Archiv des Autors: Agrawan

Das Vollmondfest – Teil 4

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3.Oktober 2952 DZ

Die Verfolgung der Nordmänner, unter ihnen wahrscheinlich Cenric, geht bis in die Nacht weiter. Und die Nachtruhe ist nur kurz. Dank Roderics beeindruckenden Fähigkeiten in der Jagdkunst, bleiben wir unserer Beute dicht auf der Spur. Es geht zunächst den Fluss entlang in Richtung Carrock, schließlich aber querfeldein Richtung Nebelgebirge. Wir marschieren unermüdlich, bis es selbst für Roderics Augen zu dunkel wird.

4.Oktober 2952 DZ

Erst in der Dämmerung können wir den Spuren weiter folgen. Sie führen noch auf der Ebene nach Norden. Nebelgebirge links und Anduin rechts sind etwa gleichweit von uns entfernt. Unterwegs treffen wir öfter auf ältere Spuren von Wolfsrudeln, später am Tag lassen sich auch ein paar der Biester in der Ferne blicken. Inzwischen wird die Ebene hügeliger und die Spur nähert sich wieder etwas dem Anduin. Die Nacht ist zu dunkel für eine Verfolgung und so machen wir Rast. Weiterlesen

Kettenrasseln II – Unter Fels begraben

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Im Eindruck der vergangenen Ereignisse schrieb ich die Zeilen für einen neuen Heldengesang. Leider konnte ich nicht so viel Zeit darauf verwenden, wie es für ein Kunstwerk angemessen wäre. Es ist daher nur als Entwurf anzusehen für einen künftigen Gesang, den ich erschaffen zu gedenke, wenn es meine Zeit wieder zulässt.  Weiterlesen

Ein Goblin mehr oder weniger I

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10. Phex 1038 BF

Bevor wir zur Kaserne aufbrachen, um uns mit Elkman Timpski zu treffen, bekam unser Magier eine Einladung von Olko Knaack in der Magierakademie Halle des Quecksilbers vorbei zu schauen. Später in der Kaserne, wurde Yussuf sehr aufmerksam von einem heruntergekommen Mann mit Namen Peddar gemustert und im Nachhinein diffamiert. Bevor uns nun Timski empfing, konnten wir zwischen ihm und einem Edelmann ein typisches Beispiel hierarchischer Strukturen bewundern. Es ging wohl um einen Mordfall und die Mondkinder. Weiterlesen

Bestehen & Vergänglichkeit III

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24. Rahja 1032 BF, Unweit der Schwarzen Eiche

Während das weiße Einhorn Feyadan beständig gegen die drohende Verderbnis ankämpft, berät sich die Gruppe über ihr weiteres Vorgehen. Larja und Rubinion stärken sich vor dem zu erwartenden Kampf, während Trevor und Flammbart eine Entscheidung im Armdrücken suchen – der Sieger darf an die vorderste Front. Entgegen aller Erwartungen gewinnt Trevor das Kräftemessen. Vermutlich ging es hier nicht mit rechten Dingen zu …

Auf dem Weg zur Schwarzen Eiche fällt der Gemeinschaft die zunehmend aggressiv wirkende und von dämonischen Mächten verseuchte Flora und Fauna auf. Bereits aus der Entfernung sieht man eine zähe schwarze Flüssigkeit von dem Baum triefen und ein Geruch von Schwefel umgibt sie. Weiterlesen

Kettenrasseln I – Unter Fels begraben

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Geschätzter Freund,

ich schreibe Dir von meinen Erlebnissen als ich noch eine junge Albin war.

Wie ich Dir zuvor aus dem Jahr 991 Lunare Zeitrechnung im 8. Wassermond berichtete, trafen Dawon und ich in einem unwirtlichen Gebirge genannt Kynhold an der westlichen Grenze auf eine andere Albin und drei unzivilisierte, lebensunwillige Wesen die erstaunlicher Weise eine schwere Bedeutung für mein späteres Leben gewinnen würden. Weiterlesen

Angus Mackenzie – Zwei Leben

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Es gab zwei Geburtstage im Leben von Angus Mackenzie, der erste war am 3. Dezember 1880 in dem Fischerdorf Kirkwall auf den Orkney-Inseln vor Schottland. Es war ein Leben voller Entbehrungen am Rande der Gesellschaft, aber auch mit vielen Höhepunkten. Der zweite war in der Nacht des 23. März 1916 in einem verlassenen Fischerdorf nahe Brügge an der Küste Belgiens. Dieses Leben begann sehr verwirrend und änderte einfach alles. Weiterlesen

