Archiv des Autors: Agrawan

Laewen Avarie – Kind der Wildnis

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Ihre Familie fiel während des Sturzes von Sauron und seitdem erscheint ihr der Wald willkommener als je zuvor. Thranduil, ein alter Freund ihrer Eltern, zieht sich zurück und hat seit der Rückkehr und Überbringung der schrecklichen Botschaft kein Wort mehr mit Laewen gesprochen. Mit wachsendem Alter reist sie Immer weiter durch die Lande, geschmerzt von ihrem Verlust, doch noch immer mit der Hoffnung und den Liedern ihrer Mutter im Herzen. Ihr Heimatland konnte sie nie ganz vergessen, weswegen viele ihrer Wanderungen sie in der Nähe hielten. Die Jahre zogen vorbei und Laewens Wege zwischen den Wanderwegen, Trampelpfaden und dem Düsterwald, ihrem eigentlichen Zuhause, werden immer düsterer, obwohl sie auf dem Weg Freunde, und hilfereiche Bekanntschaften schließt. Weiterlesen

Thurim Sohn des Thulmar – Lektion in Rache

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Die junge Frau kam lachend und mit vor Freude gerötetem Gesicht in die Ecke getaumelt. Ihr Tanzpartner hatte sie herumgewirbelt und der Schwung trug sie herüber. Fröhliche Musik erfüllte den Schankraum und ausgelassene Menschen feierten. Stolpernd stützte sie die Arme auf den Tisch in der Ecke des Raums um sich abzufangen. Der einsame Gast der dort saß fixierte sie finster und ihre heitere Miene bekam einen erschrockenen Ausdruck.

„Verschwinde“, knurrte Thurim. Ihm war nicht nach feiern, schon seit vielen Jahren nicht mehr. Die junge Frau entfernte sich schnell und sprang ihrem Partner wieder in die Arme der sie hochhob und zur Musik herumwirbelte.

Thurim nahm einen tiefen Schluck aus seinem Krug und sah ihnen mit zusammengekniffenen Augen nach. Er war ein Narr gewesen nach Thal zu gehen. Natürlich wurde auch hier gefeiert. Sogar noch mehr als im Erebor. Es gab viel mehr Menschen als Zwerge und sie vermehrten sich auch noch wie die Karnickel. Weiterlesen

Die Belagerung von Sonnstatt – Teil 6

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29.September 2954 DZ

Nachdem wir in der Nacht von unserem Ausfall zu den gegnerischen Katapulten zurückgekehrt sind startet bald ein erster Angriff der Belagerer. Mehrmals rennen kleinere Bilwiss–Scharen auf die Palisaden zu, schießen ein paar Brandpfeile ab und ziehen sich wieder zurück. Das ganze richtet wenig Schaden an, hält aber alle wach und drückt auf die Stimmung. Schließlich sind alle Brände gelöscht, auch die an den gegnerischen Katapulten, und eine unnatürliche Totenstille umgibt uns. Wir legen uns schlafen.

Wenig später werden wir geweckt, weil die Nachtwachen etwas merkwürdiges beobachten. Vom Lager des gegnerischen Feldherrn breitet sich ein grünes Leuchten aus. Von einem unheimlichen Singsang begleitet, breitet es sich durch die Umgegend und die gegnerischen Lager aus. Dann konzentriert es sich wieder und schießt als Strahl gen Himmel, wo es eine Wolke bildet, die in unsere Richtung zieht. Weiterlesen

Geboren um zu sterben 5 – Das Wiesel zur Brust nehmen

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Kreutzing, 10.06.888 n.G.

Die Verhandlung ist beendet, ich bin wieder ein freier Mann und von allen Vorwürfen frei gesprochen. Auch wenn ich keinen Besucht empfangen durfte, als wäre ich ein Verbrecher, so wurde ich zumindest gut behandelt. 10 lange Tage im Gefängnis gehen zu Ende, in denen ich viel Zeit hatte über alles nachzudenken. Das “Recht” in Kreutzing ist nicht das was ich für Gerechtigkeit halte und was Harald Krey mir beigebracht hat. Es ist viel zu undurchsichtig und man muss sich anpassen, um in einem solchen Ort zu bestehen – ich bin mir nicht sicher ob ich das will und dies mein Weg ist.

Karl Brünne, der Strafverteidiger der von Meister Dreen bezahlt wird, hat wohl gute Arbeit geleistet, um mich frei zu bekommen, auch wenn dafür viele Tatsachen auf allen Seiten verdreht wurden. Mir ist klar geworden, ich habe mich von meinen Emotionen leiten lassen und bin zu weit gegangen, ich wollte das Uhrwerk stoppen, nicht töten, doch ich wollte das Richtige tun. Eines habe ich durch die Verhandlung gelernt, immer bei der Wahrheit zu bleiben scheint eher zu schaden als zu helfen – wie ich Freidorf vermisse! Weiterlesen

Yggdrasill – Der Weltenbaum I

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Als Sol wieder etwas Vorsprung gegenüber Mani hatte, konnten die ersten Sonnenstrahlen den Boden Midgards erreichen. Der Troll, der bis dahin versuchte Bartholomeus Götterwirken zu durchdringen, wurde von den Strahlen getroffen und wurde sofort zu Stein, leicht brüchigem Stein, welcher Bartholomeus unter sich vergrub. Der Geröllhaufen hat noch immer Ähnlichkeit mit dem Troll, Ubbo sagte, dass er bei ihm und in der Höhle eine innere Unruhe verspürte.

