Schlagwort-Archiv: Spielbericht

Von Viereggs verlorene Vermerke, Berlin 1957, 8. Januar

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Das Schloss des Fuchsbaus war aufgebrochen worden, und Arnold von Siemens inspizierte den Schaden am frühen Abend höchstselbst. Niemand hielt sich dort auf, und nichts war gestohlen worden, so dass er es abhakte und seinen Ghul Johann anwies, das Schloss reparieren zu lassen. Er beschloss zu Fuß zurückzugehen – in einer Seitengasse traf er auf Alan Mackenzie, der den Einbruch fingiert hatte, um ihn zu sprechen. Er bat um Asyl bei der Carmarilla und warnte vor dem Sabbat, der plante Westberlin einzunehmen. Weiterlesen

Nacht über Tannhag 2 – Der Knotenpunkt

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Nacht vom 24. Auf den 25. Wassermond: Während der Großteil der Gruppe den verlassenen Turm erkundet, erholen sich Naruar und Yadri von ihren Erkältungen. Dies gelingt dem Alb wesentlich schneller als dem Zwerg. Gegen Abend erscheint im Gasthaus ein vornehm gekleideter, aber dem Anschein nach mies gelaunter Gnom aus Richtung Arwingen, welcher sich sogleich einem üppigen Abendmahl widmet. In dieser Zeit zieht langsam die Nacht herauf und während sich die Wirtin Almar und Yadri, sowie ein unbekanntes Mädchen zurückziehen, verweilt Naruar mit dem Gnomen zusammen im Schankraum. Mit einem Mal wird das Gasthaus von einem starken Ruck durchzogen. Bis auf Naruar und den Gnomen scheint dies allerdings von niemandem sonst bemerkt worden zu sein. Von dem geschwinden Erheben des Gnomes überrascht folgt der noch leicht Erkältete Naruar diesem vor das Gasthaus. Anstelle einer ruhigen und dunklen Nacht ist der Himmel in ein merkwürdiges rotes Leuchten gehüllt. Beim Versuch dem Gnom Informationen über das mysteriöse rote Licht im Norden zu entlocken kommt es zu dem ein oder anderen Kommunikationsproblem, sodass Naruar schlussendlich aus dem Dorf geworfen wird. Weiterlesen

Betty die Unschuldige

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Am 28.04. legt die Gruppe nach einer ereignislosen Seefahrt in Seagard an.

02.05: Ankunft in der Burg Roxten

Die Gruppe trifft zum richtigen Zeitpunkt ein, da der Lord der Burg zur Zeit an einer unbekannten Krankheit leidet. Doch bevor dies untersucht werden kann, wünscht der Lord mit jedem einzelnen aus der Gruppe persönlich zu sprechen. Ihm werden die genauen Details der Erlebnisse, die während der Reise geschehen sind, erzählt. Da Richard in seinen Augen den Schild auf unehrenhafte Art und Weise erworben hat, dieser aber von der Notwendigkeit seiner Tat überzeugt war, gibt ihm der Lord die Gelegenheit in einem Zweikampf mit Ser Hargrow zu beweisen, dass er würdig ist den Schild zu führen. Leider entscheidet das Schicksal sich gegen Richard, so dass er den Zweikampf verliert. Wie vereinbart wird der Schild an den Lord übergeben, der ihn so lange sicher verwahren möchte, bis Richard reif dafür ist ihn zu führen.

Nach diesem Vorfall wird Richard beauftragt herauszufinden wer hinter der vermeintlichen Vergiftung des Lords steckte. Nach einer langen Befragung aller Verdächtigen stellt sich heraus, dass eine der Mägde namens Betty dafür verantwortlich war. Diese gesteht, dass sie vor 3 Wochen von einem Seeadler aufgesucht wurde, der ihr per Gedankenkraft zu verstehen gab, dass sie dafür sorgen soll den Lord zu vergiften. Um sich ihrer Kooperation zuzusichern , übergibt dieser ihr einen abgetrennten Finger ihrer Mutter an dem noch ein Ehering steckte. Aus Angst um das Wohl ihrer Familie führte sie den Auftrag aus, aber nicht ohne vorher sichergestellt zu haben, dass so wenig Unschuldige wie nötigt geschädigt werden. Dieses nimmt der Lord zur Kenntnis, und führt am Ende dazu, dass ihr ein ehrenvoller und schneller Tod gewährt wird. Da sein Vater immer noch geschwächt ist, führt Richard persönlich das Urteil aus und enthauptet Betty.

