Archiv der Kategorie: HeXXen 1733

Die Teufelsratten von Kronau IV – Immer dieser Hubert Gimpel

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

22. Mai 1733 – Wir berieten, wie wir am besten mit der Baronin von Freyberg in Kontakt treten konnten. Wir versuchten den offiziellen Weg und sprachen im Rathaus vor. Don Ignaçio übernahm das reden. Am Nachmittag um vier wurden wir schließlich vorgelassen. Wir berichteten von dem Heilmittel und dass wir seit zwei Tagen keinen Kontakt zu Seifenberger hatten. Die Baronin ließ den Doctor daraufhin von der Stadtwache suchen. Eine mitgebrachte Probe des Heilmittels musste ich im Rathaus zurück lassen. Bei der Unterredung mit uns war ständig ein Lakai an ihrer Seite. Sie schien nicht frei reden zu können, also signalisierte ich ihr bei der Verabschiedung, dass wir sie dringend unter vier Augen sprechen müssten. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau III – SEIFENBERGERs Heilmüsli

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

Jetzt hatten wir den Salat. Unser kleiner Führer Hugo A. Kasper hatte uns in einen Hinterhalt geführt. Und nicht nur das! Kurz zuvor musste sich Johann „Armageddon“ Gerbrand, unsere Erstschlagwaffe, notfällig zum Gasthaus zurück auf den Weg machen – er hatte einen Anflug von akutem Spritzdurchfall. Immerhin konnte er so eine Kopie vom Rezept des SEIFENBERGER Heilmüslis in Sicherheit bringen. Selbst wenn wir jetzt untergingen, gäbe es noch Hoffnung für die Stadt im Kampf gegen die Seuche der Teufelsratten.

Ein blutiges Gefecht entbrannte. Fünfzehn Schergen gegen uns, wobei sich nach Kurzem drei von ihnen in Wehrratten verwandelten. Heinrich hatte alle Hände voll zu tun, den Feind an sich zu binden, damit Don Ignaçio und Roland sie nach und nach erschlagen konnten, während ich meine Freunde mit Tränken und Notfallverbänden zur Seite stand. Am Ende konnte mindestens ein Rattenmensch fliehen. Einen Schergen stabilisierten wir zur Befragung, der Rest wurde getötet (den Wehrratten musste man den Kopf abschlagen, weil sich sonst ihre Wunden wieder schlossen). Ich entnahm einem Rattenmensch eine Probe Herzblut. Den Überlebenden, Ralf, schleppten wir in eine Stille Gasse, fesselten ihn und wollten dann herausbekommen was hier vorging. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau II – Mord und Verrat

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20. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Kronau

Wir saßen beim Bier und beratschlagten, wie wir weiter vorgehen sollten. Die Stimmen im „Greifen“ waren eher gedämpft, so dass ich draußen entfernt Geräusche wahrnahm, die sich wie Ratten anhörten. Aktiv waren sie also. Vom Wirt organisierten wir uns zwei stabile Säcke, mit denen wir die Ratten fangen oder zumindest zu transportieren gedachten und verließen das Gasthaus.

Wir schlugen den Weg Richtung Armenviertel ein und erblickten auch einen schwer bewachten Eingang zu ebenjenem Gelände. In eine Seitengasse abgebogen vernahmen wir aus einem vernagelten Gebäude deutliche Rattengeräusche. Wir brachen die Kellertür auf, da diese um die Häuserecke lag und weniger Entdeckungsgefahr durch Patrouillen versprach. Weiterlesen

Die Teufelsratten von Kronau I – Pocken und ein alter Bekannter

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16. Mai 1733 – Nach zwei Tagen Rast verließen Karl, Johann, Heinrich, Don Ignaçio und ihr neuer Freund Roland Voss, seines Zeichens Inquisitor, aber vor allem Besitzer eines Maultiers und eines Karren, auf dem die gemeinsame Beute transportiert werden konnte, den Lindenhof. Piotre Kulikow, der Techniker, der für die Schwarzfedern den Seelenreißer gebaut hatte, begleitete sie. Die Jäger waren übereingekommen, dass man ihm helfen wollte, seine Frau und Kinder zu befreien, damit er nicht mehr gezwungen war, der Bande seine teuflischen Maschinen zur Verfügung zu stellen. Karl hatte etwas Sorge, dass der Russe sie verraten würde, um die Seinen zu schützen, aber was für Alternativen hätten er und seine Gefährten sonst? Die Familie ihrem Schicksal überlassen? Wohl kaum. Weiterlesen

Geplagte Seelen Teil 3 – Waltrudis Rache und ihr Ende

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13. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Lindenhof, Baden

Heinrich nahm seinen Schild und drückte die Klinke vorsichtig hinunter. Die Tür war verschlossen. In diesem Moment wurde drinnen eine Muskete abgefeuert, die Heinrich traf, aber zum Glück nur einen Streifschuss verursachte. Sofort warf er sich gegen die Tür, die augenblicklich nachgab. Wir blickten im Raum auf drei Musketen- und vier Pistolenläufe, die auf uns gerichtet waren.

