Yggdrasill – Der Weltenbaum I

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Als Sol wieder etwas Vorsprung gegenüber Mani hatte, konnten die ersten Sonnenstrahlen den Boden Midgards erreichen. Der Troll, der bis dahin versuchte Bartholomeus Götterwirken zu durchdringen, wurde von den Strahlen getroffen und wurde sofort zu Stein, leicht brüchigem Stein, welcher Bartholomeus unter sich vergrub. Der Geröllhaufen hat noch immer Ähnlichkeit mit dem Troll, Ubbo sagte, dass er bei ihm und in der Höhle eine innere Unruhe verspürte.

Die Reise beginnt nun und unser Boot ist mit 13 Männern gut besetzt für die Überfahrt nach Dänemark. Am nächsten Morgen, welcher zu warm für den Frühling ist und von einer Flaute begleitet wurde, erzählte man die Träume, welche doch sehr abstrakt wirkten.

Ubbo erzählte von einem Gesicht mit dunkel grauen Augen welches einen Normannenhelm mit Nasenschutz trägt. Das Haupt bedeckt von schwarzem geflochtenem Haar, geschmückt mit Perlen. Der Körper in eine schwarze Rüstung gehüllt. Ein vorwurfsvoller Blick kommt Ubbo entgegen. Der Mann hat eine bullige und kompakte Statur mit seinem 1,60m. Der Vorwurf richtet sich auf die nicht erfüllte Pflicht und deshalb soll der Speer zu ihm gebracht werden. Als nächstes tauchte eine Höhle mit zwei Farben in Ubbos Vision auf, dunkel schwarz und rot wie Feuer, umringt von einem Magma See, in der Höhle sollen sich dunkel rote Kristalle befinden. Ubbos neue Aufgabe wird ihm nun klarer. Er soll dem Dvergar einen Kristall geben, damit der Speer einen neuen Zweck erfüllen kann.

Björn erzählte von seinem Traum. Er handelte von seiner Vergangenheit. In seinem Traum sieht er die Höhle, in welcher er aufgewachsen ist. In ihr der große schwarze Bär, welcher für so lange Zeit seine Mutter war. Ein großer Troll geht in die Höhle, mit einem Kind in den Armen und legt es vor die Bärenmutter. Unverständliche Worte werden gewechselt und die Bärin verwandelt sich in etwas menschenähnliches, ein Wechselbalg, und nimmt den Säugling in den Arm. Die Mannschaft könnte schwören, in Björns Augen Tränen der freudigen Erinnerung über den Anblick seiner Ziehmutter gesehen zu haben, aber niemand würde es je in seiner Anwesenheit zugeben.

Als Magnus an der Reihe ist, erzählt er von einem Wald, er ist auf der Jagd. Seine Jagdgefährten sind jedoch etwas ungewöhnlich. Es sind die Wölfe Ullers und er dar selbst. Ihm wird eine schwere Last prophezeit, Magnus wird eine schwere Entscheidung in einem anderen Land treffen müssen.

Im Traum von Leif steht dieser auf einer Lichtung und Wesen tauchen aus der Entfernung auf. Sie wirken wie Elfen, so schön und anmutig sind sie. Eine von ihnen trägt einen Säugling. Sie sagt ihm, das Kind ist besonders. Leif soll entscheiden was passiert. Das Kind stammt jedenfalls aus einem alten mächtigen Geschlecht und als Leif näher hinschaut erkennt er es, das Gesicht hat starke Ähnlichkeit mit der Herrin des Eises.

Trotz, dass Ubbo versucht hat die Götter zu beschwichtigen und Njords Segen zu erhalten, hat sich nichts am Wetter geändert. Ein ganzer Tag vergeht, ohne groß voran zu kommen. In der Nacht ist es Leif, welcher eine Seeschlange im Meer erblickt. Sie umkreist das Schiff und wird immer schneller. In einem Gebet an die Götter bittet man um Beistand, doch sie scheinen weit entfernt zu sein. Es fällt auf, dass die Schlange nach 9 Schlingern unter taucht und von vorne beginnt. In der Entfernung beginnt man ein Ruderboot auszumachen, und in uns keimt die Vorstellung, in diesem könnte sich das Liebespaar befinden, welches wir aus den Augen verloren haben.