Von Dornen und Bienen

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Drei Tage später trifft eine 300 Mann große Kavallerie-Einheit, angeführt vom Kastellan William Roxten, auf Harrenhall ein. Mit im Gepäck haben sie eine kleine Truhe, in der sich das Lösegeld für Ser Gregor und die Bezahlung für den angeheuerten Fassadenkletterer befindet.  Nach einem großem Gelage wird die Truhe mit 400 Golddrachen an Lady Wendt übergeben. Am Morgen darauf reist der komplette Tross mitsamt den beiden Söhnen des Hauses Roxten ab. Weiterlesen

Die Eisrose von Jarlak V – Die Eisrose erblüht

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In einem harten Kampf bezwangen wir die Kämpfer des Schlitzerkultes. Sogar ein aufdringlicher  Feuerdämon, dem mein Speer nichts anhaben konnte, wurde von Styrvake vernichtet. Der Glatzkopf mit dem zugenähten Auge, offenbar ein Geweihter des Namenlosen, verschwand durch das Portal, war aber so schwer getroffen, dass er tot sein müsste. Doch sicher können wir uns in keinster Weise mehr sein. Zu viele absonderliche Dinge waren schon geschehen.

Die Gefangene entpuppte sich tatsächlich als die gesuchte Novizin Winja Baerensen – und sie lebte! Sie war verstört und erschöpft, aber es war ihr kein schlimmeres Leid geschehen. Ifirn sei Dank! Sie konnte uns sogar wertvolle Informationen liefern, denn sie hatte beobachtet, wie der Glatzköpfige, der möglicherweise Sharif Al’ Nuad hieß, mit einer alten Gestalt, die ein tiefes Loch statt eines Auges besaß, in dem magischen Portal gesprochen hatte. Der Alte hatte dem Schlitzer zwei Bilder gezeigt. Eines von mir und eines von einer silbrig schimmernden Daunenfeder, die eine der verborgenen Federn von Ifirns  Silberschwänen darstellen soll. Weiterlesen

Verderbnisnacht

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30.04.21 – Nachdem wir uns von Edira verabschiedet haben, die in der hiesigen Niederlassung des Orda Magica bleiben wird, sitzen meine Weg-gefährten und ich zusammen im Gasthaus und überlegen, wie unsere Reise von Agrella aus weitergehen kann. Unser gemeinsames Ziel ist Distelfeste, eine Stadt weit im Norden Ambrias, deren Ruf bereits viele Glücksritter angelockt haben soll. Denn Distelfeste ist das Tor zum Davokar, jenem mystischen Urwald, in dem es neben nahezu unerschöpflichen natürlichen Ressourcen auch geheimnisvolle, versunkene Ruinen zu finden geben soll, die noch ganz andere Reichtümer verbergen mögen. Aber es gibt auch unheilvolle Berichte von Expeditionen, die für immer im Dickicht des Waldes verschollen sind. Der Davokar gilt als verfluchte Heimat von schrecklichen Monster und Stammesgebiet der Elfen, die menschliche Eindringlinge wie Tiere jagen sollen. Uns ziehen teilweise sehr unterschiedliche Interessen in diesen Urwald: von Herogai weiß ich, dass er hofft, dort an dem Untoten Mal-Rogan endgültig Rache nehmen zu können. Meister Tribor hat in Distelfeste einen Auftrag seines Ordens auszuführen. Was genau der Hexenjäger Floki und der Bader Temedo dort zu finden hoffen, habe ich noch nicht ganz durchschaut. Irgendwas verbindet die beiden und es scheint keine langjährige Freundschaft zu sein. Weiterlesen

Das Vollmondfest – Teil 3

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30. September des Jahres 2952 des Dritten Zeitalters
Stanford, Östliche Anduintäler, Wilderland

Mit dem Vorsatz wieder zu kommen verließen wir die merkwürdige, unterirdische Anlage und verabschiedeten uns von Loki. Narvi versah den Eingang mit dem Zauber der Geheimhaltung, um zu verhindern das ihn jemand zufällig finden könne, und im Licht der untergehenden Sonne kehrten wir nach Stanford zurück. Dort waren die Aufbauarbeiten noch im Gange und viele weitere Besucher waren eingetroffen. An bekannten Gesichtern konnten wir unter anderem Gelvira von der Alten Furt entdecken.

