Archiv der Kategorie: HeXXen 1733

Die Teufelsratten von Kronau VI – Das Pendel schwingt zurück

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24. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Kronau
Abends

Nach dem Kampf lagen nun ein Dutzend Leichen vor uns, darunter die drei Werratten, die sich langsam wieder zurück verwandelten. Nachdem Karl die Wunden von Heinrich und Roland verbunden hatte, nahmen wir die Räumlichkeiten näher in Augenschein. Hier war alles vergammelt und verrottet, ein Priester hatte hier sicherlich schon viele Jahre nicht mehr gewirkt. Kein Wunder, dass in diesem gottlosen Viertel Teufelsratten gezüchtet wurden! Denn genau solche fanden wir in der Sakristei: kaninchengroße Ratten mit rotleuchtenden Augen und mit Pestbeulen überzogen. Widerwärtig. Hätte Roland Brandbeschleuniger dabei gehabt, ich glaube, er hätte hier alles abgefackelt und ich hätte ihn nicht abgehalten. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau V – Gefahr im Verzug!

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

23. Mai 1733 – Um 19 Uhr treffen wir uns zum Abendessen mit der Baronin Anemine von Freyberg. SIe berichtete von dem Schicksal der Familie Tauber. Rosa Tauber war eine Mätresse des Grafen. Nach dem Tod der Gräfin wurde sie verstoßen und verlor Einfluss und Vermögen. Seitdem hausten die Taubers im Armenviertel und betrieben zwielichtige Geschäfte. Wir berichteten von unserem aktuellen Kenntnisstand. Die Baronin beauftragte uns, die Hintergründe zu den Teufelsratten zu erkunden und das Problem zu beseitigen. Dafür war sie bereit, ein stattliches Sümmchen springen zu lassen. Natürlich willigten wir ein. Bemerkenswert: Es hing im Speiseraum eine Ahnengalerie, allerdings war das letzte Bild von Baron Maximilian Leopold von Freyberg (geb. 1584, gest. 1648). Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau IV – Immer dieser Hubert Gimpel

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

22. Mai 1733 – Wir berieten, wie wir am besten mit der Baronin von Freyberg in Kontakt treten konnten. Wir versuchten den offiziellen Weg und sprachen im Rathaus vor. Don Ignaçio übernahm das reden. Am Nachmittag um vier wurden wir schließlich vorgelassen. Wir berichteten von dem Heilmittel und dass wir seit zwei Tagen keinen Kontakt zu Seiffenberger hatten. Die Baronin ließ den Doctor daraufhin von der Stadtwache suchen. Eine mitgebrachte Probe des Heilmittels musste ich im Rathaus zurück lassen. Bei der Unterredung mit uns war ständig ein Lakai an ihrer Seite. Sie schien nicht frei reden zu können, also signalisierte ich ihr bei der Verabschiedung, dass wir sie dringend unter vier Augen sprechen müssten. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau III – SEIFENBERGERs Heilmüsli

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

Jetzt hatten wir den Salat. Unser kleiner Führer Hugo A. Kasper hatte uns in einen Hinterhalt geführt. Und nicht nur das! Kurz zuvor musste sich Johann “Armageddon” Gerbrand, unsere Erstschlagwaffe, notfällig zum Gasthaus zurück auf den Weg machen – er hatte einen Anflug von akutem Spritzdurchfall. Immerhin konnte er so eine Kopie vom Rezept des SEIFENBERGER Heilmüslis in Sicherheit bringen. Selbst wenn wir jetzt untergingen, gäbe es noch Hoffnung für die Stadt im Kampf gegen die Seuche der Teufelsratten.

Ein blutiges Gefecht entbrannte. Fünfzehn Schergen gegen uns, wobei sich nach Kurzem drei von ihnen in Wehrratten verwandelten. Heinrich hatte alle Hände voll zu tun, den Feind an sich zu binden, damit Don Ignaçio und Roland sie nach und nach erschlagen konnten, während ich meine Freunde mit Tränken und Notfallverbänden zur Seite stand. Am Ende konnte mindestens ein Rattenmensch fliehen. Einen Schergen stabilisierten wir zur Befragung, der Rest wurde getötet (den Wehrratten musste man den Kopf abschlagen, weil sich sonst ihre Wunden wieder schlossen). Ich entnahm einem Rattenmensch eine Probe Herzblut. Den Überlebenden, Ralf, schleppten wir in eine Stille Gasse, fesselten ihn und wollten dann herausbekommen was hier vorging. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau II – Mord und Verrat

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20. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Kronau

Wir saßen beim Bier und beratschlagten, wie wir weiter vorgehen sollten. Die Stimmen im „Greifen“ waren eher gedämpft, so dass ich draußen entfernt Geräusche wahrnahm, die sich wie Ratten anhörten. Aktiv waren sie also. Vom Wirt organisierten wir uns zwei stabile Säcke, mit denen wir die Ratten fangen oder zumindest zu transportieren gedachten und verließen das Gasthaus.

