Schlagwort-Archiv: Spielbericht

Der Jäger II

Schreibe eine Antwort

Vielleicht konnte uns der dritte und schlafende ja eine Antwort darauf geben. Aber als wir uns diesem zuwandten, mussten wir erkennen, dass Gnor, der Mann aus Odense, neben dem Krieger kniete und mit irrem Blick in den Augen wieder und wieder auf ihn einstach. Er hatte ihm wohl den Dolch genommen und die Gunst des Augenblickes erkannt.

Was in allen Göttern Namen hatte er getan? Einen wehrlosen schlafenden Krieger zu erstechen. Weiterlesen

Das Vollmondfest – Teil 1

Schreibe eine Antwort

02. Mai 2952 DZ – Ausgang Alte Waldstraße, Morgens

Die Zwerge wollen zurück nach Waldhall und wir belgleiten sie dorthin. Unterwegs reden wir mit Bofri, der uns anbietet, beim Neuaufbau der Alten Waldstraße mitzuwirken. Wir werden sein Angebot wahrscheinlich annehmen, zumindest immer mal zwischendurch, wenn es die anderen Verpflichtungen zulassen.

Weiterlesen

Kettenrasseln I – Unter Fels begraben

Schreibe eine Antwort

Geschätzter Freund,

ich schreibe Dir von meinen Erlebnissen als ich noch eine junge Albin war.

Wie ich Dir zuvor aus dem Jahr 991 Lunare Zeitrechnung im 8. Wassermond berichtete, trafen Dawon und ich in einem unwirtlichen Gebirge genannt Kynhold an der westlichen Grenze auf eine andere Albin und drei unzivilisierte, lebensunwillige Wesen die erstaunlicher Weise eine schwere Bedeutung für mein späteres Leben gewinnen würden. Weiterlesen

Der Jäger I

Schreibe eine Antwort

Wir wollten uns gerade wieder ins Langhaus begeben, um dies mit einem Humpen Met zu feiern, als die Volva zu uns trat und sagte, „Morgen kurz nach dem die Sonne den Horizont berührt, findet ihr euch alle in meiner Hütte ein. Ich muss mit euch etwas wichtiges Besprechen.“

Wir legten uns also schlafen, immerhin waren wir in den letzten Tagen nicht sonderlich oft dazu gekommen und so geschah dann in dieser Nacht auch nichts Besonderes mehr. Nur Ubbo berichtete uns am nächsten Morgen auf dem Weg zur Volva Hild, dass er einen überaus deutlichen Traum erlebte, in dem wieder einmal zwei schwarze Raben vorkamen und ein Mann in Lumpen der durch den weiß verschneiten nächtlichen Wald lief. Es war alles nicht greifbar, aber es fühlte sich an als ob die Götter noch nicht fertig mit uns wären. Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 6.-10. November

Schreibe eine Antwort

Dienstag, 06.11.1956 – Ich bin mit von Siemens eine Weile im Hotel Kempinski an der Bar, doch Mackenzie taucht nicht auf. Also beschließen wir, von Vieregg zu informieren und alles weitere morgen im Fuchsbau zu klären. Doch auch der Tremere ist nicht zu finden. Wir fahren den Straßenstrich am Bahnhof Zoo ab, aber von Vieregg scheint nicht auf der Jagd zu sein. Von Siemens hinterlässt an der Kapelle eine Nachricht für ihn, während ich ins Lost Souls gehe.

Mittwoch, 07.11.1956 – Wir treffen uns im Fuchsbau. Mackenzie berichtet von seinem Treffen mit Jean Monnet. Der Franzose – wie von Vieregg bestätigt, ist er ein Ghul – räumte recht unverblümt ein, weiter Kontakt mit dem Sabbath zu haben. Mackenzie hält ihn allerdings nicht für eine Bedrohung – was für ein Narr!
Jean Monnet hat Mackenzie erzählt, dass er in der Zeit nach der Entführung in Brügge in einem Straflager Kontakt mit Himmler hatte. Mehr Details weiß der Caitiff nicht oder will sie nicht berichten, also kehre ich zeitig nach Hause zurück. Dort finde ich eine Einladung für eine Kunstausstellung am morgigen Abend von einem Pop-Art Künstler namens Richard Hamilton vor. Eigentlich ist diese Moderne Kunst nicht meins, aber wenn ich schon so nachdrücklich gebeten werde… Weiterlesen

