Archiv des Autors: Agrawan

Der Karfunkelstein

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08.08.358 – Der Tag danach

Am Morgen, nach ein paar Stunden Schlaf, die nach dem Kampf dringend nötig waren, saßen wir am Lagerfeuer und diskutierten über das Geschehene. Die Que-Nal waren fort, tot oder geflohen. Durch die Erzählung Malativas hatten wir von den Wemitowuk gehört, sie dienten Khadras und hatten anscheinend geholfen, die guten Drachen zu töten.

Mein Blick fiel auf Eldoril im Körper von Obense, der das Opfer gebracht hatte, Eldoril seinen Körper zu überlassen. So ganz war mir noch nicht klar was er damit bezweckte. Laut Malativa war Eldoril wichtig für ein Ereignis, seine Visionen schienen eine tiefere Bedeutung zu besitzen. Wer genau ist diese Artha, die ein Kind der dunklen Königin sein soll und was hat sie vor? Ich brauche mehr Informationen, um mir ein klares Bild zu bekommen. Weiterlesen

Junge komm bald wieder nach Haus

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Der Saal ist von dem unheimlichen Brummen erfüllt und wir hören von außerhalb das Knacken von Eis. Die Kälte nimmt deutlich zu. Wir laufen vorsichtig am Thron der Riesin vorbei und frieren immer stärker. Clara und ich verbeugen uns vor der Riesin. Hinter dem Thron eröffnet sich ein unfassbar kaum noch auszuhaltender kalter und zugleich wunderschöner riesiger Saal mit einem unbesetzten Thron aus Eis. Neben dem Thron steht ein riesenhafter Hundekorb, der mich entsetzte Blicke mit Ida austauschen lässt, der Jäger aus der Schneekugel und sein monströser Hund? Sind sie hier?

Hinter uns hat sich eine Eiswand gebildet. Ich gebe mehrfach meiner Hoffnung Ausdruck, dass wir vielleicht eine Abkürzung nach Hause in unser Schloss durch die Schneekugel und den Brunnen nehmen könnten, doch wir wollen die überlebenden Menschen hier nicht ihrem Schicksal überlassen. Während wir noch über unser weiteres Vorgehen lamentieren wird uns durch das plötzliche Erscheinen des Jägers die Entscheidung abgenommen. Wir rennen voller Angst und mit all unserer Kraft gegen die Eiswand und bringen sie zum Einsturz. Weiterlesen

Man könnte denken, wir werden immer wichtiger

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Schriftliche Aufzeichnungen von Alanus vom Fischteich vom 01. November 2512

Dafür, dass wir in den letzten Tagen viel erlebten, ziehen sie sich aber auch stark in die Länge. Mir erscheint es aber als wichtig, weiterhin regelmäßig die Erlebnisse niederzuschreiben, da man vielleicht in naher oder ferner Zukunft von dem Aufgeschriebenen profitieren könnte. Ich glaube, meinen Kumpanen geht es ähnlich. Wir merken alle Entwicklungen bei uns. Meistens sind es auch positive. Wobei jeder für sich selbst einschätzen muss, was positiv oder negativ für ihn ist. Für mich erscheint es schon positiv, dass meine Angst vor grässlichen Kreaturen immer weniger wird und ich auch kein großes Problem mehr habe, sie zu töten. Wenn mir das jemand vor noch einem Jahr bei uns im Dorf gesagt hätte, wäre ich kopfschüttelnd weggegangen. Die angsteinflößendsten Kreaturen waren dort die Tiere aus dem Wald. Aber nun, zu den neuesten Erlebnissen. Weiterlesen

Das Ende von Brackenthorpe

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Deadwood – Tag 2, gegen Mittag

Die Werkstatt im Keller. Der mechanische Koloss vor uns zieht sich langsam zurück, doch dann höre ich es, das verräterische Zischen einer brennenden Lunte. Während die anderen die Flucht ergreifen, bleibt Armstrong stur zurück. Die Gatling des Roboters rattert erneut los, und ich sehe, wie eine mechanische Schabe über den Flur klackert, eine Dynamitstange auf ihrem Rücken befestigt. Die Detonation lässt die Wände der Werkstatt erzittern. Armstrong wird von umherfliegenden Splittern getroffen, während Wakanda sich in einen Berglöwen verwandelt. Nach der Explosion späht unser Begleiter vorsichtig um die Ecke. Weiterlesen

Der Champion

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Nach dem Abendbrot führt uns Felix zum Champion Reikhart. In den unteren Quartieren duftet es  nach Rauschmittel und Blut. Mehrere Veteranen stehen spalier und sind  mit Ulrics Symbolen geschmückt. Es scheint noch tiefer hinunter zu gehen auch hier wird trainiert. Wir werden in einen Raum gebracht wo ein Opferaltar steht.