Bestehen und Vergänglichkeit II

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23 Raja 1032 BF, Andraquell, Nachts im Stall

Wir werden von einem Ochsen geweckt, der durchgegangen ist. Ein roter Mond scheint am Nachthimmel. Mit vereinten Kräften und der Hilfe von Trevor, der den Ochsen versucht umzuwerfen, fangen und beruhigen wir das Tier. Nach einem Umtrunk auf den Stress gehen wir wieder schlafen. Trevor war gerade erst angekommen und übernachtet bei uns. Rubinion erfährt aus den Sternbildern von Heskatet dem Zeitdieb und fragt Larja danach. Weiterlesen

Der Stab des Wegwächters – Teil 4

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Am nächsten Morgen, den 14. April 2952 DZ, kommt Bofri, noch vor dem Morgenbier an mein Schlaflager um wieder über sein Lieblingsthema zu reden, die Alte Waldstraße. Heute morgen geht es ihm um die Wehrtürme und befestigten Gasthäuser entlang der Straße, die wohl teilweise noch erhalten sind. Besonders hat es ihm die „Mühlenfurt“ angetan, da er dort den Stab des Wegwächters vermutet, der bei der Wiederherstellung der Strasse von Nutzen sein könne.

Schnell steckt er mitten in der Wegplanung und dem Deuten alter Geschichten, während ich frühstücke und halbwegs interessiert zuhöre. Bofris Plan sieht vor, auf dem Dunkelfluß durch den Wald zu reisen, bis sich sein Lauf nach Osten wendet. Nördlich von diesem Knick müsste man auf die Straße treffen. Der Plan klingt soweit sinnvoll, also sind wir vier einverstanden, nach dem Markt aufzubrechen. Weiterlesen

Die Eisrose von Jarlak II – Der Orden der Jagd zu Ask

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Aus den Aufzeichnungen von Shéanna saba Mehtira ay Gedanahakan, 19. Travia 1023 BF

Der Abend des 19. Travia 1023 BF nach der Gerichtsverhandlung war geprägt von Abschieden. Die Bernsteinkarawane sollte am nächsten Tag nach Norburg ziehen. Allerdings sollten die Bannstrahler einschließlich der Geweihten Aldare Marnion mit uns weiterziehen, um das Levthansband zu „übergeben“. Auch wollte uns der Halbelf Floriel noch begleiten. Aurew will zurückkehren, sobald er seinen Austritt aus dem Orden in Glyndhaven erklärt hat, vermutlich wird er nicht vor dem nächsten Frühjahr vor Ort sein. Lyoscho und ich haben Jaminka noch einmal befragt, ob der Sohn des Barons von Mahrenhus ggf. mit irgendeinem Dämon paktiert haben könnte, aber sie kann nichts weiter sagen. Der Leichnam wird mit uns nach Ask transportiert, wo der Magus Allonar Hombar, der auch den Tractatus Daemonicus verfasst hatte, diesen auf widernatürliches Wirken hin untersuchen will. Weiterlesen

Die Thorwalertrommel III

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Testos

Etwas aufgeregt waren wir sicher alle, als wir dastanden und uns endgültig als Ordner einschreiben lassen wollten. Hauptmann Elkman Timpski ist natürlich anwesend und gut drei Dutzend Leute, Männer wie Frauen, wollen sich als Ordner verdingen. Insgesamt fünfzig Leute werden den Umzug durchführen in fünf Gruppen mit je acht Personen für jedes Atmaskottchen. Wir Ordner bekommen eine Schärpe, die uns als Offizielle ausweist und zudem einen Knüppel oder, für Personen von Stand, auch ein Holzschwert. Sicherlich keine Waffen, mit denen man prahlen möchte, aber schließlich geht es ja auch nicht darum, Menschen zu töten, sondern nur um den Schutz der Strohpuppen. Wir werden das Recht haben, Gegenstände zu konfiszieren, natürlich gegen Quittung, aber dennoch, notfalls auch mit Gewalt. Nachdem das Grobe und die Einteilung in die Gruppen geklärt war, folgte noch eine kurze Besprechung mit dem Hauptmann der uns klar machte, dass wir Stillschweigen über unsere Arbeit und die Vorbereitungen des Umzuges zu wahren hätten. Weiterlesen