Von Gift und Gier

Schreibe eine Antwort

Lord Walder Frey hat zum 24.01.297 Richard Roxten zu einer Audienz geladen. Er scheint nicht sehr erfreut, dass sich die Roxtens all zu sehr auf den Eiseninseln engagiert haben. Als Richard am 28.01. zurück in Hag’s Mire ist, berichtet er, dass Walder Frey ihn zu einem Bußgang genötigt hat. Eine Gesandtschaft der Roxtens soll einige Söhne der Freys eskortieren und als demütige Vasallen des Hauses auftreten. Die Reise wird etwa einen Monat dauern und geht nach Altsass, um die Kinder dort der Septe zu übergeben.
Lord Richard bittet seinen Bruder Ser Gregor, ihn zu begleiten, da er Sorge um seine Sicherheit hat. Weiterlesen

Blut auf der Themse 30 – Eine unerwartete Offerte

Schreibe eine Antwort

Freitag, der 12.01.1883: Es ist eine triste, kalte Winternacht, in der die Kainskinder nach London zurückkehren. Die Pfützen im Hafen sind zu Eis erstarrt und in den Ecken liegt dreckiger Schneematsch. Noch haben sie sich nicht entschieden, welchen der von Lady Ava aufgezeigten Wege der Klüngel gehen soll, um das Geheimnis um den Grauen König zu lüften. Daher ziehen sie sich in das Elternhaus von Mr. Wright zurück und beratschlagen.
Sir Cedric, der wegen Moonfields erlittener Ohnmacht und den damit verbundenen Aurafärbungen misstrauisch ist, sondiert den Malkavianer erneut mit Auspex und Magiegespür. Der Tremere kann jedoch nur erkennen, dass Moonfield augenscheinlich ein Vampir ist, die Silberfäden scheinen verschwunden zu sein. Der Klüngel berät, ob sie die Konfrontation mit Mr. Mellon und Dr. Goodfellow suchen sollen. Lord Liam weist daraufhin, dass sie unbedingt an den Hintermann herankommen müssen, der seinerzeit die Verschwörung gegen Mithras eingefädelt hat. Moonfield erklärt, dass er nicht mit
Dr. Goodfellow alias „Puck“ zusammentreffen will, da er schon mehrfach von diesem Mann missbraucht wurde. Er zweifelt auch daran, dass sie die erneute Suche nach den verschwundenen Seiten seiner Krankenakte der Lösung näherbringen wird. Möglicherweise könnte der Archont Herr Heider vom Clan Tremere das Blutritual durchbrechen, dass „Puck“ an ihm durchgeführt hat. Allerdings warnte Lady Ava ihn davor, dass seine Geisteskrankheit nach Auflösung des Bannes wieder stärker werden würde. Während sie noch das Für und Wieder diskutieren, verfällt Moonfield in leichte Trance. Benommen erhebt er sich von seinem Stuhl und versucht aus dem Fenster zu steigen. Doch Mr. Wright kann ihn davon abhalten. Der Malkavianer ist verwirrt und weiß nicht, was gesehen ist. Als der Nosferatu einen Bick aus dem Fenster wirft, meint er kurz eine gekrönte Gestallt in den grauen Nebelschleiern zu erkennen.
Entnervt beschließen die Vampire für heute Schluss zu machen. Der Klüngel verabredet sich für die morgige Nacht zu 21:00 Uhr. Lord Liam nimmt Moonfield wie besprochen zu sich mit nach Hause, damit er dort ein Auge auf den Gefährten haben kann. Als die beiden das Gebäude verlassen haben, fordert Sir William die anderen auf, morgen um 19:00 Uhr zuerst zu ihm zu kommen. Dann trenne auch sie sich, nur Sir Cedric verbleibt einsam im Keller des schmucklosen Anwesens. Mr. Wright und Mr. Meriwether hingegen verfolgen Lord Liam und Moonfield, um den Malkavianer zu observieren. Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 4.-6. November

Schreibe eine Antwort

Sonntag, 4.11.1956 – Wir sind weiterhin im Fuchsbau und besprechen unser Vorgehen. Mackenzie möchte gerne Jean Monnet in Augenschein nehmen. Von Siemens kann evt. Einladungen für die Matinee am Montag Abend besorgen. Es könnte interessant werden, herauszufinden ob der Franzose in irgendeiner Weise besessen ist. Außerdem hat Constance einen ihrer Ghule, Albert Mayer, bei den Verhandlungen platziert. Vielleicht plant die Beraterin des Prinzen etwas?