Wir schlugen den Weg Richtung Armenviertel ein und erblickten auch einen schwer bewachten Eingang zu ebenjenem Gelände. In eine Seitengasse abgebogen vernahmen wir aus einem vernagelten Gebäude deutliche Rattengeräusche. Wir brachen die Kellertür auf, da diese um die Häuserecke lag und weniger Entdeckungsgefahr durch Patrouillen versprach. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau I – Pocken und ein alter Bekannter

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16. Mai 1733 – Nach zwei Tagen Rast verließen Karl, Johann, Heinrich, Don Ignaçio und ihr neuer Freund Roland Voss, seines Zeichens Inquisitor, aber vor allem Besitzer eines Maultiers und eines Karren, auf dem die gemeinsame Beute transportiert werden konnte, den Lindenhof. Piotre Kulikow, der Techniker, der für die Schwarzfedern den Seelenreißer gebaut hatte, begleitete sie. Die Jäger waren übereingekommen, dass man ihm helfen wollte, seine Frau und Kinder zu befreien, damit er nicht mehr gezwungen war, der Bande seine teuflischen Maschinen zur Verfügung zu stellen. Karl hatte etwas Sorge, dass der Russe sie verraten würde, um die Seinen zu schützen, aber was für Alternativen hätten er und seine Gefährten sonst? Die Familie ihrem Schicksal überlassen? Wohl kaum. Weiterlesen

Geplagte Seelen Teil 3 – Waltrudis Rache und ihr Ende

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13. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Lindenhof, Baden

Heinrich nahm seinen Schild und drückte die Klinke vorsichtig hinunter. Die Tür war verschlossen. In diesem Moment wurde drinnen eine Muskete abgefeuert, die Heinrich traf, aber zum Glück nur einen Streifschuss verursachte. Sofort warf er sich gegen die Tür, die augenblicklich nachgab. Wir blickten im Raum auf drei Musketen- und vier Pistolenläufe, die auf uns gerichtet waren.

Wir sahen auch Heinrich Gutenthal, der gefesselt und geknebelt auf einem Stuhl saß, Antonius stand hinter ihm. Die anderen Schwarzfedern hatten sich hinter Sofas und Stühlen verschanzt. Wir sahen noch einen toten Knecht auf dem Boden mit den typischen Wundmalen und geschorenem Kopf, offensichtlich tot. Auf einem Tisch lag etwas mit einem blutigen Tuch bedeckt. Weiterlesen

Geplagte Seelen Teil 2 – Auf der Suche nach der Lösung

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13. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Lindenhof, Baden

Gretje erzählte uns weiterhin, dass die Großmutter Heinrichs, Waltrudis, „böse“ war und „Menschen geschadet“ haben soll. Heinrich Gutental hatte gerade erst als 20-jähriger den Verwalter-Posten des Lindenhofs übernommen und in dieser Funktion das Einmauern seiner Großmutter befohlen. Genaueres ließ sich ihr allerdings nicht entlocken, dabei hatten wir den Eindruck, dass das noch nicht die ganze Geschichte ist.

Des Weiteren erfuhren wir, dass die Bewohner von einer Gruppe von zwölf Schwarzfedern in verschiedenen Räumen gefangen gesetzt während Heinrich in die Stube gebracht wurde. Hier brachte man nach und nach auch die Bewohner hin, weil dort offensichtlich die dunklen Experimente vollzogen wurden. Weiterlesen

Johann Wilhelm Gerbrand

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„Wie ich hier hinkomme? Das ist eine lange Geschichte…“

„Ich habe Zeit.“

„Na dann… aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf, naja, eigentlich eher außerhalb auf einem kleinen Hof. Meine Eltern waren tüchtig, wir hatten sogar eine Kuh und ein paar Hühner, genug zu essen und wir waren frei. Ich musste ein bisschen helfen, aber die meiste Zeit durfte ich mit meinem kleinen Bruder spielen. Das war eine schöne und behütete Zeit.

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Don Ignacio Solozano de la Minoza

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Vater: Henrico De La Minoza
Mutter: Lucia De La Campriso
Älterer Bruder: Marino
Jüngere Schwester: Cecilia
Betreuer: Pedro Sciosca Rudero
Köchin: Valoria Ruiz Cabra (vermählt mit Pedro)

Es ist der 17. Juni 1712 als Ignacio in [spanische Ortschaft] das Licht der Welt erblickt. Seine Mutter Lucia versucht ihn gut zu umsorgen, und sich so davon abzulenken, dass sie nun schon seit dem Frühjahr keine Nachricht mehr von ihrem Mann, dem Fürsten von [spanisches Fürstentum], erhalten hat. Die ersten Orangenernten wurden bereits eingefahren….
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