiterlesen
Die 13 Bräute des Blutes
Schreibe eine AntwortGraf Erasmus Kordovan Dessangris existierte seit unzähligen Jahrhunderten und labte sich am Blut der Landbevölkerung im Umland seines Schlosses. Für gewöhnlich fielen ihm die Vorwitzigen, Unwissenden oder Verzweifelten zum Opfer, die nach Einbruch der Dunkelheit noch im Freien unterwegs waren: Einsame Wanderer oder Bewohner abgelegener Bauernhöfe. Um dem Spuk ein Ende zu bereiten, stürmten zahlreiche Wagemutige vor einer Generation das Anwesen des Grafen und brannten es nieder. Von diesem Tag an ragten die schwarzen Ruinen des Gemäuers über das Land, und es schien zunächst, dass der Schrecken vorbei war. Doch alle sieben Jahre verschwanden von da an Einwohner größerer Ortschaften spurlos. Meist waren es junge Männer, die selbst mitten am Tag, hinter starken Mauern und mehrfach verriegelten Eisentüren nicht sicher waren. Und wenn wieder das Wehklagen einer Mutter erschallte, flüsterten die Leute voller Aberglauben, Angst und hilfloser Wut, „Dessangris hat frisches Blut für seine dreizehn Bräute besorgt“. Weiterlesen
Das Schicksal des grausamen Magiers
Schreibe eine AntwortSie hatten den Schmerz so lange ertragen, dass er Teil ihres Blutes geworden war. Keiner wusste mehr, wann Broshgar kam. Manche sagten, er sei schon immer da gewesen – ein krebsartiges Geschwür in den Eingeweiden des alten Wachturms. Andere flüsterten, er sei aus dem Norden gekommen, mit Augen wie kaltes Feuer und einem Herz, das nur Hass kannte.
Was alle wussten: Broshgar nahm. Werkzeuge, Nahrung, Vieh, Kinder. Er kam nicht selbst – nie selbst. Immer waren es die Nebelwesen, die er schickte. Graue Schemen, die durch Türen glitten, Hände nach Wiegen ausstreckten, Frauen an den Haaren zerrten und Männer in Stücke rissen, wenn sie den Mut aufbrachten zu widersprechen.
Ludovicum war ein Dorf aus gebrochenen Menschen. Bis jetzt.
Der Winter war anders. Die Kälte fraß sich durch Wände und Knochen. Die Leichen in den Hütten stapelten sich, und die letzten Vorräte waren verschimmelt oder mit Broshgars Gift verseucht. Es war Karli, der das Schweigen brach – eigentlich ein Taugenichts und Beutelschneider. Seine Stimme war wie ein rostiges Messer: „Wer nicht kämpfen will, kann hier liegen bleiben und verfaulen.“ Weiterlesen
Dragonbane – Dramatis Personae online
Schreibe eine AntwortFür die Dragonbane-Runde gibt es jetzt eine nach Orten sortierte Übersicht der handelnden Personen. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Thorti wurde diese Seite erstellt und wird auch weiterhin von ihm gepflegt.
Das war 2025
Schreibe eine AntwortEin insgesamt turbulentes Jahr 2025 geht zu Ende. Ein Jahr, in dem weiterhin fleißig gespielt wurde. Seit 1998 gibt es Thornet, und die Seite wächst dank allen spielenden und schreibenden Menschen ständig weiter. Danke dafür!
Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr, Gesundheit und viele unterhaltsame Spielrunden in 2026.
Einige Zahlen
→ Im Vergangenen Jahr wurden auf Thornet.de von 12 Autoren insgesamt 135 Beiträge veröffentlicht (22 Beiträge mehr, als im Vorjahr), die meisten davon waren Spielberichte aus den aktuell laufenden 17 Spielrunden. Weiterlesen