Nachdem unserem Treffen im Fuchsbau zu Ende ist, spreche ich mit Madame Felix. Sie weiß zu berichten, dass der Schotte ein Stuart ist und sich über die Résistance uns angeschlossen hatte. Madame Felix hat sich seit seinem verschwinden nicht mehr mit ihm beschäftigt. Als ich ihr berichte, dass der Schotte der Erzeuger von Mackenzie ist, wird sie hellhörig und will darüber noch mehr Informationen einholen. Weiterlesen

Winter in Rohald II

Schreibe eine Antwort

Wir wollten also soeben das Langhaus verlassen, als ein markerschütternder Schrei aus dem hinteren Teil des Hauses, aus den Räumen des Jarl erklang. So nahmen wir die Beine in die Hand und fielen förmlich die Stiege ins obere Stockwerk hinauf. Hier war der der Raum mit Fellen und Stoffen in zwei Schlafbereiche unterteilt. In dem einen stand das Bett von Gudrid und ihrem Mann und in dem anderen das Bett von Hrolf und seiner Frau. In diesem lag Hrolf auch zusammengekrümmt wie ein kleines Kind und sich vor Schmerzen windend. Um ihn herum seine sorgenvoll dreinschauende Frau Yngwe, seine älteste Tochter Gudrid, der es ebenfalls nicht gut zu gehen schien und ihr Mann Herjolf, der sie leicht stütze. Hrolf hatte sich wohl schon ein paar Mal erleichtert und das gute Festessen auf den hölzernen Dielenboden gekotzt. Weiterlesen

Der Stab des Wegwächters – Teil 5

Schreibe eine Antwort

26. April des Jahres 2952 des Dritten Zeitalters
Wegfeste Mühlenfurt, Düsterwald, Wilderland

Die Spinne auf dem Turm hatte riesige Mandibeln und wirkte auch sonst wie eine deutlich größere Version der Jagdspinnen die wir bereits kennen gelernt hatten. Nachdem uns Bofri den Stab als reich verzierten und meisterhaft gearbeiteten Wanderstecken mit einer großen Perle am Knauf beschrieben hatte, machten sich Hergrim, Roderic und ich daran, näher an den Turm heran zu schleichen. Die Zwerge, Narvi und Earendil blieben zurück, um im Notfall für eine Ablenkung zu sorgen, falls die Spinne erwachen sollte.

In gut zehn Metern um den Turm herum hatten scheinbar die alten Zauber die Vegetation im Zaum gehalten und so mussten wir wohl oder übel über ein recht großes Stück freier Fläche. Hierfür näherten wir uns dem Turm von hinten und suchten nach einer Möglichkeit von dort einzudringen. Diese fanden wir aber leider nicht und so blieb uns nichts anderes übrig, als zum Vordereingang weiter zu schleichen. Nahezu lautlos betraten wir das Erdgeschoss und sahen uns um. Die Kellertreppe war von allerlei Geröll versperrt und da es sonst nichts zu entdecken gab, wandten wir uns der Steintreppe ins Obergeschoss zu. Dort war der Steinboden noch vollständig intakt, im Gegensatz zu der Treppe, welche zum Dach hinauf führte. Außerdem waren hier tatsächlich noch Reste des ehemaligen Mobiliars zu finden und zwischen diesem gelang es Roderic, eine von zwergischen Runen versteckte Truhe ausfindig zu machen. Mit geübten Handgriffen konnte Hergrim diese dann öffnen und fand, neben dem Stab, auch noch einen zwergischen Armreif, eine Kartenbehälter und mehrere Bücher unterschiedlicher Größe. Da sich in diesem Moment die Spinne über uns zu regen begann, nahmen wir lediglich Stab, Armreif, Karten und eines der Bücher mit. Den Rest ließen wir in der Truhe zurück und schlichen mit schnellen Schritten die Treppe wieder nach unten. Weiterlesen