Reikhart Gestenstark vollführt ein Ritus mit Blutschwur durch. 5 Krieger schwören Ulric und ihm die Treue. Er lässt die Blutschale kreisen und alle nehmen einen Schluck der berauschend wirkt, nur Christoph verweigert den Umtrunk. Den Geschmack spülen wir mit leckeren Met runter. Reikhart lobt uns und schiebt unsere hervorragende Fähigkeit zu Überleben auf die Hilfe der Götter. Weiterlesen

Die Chronik vom Turm der verdorbenen Stimmen

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Auszug aus den Reiseberichten der Cornifera Grünblatt – Frühjahr 2956 DZ

Während wir auf das erneute Erscheinen des Unholds warteten, verdichtete sich die Dunkelheit und legte sich wie Blei auf mein Herz. Kurz darauf erschien die vom Unhold besessene Kriegerin Gwendaith und der Kampf begann. Der Kampf war hart, aber das Glück war uns hold und der Unhold verließ seinen Körper und löste sich vorerst auf.

Doch das würde nicht so bleiben, solange der Körper von Gwendaith hier in diesem Sarkophag blieb. Also überlegten wir, was zu tun sei. Nach eingehender Beratung entschlossen wir uns den Sarkophag zu öffnen, den Leichnam herauszuholen und draußen im hellen Tageslicht zu verbrennen. Wir waren uns sicher, das dies auch der Wille der Kriegerin gewesen wäre. Weiterlesen

Das Leben als Babysitter

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Mein lieber Freund,

die letzten Tage waren ja nun sehr turbulent und du bist sicher gespannt, wie es weiterging, nachdem wir uns mit letzter Kraft in den Turm von Christoph Engels geschleppt hatten…

Nun ja, nachdem wir wieder etwas zu Kräften gekommen waren, verschafften wir uns erst mal einen kleinen Überblick über die Situation und stimmten uns mit Christoph Engels ab. Er ist auf jeden Fall der Meinung, dass die Stadt nicht in großer Gefahr schwebt. Seiner Meinung nach sind die Truppen des Reiklands stark genug. Fürs Erste soll Wendolin im Turm bleiben. Wichtig ist nur, dass er bis zum nächsten Morrslieb ein anderes Versteck findet. Die Familie von Wendolin sieht Christoph Engels nicht als vertrauenswürdig an, Cordelia allerdings schon. Weiterlesen

Grollborsten-Amok

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Es war ein schwerer Tag für uns in Mölle, immer noch verfolgen mich die Bilder der beiden zerfleischten Leichen der toten Möchtegern-Hexen. Doch so grausam ihr Tod gewesen ist, ich kannte sie kaum. Aber sie erinnern mich an Svenja, und das lässt mich unruhig schlafen. Tief in der Nacht, es muss schon ein paar Stunden nach Mitternacht sein, werde ich geweckt, weil jemand im Haus „Feuer“ schreit. Ich ziehe schnell einen Mantel über und Schuhe an und laufe auf die hintere Veranda, wo ich versuche, das Feuer, das jemand am Haus gelegt hat, zu löschen. Weiterlesen

Ruhe in Frieden

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In der Höhle endeckten wir überall Symbole an den Wänden, welche von Pilzgeflecht bedeckt waren. So begannen wir vorsichtig das Geflecht zu entfernen, was uns auch recht gut gelang. Hin und wieder wurde ein Pilz zerstört worauf hin er Sporen frei gab. Als wir damit fertig waren, enthüllte sich am Boden eine alte Landkarte. Diese kam uns recht bekannt vor, denn sie bildete Alt-Drakenstein ab, mit einigen Landmarken darauf.

Eine Markierung war an der Position der Höhle, wo ganz offensichtlich das Element Humus sehr stak vorhanden war. Insgesamt waren es sechs Markierungen, welche wir uns merkten um sie später ab zu laufen. An der Decke fanden wir noch eine Sternenkarte aus der Zeit als die Karte angefertigt wurde. Weiterlesen

Die Werkstatt und der verrückte Professor

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554. Notiz Prof. Deckard Jones

Ort:  Deadwood
Zeitpunkt: Kurz vor dem großen Knall

Erschöpft, aber glücklich, nachdem wir einen Sieg errungen haben, gingen wir nach dem Kampf in der Schlucht in unsere Betten.  Wir hätten schlafen sollen wie ein Baby, aber das sollte uns nicht gegönnt sein. Wir wurden von wilden Träumen heimgesucht. Ich träumte von Deadwood und Prof. Brackenthorpe und seinen brennenden Leichen. Mitten zwischen ihnen eine Bombe aus Geisterstein. Wenn dieses Puzzlestück nicht die Apokalypse heraufbeschwören würde und uns in die atomaren Bestandteile zerlegen würde, wäre es einfach nur ein wissenschaftlicher Meisterstreich. Ein Kunststück verrückter Wissenschaft. Weiterlesen