Wir mischten uns unter die Leute und unterhielten uns unter anderem länger mit Ava. Es machten Gerüchte die Runde das Schwarze Reiter auch in Höft, bei den Erringern und auf der Händlerinsel aufgetaucht waren. In seiner unnachahmlichen Art, begann Hartwulf daraufhin wieder damit, von bösen Omen und Vorzeichen zu sprechen und die Angst der Leute zu schüren. Mit einigen geschickten Worten, fröhlichen Liedern und dem ein oder anderen Krug kühlem Bier, gelang es mir dann aber doch, ihn zum Lachen zu bringen. Als ob ein langer Fluch von ihm genommen sei, erzählte er daraufhin den ganzen restlichen Abend fröhliche Geschichten. Weiterlesen

Das Vollmondfest – Teil 2

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Wir folgen dem Tunnel tiefer hinunter. Nur dem Zwerg scheint es mit jedem Schritt besser zu gefallen. Der Tunnel führt weg vom Fluss und weg vom Dorf grob in Richtung Osten. Narvi ist dabei die ganze Zeit mit sich selber am fachsimpeln und kommt zu dem Schluss, dass Numenorer diesen Tunnel gebaut haben. Earendil kann diesen Ausführungen nicht folgen und da alle anderen ebenfalls mit sich selbst beschäftigt sind unterhält er sich mit den Steinen des Tunnels. Und diese haben ihm sogar etwas zu erzählen. Sie berichten von einer Gruppe Südländer in Begleitung von Orks und unter der Führung einer Frau, einer Art Magierin oder Schamanin, die als letzte vor vielen Jahren hier hindurch gekommen sind. Die Gruppe war für eine Expedition ausgerüstet, scheinbar um hier etwas auszugraben. Der Tunnel führt uns schließlich zu einer Art Labyrinth. Eine vielzahl kleiner Räume die durch kurze Gänge miteinander verbunden sind. Narvi erkennt recht schnell, dass es sich um eine quadratische Grundform handelt, die genau einen Raum als Zentrum hat. In diesem Raum erzählen die Steine dem Elben wiederum, dass die Magierin hier ein Portal im Boden geöffnet hat, durch die die Expedition gezogen ist. Leider haben die Steine nicht darauf geachtet was die Frau genau gesagt hat, um den Mechanismus auszulösen. Aber Narvis Runenzauber kommt uns hier zu pass und es gelingt ihm, damit den Mechanismus auszulösen, so dass wir tiefer hinab steigen können. Weiterlesen

Kettenrasseln II – Unter Fels begraben

3 Antworten

Im Eindruck der vergangenen Ereignisse schrieb ich die Zeilen für einen neuen Heldengesang. Leider konnte ich nicht so viel Zeit darauf verwenden, wie es für ein Kunstwerk angemessen wäre. Es ist daher nur als Entwurf anzusehen für einen künftigen Gesang, den ich erschaffen zu gedenke, wenn es meine Zeit wieder zulässt.  Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 11. November – 11. Dezember

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Sonntag, 11.11.1956 – Um 22 Uhr versammelt sich die Berliner Gesellschaft im Zoologischen Garten. Anstatt das irgendwas weltbewegendes passiert, überbringen die Gesandten des Sabbaths nur eine Einladung zu einem Gipfeltreffen in drei Wochen, um über die Geschicke Europas zu beraten. Einzig Bemerkenswertes: in den Reihen des Sabbaths findet sich Angus Mackenzies Zwillingsbruder, den dieser seit langem tot wähnte. Das führt natürlich zu einigen Fragen im Ahnenrat, an dem wir (von Siemens, von Vieregg und ich) zunächst teilnehmen sollen, dann aber auf den Wunsch von Angus weggeschickt werden. Wieder eine nicht gerade vertrauensbildende Maßnahme des Caitiff. Um die Zwillinge zukünftig auseinander halten zu können, teile ich Angus eine geheime Losung mit: … .

Dienstag, 11.12.1956 – Es ist der Abend der großen Zusammenkunft in einer Villa am Wannsee. Ich hatte Frau Overbeck davon überzeugen wollen, dass es nicht klug ist, dort alle Vampire der Stadt zu versammeln. Aber wie so oft, wurden meine Bedenken in den Wind geschlagen. Zu der Versammlung kommt alles, was in Europa Rang und Namen hat. Allen voran Iwan der Schreckliche als Kardinal des Sabbaths und Mithras, als Vertreter der europäischen Camarillavampire. Wir bekommen nichts von den Inhalten mit, aber insgesamt verläuft alles sehr friedlich.

Erst in den nächsten Tagen kommen Ergebnisse der Verhandlungen ans Tageslicht. Die europäischen Grenzen werden, so wie sie sind, festgeschrieben. Berlin wird zu einer geteilten Stadt, somit ist Albrecht nun Prinz von West-Berlin, und ein allgemeiner Waffenstillstand wird vereinbart.