Geboren um zu sterben 1 – Glückstreffer beim “Fischen im Trüben”

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Kreutzing, 23.05.888 n.G.

Nach der Sitzung im Rathaus gehen wir am Mittag zurück in den Dom, um dort unsere Pläne zu besprechen. Während des Tageshighlights – ein warmer Eintopf – entschließen wir, noch eine Zeit in Kreutzing zu bleiben und uns dort zu verdingen, um unsere Geldbeutel zu füllen. Als ersten Anlaufpunkt wählen wir Inquisitor Randolphus und sprechen bei ihm vor. Er ist zwar nicht abgeneigt, Informationen von uns zu entgegen zu nehmen und uns dafür zu entlohnen, sieht allerdings keine Veranlassung, uns offiziell in Lohn und Brot zu nehmen.

Im Anschluss teilen wir uns auf, um persönlichen Interessen nachzugehen. Severin und Romin gehen zur Ingenieursakademie, dort fragt Severin mit fragwürdigen Argumenten nach Nutzung der mechanischen Apparaturen der Akademie – natürlich ohne Erfolg. Velten zieht durch die Stadt und sucht die diversen Schreine der Alten Götter auf. Ich suche derweil die Stadtwache und das Militär auf und informiere mich über die Möglichkeiten, mich dort zu einzuschreiben. Darüber muss ich allerdings eine Weile nachdenken, da ich mich jeweils für eine längere Zeit verpflichten müsste. Der folgende Tag verstreicht ereignislos

Kreutzing, 25.05.888 n.G.

Nach dem Frühstück erreicht uns ein Brief von Meister Dreen aus dem Stadtrat, mit der Bitte ihn umgehend aufzusuchen. Wir erreichen seine Villa im Stadtviertel Säckel und Meister Dreen bitte uns um Hilfe. Seine Tochter Kandess wurde entführt, ein Erpresserbrief – geschrieben in einer Sauklaue und garniert mit einer Haarlocke seiner Tochter – mit der Forderung, 100 Silbergroschen bei Mitternacht in einer Kiste hinter der “Alten Fischerei” zu hinterlegen, erreichte Meister Dreen noch am selben Abend. Fünf zwielichtige Gestalten haben ihr am Abend zuvor in Gegenwart ihres Freundes Philippus Phrent in der Nähe der Schänke “Trinkrauch” aufgelauert und sie verschleppt.

Als Belohnung für die sichere Rückkehr seiner Tochter bietet er uns weitere 100 Silbergroschen an. Wir akzeptieren und der Freund von Kandess wird herbeizitiert und berichtet uns vom Geschehen des letzten Abends. Seine Geschichte wirkt glaubhaft, der arme Kerl scheint eingeschüchtert und ist recht mitgenommen, bietet aber Hilfe bei der Rettung seiner Holden an. Als ich ihn allerdings darum bitte, seine Unterarme zu entblößen – mit dem Hintergrund etwaige Tätowierungen zu entdecken – reagiert er sehr auffällig und rennt schnell davon, um einer möglichen Enttarnung zu entgehen. Doch kein so unbeschriebenes Blatt wie vermutet…

Wir nehmen Erpresserbrief und Geldschatulle – diese steckt sich Severin in den Rucksack – an uns und verlassen das Anwesen. Im Anschluss führt uns unser Weg Richtung Tatort, während wir diverse Theorien über den Hintergrund der Entführung erörtern. Befragungen der Nachbarschaft erbringen keine weiteren Hinweise, ebenso die Inspektion der Schänke “Trinkrauch”. Unser nächstes Ziel wird wohl die “Alte Fischerei”, der Ort der Übergabe, sein.

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