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Die Teufelsratten von Kronau IX – Epilog

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26. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Kronau

Wir verließen zusammen mit Pfarrer Waldfrieden diesen gottverlassenen Ort. Der Pfarrer musste zwar gestützt werden, war aber transportfähig. Wir brachten ihn zur nächsten Kirche, wo man ihn adäquat versorgen konnte. Dann begaben wir uns zur Herberge, wo wir uns erst einmal ausruhen wollten.

Am Abend besuchten wir dann die Baronin Annemine von Freyberg. Wir erzählten ihr, was alles im Haus der Taubers passiert war und sie war sehr froh zu hören, dass eine größere Bedrohung ausgeschaltet war. Sie bot uns tatsächlich einen Job an, wir sollten ihr gegen gute Bezahlung als Söldner zu Diensten sein. Wir lehnten freundlich ab, so schön war es in Kronau nun doch nicht. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau VIII – Die Rattentäter im Keller

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Im Haus der Taubers. Dutzende von toten Ratten und viele Rattenmenschen. Aber auch auf unserer Seite gab es Verletzte. Der Gestank von Tod und Verwesung verschlägt einem fast den Atem. Und wir sind erst am Anfang.

Doch es ist still. Zu still. Wir überlegen und beschließen dann durch die einzige Tür zu gehen und dem Gang zu folgen. Von unten hören wir das Fiepen von Ratten. Ein zweiter Schlafraum ist leer. Alle Fenster sind verhängt und es herrscht überall Dämmerlicht. Hier oben scheint es nichts Lebendes mehr zu geben. Es geht die baufällige Treppe hinunter. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau VII – Tag der Entscheidung

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25. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Kronau,
Früh morgens

Wir brachen frühzeitig aus unserer Herberge auf, um möglichst unbehelligt durch die Stadt zum Haus der Taubers zu kommen. Die Söldner stießen schon an der Herberge zu uns. Unbemerkt erreichten wir das Haus, das still da lag. Wir beobachteten es kurz, bemerkten aber nichts und schlichen zum Haus links neben dem der Taubers.

Hier kamen wir an einen unbewachten Gang, an dessen Ende wir einen zugestellten Zugang zum Keller fanden. Alles schien ruhig, so dass wir anfingen, die Kisten und Fässer zur Seite zu räumen. Die meisten Kisten und Fässer waren leer, einige Fässer waren zum Teil mit Sand gefüllt. Eines der leeren Fässer wurde aus Versehen von Don Ignacio umgestoßen, fiel um und rollte ein Stück. Wir hielten gespannt den Atem an, doch es passierte nichts. Also machten wir vorsichtig weiter und legten den Zugang bald frei. Wir gingen hinein. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau VI – Das Pendel schwingt zurück

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24. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Kronau
Abends

Nach dem Kampf lagen nun ein Dutzend Leichen vor uns, darunter die drei Werratten, die sich langsam wieder zurück verwandelten. Nachdem Karl die Wunden von Heinrich und Roland verbunden hatte, nahmen wir die Räumlichkeiten näher in Augenschein. Hier war alles vergammelt und verrottet, ein Priester hatte hier sicherlich schon viele Jahre nicht mehr gewirkt. Kein Wunder, dass in diesem gottlosen Viertel Teufelsratten gezüchtet wurden! Denn genau solche fanden wir in der Sakristei: kaninchengroße Ratten mit rotleuchtenden Augen und mit Pestbeulen überzogen. Widerwärtig. Hätte Roland Brandbeschleuniger dabei gehabt, ich glaube, er hätte hier alles abgefackelt und ich hätte ihn nicht abgehalten. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau V – Gefahr im Verzug!

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

23. Mai 1733 – Um 19 Uhr treffen wir uns zum Abendessen mit der Baronin Anemine von Freyberg. SIe berichtete von dem Schicksal der Familie Tauber. Rosa Tauber war eine Mätresse des Grafen. Nach dem Tod der Gräfin wurde sie verstoßen und verlor Einfluss und Vermögen. Seitdem hausten die Taubers im Armenviertel und betrieben zwielichtige Geschäfte. Wir berichteten von unserem aktuellen Kenntnisstand. Die Baronin beauftragte uns, die Hintergründe zu den Teufelsratten zu erkunden und das Problem zu beseitigen. Dafür war sie bereit, ein stattliches Sümmchen springen zu lassen. Natürlich willigten wir ein. Bemerkenswert: Es hing im Speiseraum eine Ahnengalerie, allerdings war das letzte Bild von Baron Maximilian Leopold von Freyberg (geb. 1584, gest. 1648). Weiterlesen

Nebel des Grauens II

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Anfang Mai im Jahre des Herrn 1733  – Jakobsheim, Baden

In der Nähe abseits im Sumpf liegt ein Friedhof, wo früher die Angehörigen derer von Freyberg begraben wurden. Der Friedhof ist wohl aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Benutzung und liegt brach. Auf diesem soll die Leiche des Barons einst bestattet worden sein.

Zu eben diesem Friedhof führt uns Siegfried, nachdem wir uns in seinem Gasthaus kurz gestärkt haben. Es ist dunkel und der Weg in den Sumpf ist beschwerlich. Er liegt zwar ruhig, ist aber nicht ungefährlich; es gibt größere Wasserflächen, die Siegfried alle umgehen kann. Nach kurzer Zeit kommen wir an eine Senke. Die Senke misst etwa 500 Meter im Durchmesser und in ihrer Mitte erhebt sich ein bewaldeter Hügel. Die Senke ist voller Nebel und eine gespenstische Stile umgibt uns. Siegfried berichtet, dass der Friedhof oben auf dem Hügel liegt. Karl sieht auf der Hügelspitze Licht, es scheinen Feuer entfacht zu werden. Wir sind uns schnell einig: wir müssen uns beeilen, dort hoch zu kommen! Weiterlesen

Nebel des Grauens I

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Anfang Mai im Jahre des Herrn 1733  – nördliches Württemberg

Endlich wird es wieder sonnig, nachdem es einige Tage geregnet hat. Seit ein paar Tagen reise ich wieder mit Karl Auenthal zusammen. Wir hatten vor einiger Zeit einen merkwürdigen Fall eines zu Unrecht Verurteilten, der als Wiedergänger seine Henker tötete.

Danach trennten sich unsere Wege bis wir uns vor kurzem wieder trafen. Wir haben beide das gleiche Ziel: Waldenau. Dort soll es immer etwas zu tun geben, ist doch das Dämonenreich dort nah. Wir schätzen, dass wir bis dort noch zwei Wochen brauchen.

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