Die Reise beginnt nun und unser Boot ist mit 13 Männern gut besetzt für die Überfahrt nach Dänemark. Am nächsten Morgen, welcher zu warm für den Frühling ist und von einer Flaute begleitet wurde, erzählte man die Träume, welche doch sehr abstrakt wirkten. Weiterlesen

Ein Puck kommt selten allein

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Ha da sind unsere Helden mal gerade abwesend und vergnügen sich mit Met, Weib und Gesang. Wisst ihr noch damals am Strand vor der Großen Schlacht in der Stadt der Ketten?

Vom Jarl bekamen Sie den Auftrag frisches Jagdfleisch im Wald zu besorgen. Magnus und Björn gingen gemeinsam mit Leif in den Wald. Sie haben sogar eine prächtige Hirschkuh erlegt. Aber im Wald ging es wohl nicht mit rechten Dingen zu. Der Rückweg nach der Jagd war gefühlt länger als gedacht. Magnus hatte sich zwar Markierungen gesetzt, denen Sie auch folgten, aber es war dennoch merkwürdig. Sie fanden eine verlassene und herunter gekommene Hütte, wessen Vorbesitzer scheinbar gewaltsam ermordet wurden. Weiterlesen

Opfer eines harten Winters XVIII – Die Stadt der Ketten

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Ein alter Gefährte der Mannschaft um unsere Helden tritt aus der Masse hervor. Ach Leif, diese Geschichte habe ich nun schon dutzende Male gehört, und jedes mal schmückst du sie mehr aus und beteuerst, du dichtest nichts dazu. Eines Tages wird es noch dabei Enden, dass ihr die Stadt im Alleingang eingenommen habt. Aber wir kommen nun zu meiner Lieblingsstelle, eurer Erzählung der Reisen.

Wenn ich mich richtig erinnere erzählte mir Magnus, dass als er mit Ubbo und seiner Truppe den Turm verließ, schon ein gegnerischer Trupp von 10 Mann, geführt von Thorfinn, auf sie wartete. Der Kampf verlief wild, Magnus vermochte es im Duell Thorfinn wie einen Fisch aufzuspießen, während Ubbo den Schlägen auswich und ihm den Weg frei machte. Anschließend begab sich der Trupp zu dir Leif, stark angekratzt, um gemeinsam zum Langhaus hoch zu rennen. Die ersten Langschiffe Von Jarl Hord Beinirsson kamen währenddessen im Hafen von Hirsk, der Stadt der Ketten, an. Weiterlesen

Geboren um zu sterben 1 – Glückstreffer beim “Fischen im Trüben”

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Kreutzing, 23.05.888 n.G.

Nach der Sitzung im Rathaus gehen wir am Mittag zurück in den Dom, um dort unsere Pläne zu besprechen. Während des Tageshighlights – ein warmer Eintopf – entschließen wir, noch eine Zeit in Kreutzing zu bleiben und uns dort zu verdingen, um unsere Geldbeutel zu füllen. Als ersten Anlaufpunkt wählen wir Inquisitor Randolphus und sprechen bei ihm vor. Er ist zwar nicht abgeneigt, Informationen von uns zu entgegen zu nehmen und uns dafür zu entlohnen, sieht allerdings keine Veranlassung, uns offiziell in Lohn und Brot zu nehmen. Weiterlesen

Aufbruch nach Deadwood

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Als der Pulverdampf sich gelegt hatte, verschaffte ich mir eine kurze Übersicht über unsere kleine Gruppe. Terry und John waren von den Spinnenbiestern übel zugerichtet worden. Terry, den es am schlimmsten getroffen hatte und der sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, versorgte ich darum zuerst, sobald wir uns weit genug entfernt von dem Erdwurm und in relativer Sicherheit wähnten. Zum Glück konnte ich sowohl Terry als auch John helfen und beide atmeten sichtbar erleichtert auf, nachdem ihre Wunden ordentlich gereinigt und die Verbände sauber angelegt worden waren. Thomas van der Brock hatten die Ereignisse aber scheinbar auf eine andere Art und Weise zugesetzt, denn plötzlich behauptete er, es „rieche“ nach Schlangen, dann meinte er sogar eine im Gebüsch zu sehen und feuerte hysterisch mit seiner Winchester auf das leblose Gestrüpp. Weiterlesen

Dr. Thomas Van Der Brock – Wissenschaftler

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Mein schlimmster Alptraum:

Die Stadt verkommen, kaputt und bemoost.Trotzdem angefüllt mit Menschen. Seltsam starr und ruckartig  bewegend. Ihre Haut schimmernd, kalt, metallisch. Ich stehe in der Mitte der Stadt an einem Tisch, drehe gerade die letzt Schraube fest. Ruckartig richtet sich die Gestalt die vor mir liegt auf. Sie blickt sich kurz um, ein leises Brummen ertönt als sich die Kameralinsen, die als Augen dienen, sich den Lichtverhältnissen anpassen. Ich blicke mich um. Menschliche Schädel, fein säuberlich aufgestapelt. Große, kleine  und ganz kleine. Das Surren und mechanische Klacken ist ohrenbetäubend laut. Das humanoide Abbild vom Tisch stapft davon. Scheppernd knallt ein Gerippe aus Spangen und Schnallen auf meinen Tisch. Ich schaue in die gläsernen Augen von dem  Mechanikus, der mir einen Eimer Schrauben hinkippt. Sie reden nicht, sie schlafen nicht, haben keine Mimik und doch tun sie, als seien sie die Personen, die sie ermordet haben, um deren Platz einzunehmen. Als sei nichts gewesen. Ein Seufzer entfährt mir . Beim Hämmern klappern die Ketten an meinen Armen und Beinen. Sie werden mich nicht gehen lassen, nicht bevor jeder Mensch ersetzt wurde. Schweißgebadet wache ich auf.

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