Durch die immer schneller werdende Schlange entsteht allmählich ein Mahlstrom, welcher uns in die Tiefe zu ziehen droht. All unser Bemühen kann nichts an unserem Schicksal ändern, und so fallen wir in die Tiefe des Meeres. So scheint es, ein Zögling von Jormungandr hat uns letzten Endes doch noch erwischt und unserer Reise ein Ende bereitet.

Völlig überraschend war daher ein Erwachen in einer Höhle, Reste vom Schiff waren überall zu finden. Auch konnte man Blutlachen sehen, wo vorher Körper gelandet sind. Aus der Entfernung hört man ein merkwürdiges Geräusch am anderen Ende der Höhle. Schließlich entschieden wir uns diesem zu folgen, vorbei an riesigen Wurzelsträngen. Wir gehen in einem Eingang innerhalb einer Wurzel hinein und erblicken oberhalb der Wasserfläche Rauch und ein rötliches Augenpaar, es scheint Nidhöggr zu sein, der Vater der Schlangen und uns wird bewusst, dass wir scheinbar IN Yggdrasill sind.

Wir folgen den ewig langen Wegen hoch, an hölzernen Wänden vorbei bis wir zu ersten Höhle kommen. Aus ihr scheint ein rötliches Schimmern im Stein. Als wir uns Nähern kommt uns Licht entgegen, rote Asche fliegt durch die Luft, Magmaflüsse fließen durch die Länder, in weiter Entfernung stapft ein Feuerriese hinter den Bergen, die Hitze ist deutlich spürbar. Am anderen Ende sehen wir eine Höhle, und Ubbo wird sich seiner Aufgabe bewusst. In ihr scheint der gesuchte Kristall zu sein. Wir rennen also zur Höhle, unterwegs wird Leif verbrannt von Lava und bricht zusammen. Ubbo sucht derweil den Kristall und als er ihn ungeschickt entnehmen will, erwacht ein Feuerelementar und eine gefiederte Schlange taucht auf. Wir rennen wieder zurück, diesmal fällt Ubbo hin, unsere Kleider sind in Fetzen, und sind doch dicht gefolgt von Elementar, Schlange und nun zwei Feuerriesen, welche Feuerbälle auf uns werfen. In letzter Sekunde springen wir in die rettende Höhle und fallen erschöpft zu Boden.

Der Kristall verändert sich, erst war er rot und glühend heiß nun scheint er abgekühlt zu sein. Ein Weg nach oben hat sich uns offenbart und wir folgen ihm. Die nächste Höhle die wir erreichen ist die Welt Niflheim.

Ran, die Herrin der neun Welten, eine Schlangenkreatur, erzeugte diese Welt aus Schnee und Eis. Wir kommen an einer Brücke an, welcher über einen grünen giftigen Fluss führt. Diese Brücke wird von einer Person auf ihr bewacht. Sie wirkt hager, ihr Gesicht ist von einer Kapuze bedeckt und hält einen Stab in ihrer Hand. Es stellt sich heraus es ist die Wächterin Modgudr, eine gefallene Walküre, welche die Brücke mit Namen Gjallarbru bewacht.

Sie erzählte uns, dass Sie unsere Gruppe nicht passieren lässt, da nur Tote übertreten dürfen in Hel’s Totenreich. Sie würde uns aber bei unserem Problem helfen, wenn wir ihr das Blut eines kürzlich Verstorbenen geben würden. Keiner von uns wollte sich Opfern. In den Sagen erzählte man auch davon, dass Garm durch den Kuchen eines Alben besänftigt werden würde. Aber auch diesen konnten wir nicht auftreiben. So blieb uns nur übrig, an dem Strand der Toten, Naströnd, zu suchen. Wir fanden tatsächlich zwei Gestalten. Es stellte sich nur heraus, dass es unser verschollenes Pärchen ist, welches ohnmächtig und unterkühlt unter Knochen liegt.

Wir entfachen ein Feuer mit den Sachen, die wir hier finden. Und mitten im Feuer taucht ein Draugr auf, wir erniedrigten ihn verbal und er wurde umgänglicher. Er erzählte davon, dass die Schuld nicht getilgt worden sei, weswegen er uns jagt. Der Schuldige war nicht Gnor, sondern Ghyda, die Volva aus Gunnvor, welche ein Wechselbalg ist und Gnor verzaubert hat. Erst wenn sie die gerechte Strafe erfahren hat, werden die drei Brüder übertreten können und der Draugr verschwinden.

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