Schlagwort-Archiv: Spielbericht

Bestehen und Vergänglichkeit II

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23 Raja 1032 BF, Andraquell, Nachts im Stall

Wir werden von einem Ochsen geweckt, der durchgegangen ist. Ein roter Mond scheint am Nachthimmel. Mit vereinten Kräften und der Hilfe von Trevor, der den Ochsen versucht umzuwerfen, fangen und beruhigen wir das Tier. Nach einem Umtrunk auf den Stress gehen wir wieder schlafen. Trevor war gerade erst angekommen und übernachtet bei uns. Rubinion erfährt aus den Sternbildern von Heskatet dem Zeitdieb und fragt Larja danach. Weiterlesen

Der Stab des Wegwächters – Teil 4

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Am nächsten Morgen, den 14. April 2952 DZ, kommt Bofri, noch vor dem Morgenbier an mein Schlaflager um wieder über sein Lieblingsthema zu reden, die Alte Waldstraße. Heute morgen geht es ihm um die Wehrtürme und befestigten Gasthäuser entlang der Straße, die wohl teilweise noch erhalten sind. Besonders hat es ihm die „Mühlenfurt“ angetan, da er dort den Stab des Wegwächters vermutet, der bei der Wiederherstellung der Strasse von Nutzen sein könne.

Schnell steckt er mitten in der Wegplanung und dem Deuten alter Geschichten, während ich frühstücke und halbwegs interessiert zuhöre. Bofris Plan sieht vor, auf dem Dunkelfluß durch den Wald zu reisen, bis sich sein Lauf nach Osten wendet. Nördlich von diesem Knick müsste man auf die Straße treffen. Der Plan klingt soweit sinnvoll, also sind wir vier einverstanden, nach dem Markt aufzubrechen. Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 1.-4. November

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Zehn Jahre sind verstrichen. Berlin ist zweigeteilt in einen Ost- und einen Westsektor. Von Siemens meldet sich bei mir. Der Archivar der Stadt, Karl von Gutenberg, möchte uns morgen Abend um 22 Uhr in der konspirativen Wohnung treffen.

Freitag, 2. November 1956 – Ich fahre zur gewünschten Zeit zum Fuchsbau. Das treffen scheint mit allen aus dem alten Klüngel anberaumt zu sein. Neben von Siemens sind auch von Vieregg und Mackenzie dort.
Karl von Gutenberg erscheint pünktlich und bittet um Diskretion, denn es geht um eine delikate Angelegenheit. Ihm ist Constance nicht geheuer und er bittet uns, Augen und Ohren offen zu halten, ob wir etwas kompromittierendes finden, dass er gegen sie verwenden kann. Weiterlesen

Der sterbende Gigant

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Persönliches Logbuch, Giuseppe Lombardi, 05.01.2268 – Theonothk-Sektor
Ich vermute, es war schieres Glück, dass wir aus dem Gefecht mit dem Drakhjäger nur mit leichten Schäden entkommen konnten. Captain Krey hatte Befehl gegeben, sich dem fremden Schiff zu nähern und nach einer Andockmöglichkeit ausschau zu halten. Das Ding ist riesig, fast neun Meilen lang und von völlig fremder Bauweise. Unsere Scans ergaben, dass kaum noch Energiesiganturen von dem Schiff ausgehen, mal abgesehen von den chaotischen Messwerten der Anomalie, die weite Teile mittschiffs zerstört hat, treibt der Koloss wie ein sterbender Gigant im All. Weiterlesen

Der Stab des Wegwächters – Teil 1

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26. Juni des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Thranduils Hallen, Waldlandreich, Wilderland

Heute Morgen hatten wir eine private Audienz beim Elbenkönig, denn die Themen über die wir sprachen gingen nur wenige etwas an. Thranduil spürt die Anwesenheit dreier Diener des Dunklen Herrschers im Wald bereits seit Beginn des Jahres. Seine Nachforschungen ergaben, dass es sich hierbei um Nazgul, Ringgeister, handelt. Jener Dunkle Reiter, welchen wir in der Ostbucht trafen, war einer von ihnen. Sie sind die Neun aus dem Gedicht und stehen völlig unter der Kontrolle des Auges.

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Einen Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

Ihre Macht wächst mit der des Feindes, Saurons selbst, und so werden wir wohl nicht zum letzten Male mit einem von ihnen zu tun gehabt haben. Nachdem der Verbleib des Buches geklärt war, erhielt Roderic die Mallornnuss als Geschenk.

Später am Tage teilte Ruithel uns noch mit, dass sich ihre Vermutung bestätigt hätte und Edrahil, der Grenzwächter vor ihrer Zeit, jener Elb sei, welcher Frar den Bart kostete. Er habe sich auf den Weg nach Lorien gemacht heißt es. Weiterlesen

Nacht über Tannhag 1 – Der verlassene Turm

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21 Wassermond
Zur Dämmerung kommen die Gruppe in Tannhag an und beschließen, auch aufgrund des Wetters in das Gasthaus mit dem Namen “Eichelhäher“ einzukehren. Die Wirtin und ihr Sohn begrüßen sie freundlich. Es befinden sich bereits einige weitere Personen im Gasthaus darunter ein alter Astrologe, eine sehr stille Frau und ein Zwerg. Dieser erzählt uns, dass der Pass verschüttet ist und es noch einige Tage dauern wird, bis er passierbar ist. Dies ärgert besonders den Astrologen, der eine besondere Sternenkonstellation auf einen nah gelegenen Berg beobachten wollte. Weiterlesen

Die Eisrose von Jarlak II – Der Orden der Jagd zu Ask

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Aus den Aufzeichnungen von Shéanna saba Mehtira ay Gedanahakan, 19. Travia 1023 BF

Der Abend des 19. Travia 1023 BF nach der Gerichtsverhandlung war geprägt von Abschieden. Die Bernsteinkarawane sollte am nächsten Tag nach Norburg ziehen. Allerdings sollten die Bannstrahler einschließlich der Geweihten Aldare Marnion mit uns weiterziehen, um das Levthansband zu „übergeben“. Auch wollte uns der Halbelf Floriel noch begleiten. Aurew will zurückkehren, sobald er seinen Austritt aus dem Orden in Glyndhaven erklärt hat, vermutlich wird er nicht vor dem nächsten Frühjahr vor Ort sein. Lyoscho und ich haben Jaminka noch einmal befragt, ob der Sohn des Barons von Mahrenhus ggf. mit irgendeinem Dämon paktiert haben könnte, aber sie kann nichts weiter sagen. Der Leichnam wird mit uns nach Ask transportiert, wo der Magus Allonar Hombar, der auch den Tractatus Daemonicus verfasst hatte, diesen auf widernatürliches Wirken hin untersuchen will. Weiterlesen

Die Thorwalertrommel III

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Testos

Etwas aufgeregt waren wir sicher alle, als wir dastanden und uns endgültig als Ordner einschreiben lassen wollten. Hauptmann Elkman Timpski ist natürlich anwesend und gut drei Dutzend Leute, Männer wie Frauen, wollen sich als Ordner verdingen. Insgesamt fünfzig Leute werden den Umzug durchführen in fünf Gruppen mit je acht Personen für jedes Atmaskottchen. Wir Ordner bekommen eine Schärpe, die uns als Offizielle ausweist und zudem einen Knüppel oder, für Personen von Stand, auch ein Holzschwert. Sicherlich keine Waffen, mit denen man prahlen möchte, aber schließlich geht es ja auch nicht darum, Menschen zu töten, sondern nur um den Schutz der Strohpuppen. Wir werden das Recht haben, Gegenstände zu konfiszieren, natürlich gegen Quittung, aber dennoch, notfalls auch mit Gewalt. Nachdem das Grobe und die Einteilung in die Gruppen geklärt war, folgte noch eine kurze Besprechung mit dem Hauptmann der uns klar machte, dass wir Stillschweigen über unsere Arbeit und die Vorbereitungen des Umzuges zu wahren hätten. Weiterlesen

Die Thorwalertrommel II

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Testos

Ich erwachte am Morgen des 3. Phex gut ausgeruht und bestens gelaunt. Der Tag war sonnig und klar und Festum lockte mit seinen tausend Geräuschen und Gerüchen, die  wie ein ununterbrochener Strom durch die Gassen zogen. Nach einem ordentlichen Frühstück im Schankraum und kurzer Besprechung, zogen wir alle gemeinsam in Richtung Marktplatz. Hier trennten sich zunächst unsere Wege, da jeder sich nach Diesem und Jenem umsehen wollte. In kleineren Grüppchen zogen wir  los. Weiterlesen

Bestehen und Vergänglichkeit I

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Aus den Anekdoten von Rubinion Salinder:

14. Rahja 1032 BF – Das Ende der Dergelfeldbande
Larja und ich kamen mit vier Männern der Stadtwache zur Schenke Zum Trog, wo Kirigam und Erich bereits auf uns warteten. Im Schankraum überraschten wir den Weibel, Meister Pompilius und den Schönen Burkhard. Letzter versuchte durch den Hinterausgang zu fliehen, wo er beinahe vom axtschwingenden Zwerg erschlagen wurde. Vollkommen eingeschüchtert ließ er sich freiwillig verhaften. Drinnen unterlag Pompilius Larjas Magie. Der Weibel schlug sich gut, doch als er versuchte, durch die Eingangstür zu entkommen, nahm ich ihn in den Schwitzkasten. Weiterlesen