Wir sahen auch Heinrich Gutenthal, der gefesselt und geknebelt auf einem Stuhl saß, Antonius stand hinter ihm. Die anderen Schwarzfedern hatten sich hinter Sofas und Stühlen verschanzt. Wir sahen noch einen toten Knecht auf dem Boden mit den typischen Wundmalen und geschorenem Kopf, offensichtlich tot. Auf einem Tisch lag etwas mit einem blutigen Tuch bedeckt. Weiterlesen

Geplagte Seelen Teil 2 – Auf der Suche nach der Lösung

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13. Mai im Jahre des Herrn 1733  – Lindenhof, Baden

Gretje erzählte uns weiterhin, dass die Großmutter Heinrichs, Waltrudis, „böse“ war und „Menschen geschadet“ haben soll. Heinrich Gutental hatte gerade erst als 20-jähriger den Verwalter-Posten des Lindenhofs übernommen und in dieser Funktion das Einmauern seiner Großmutter befohlen. Genaueres ließ sich ihr allerdings nicht entlocken, dabei hatten wir den Eindruck, dass das noch nicht die ganze Geschichte ist.

Des Weiteren erfuhren wir, dass die Bewohner von einer Gruppe von zwölf Schwarzfedern in verschiedenen Räumen gefangen gesetzt während Heinrich in die Stube gebracht wurde. Hier brachte man nach und nach auch die Bewohner hin, weil dort offensichtlich die dunklen Experimente vollzogen wurden. Weiterlesen

Johann Wilhelm Gerbrand

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„Wie ich hier hinkomme? Das ist eine lange Geschichte…“

„Ich habe Zeit.“

„Na dann… aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf, naja, eigentlich eher außerhalb auf einem kleinen Hof. Meine Eltern waren tüchtig, wir hatten sogar eine Kuh und ein paar Hühner, genug zu essen und wir waren frei. Ich musste ein bisschen helfen, aber die meiste Zeit durfte ich mit meinem kleinen Bruder spielen. Das war eine schöne und behütete Zeit.

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Don Ignacio Solozano de la Minoza

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Vater: Henrico De La Minoza
Mutter: Lucia De La Campriso
Älterer Bruder: Marino
Jüngere Schwester: Cecilia
Betreuer: Pedro Sciosca Rudero
Köchin: Valoria Ruiz Cabra (vermählt mit Pedro)

Es ist der 17. Juni 1712 als Ignacio in [spanische Ortschaft] das Licht der Welt erblickt. Seine Mutter Lucia versucht ihn gut zu umsorgen, und sich so davon abzulenken, dass sie nun schon seit dem Frühjahr keine Nachricht mehr von ihrem Mann, dem Fürsten von [spanisches Fürstentum], erhalten hat. Die ersten Orangenernten wurden bereits eingefahren….
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Roland Voss

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Roland wurde als 3. Sohn eines Müllers geboren. Die Familie lebte nahe Hameln. Da sein älterster Bruder Siegfried die Mühle erben würde, entschied sich Roland für eine Lehre als Tischler in Hameln, während der dritte Bruder Gerhard als Gardist in die gerade fertig gestellte Festung in Hameln eintrat.

In der Stadt lernte Roland nach seiner Lehre ein Mädchen kennen und lieben. Er holte sich den Segen ihrer Eltern und er und Anne heirateten bevor sie beide 19 Jahre alt waren. Kaum ein Jahr später sollte ihr erstes Kind geboren werden. Rolands Mutter und Schwägerin verstanden sich beide darauf Kinder auf die Welt zu bringen und so reiste Anne zur elterlichen Mühle damit ihr Kind dort auf die Welt kommen sollte. Zwei Tage später machte sich Roland ebenfalls auf den Weg, um nach seiner Frau zu sehen und vielleicht schon sein Kind begrüßen zu können. Weiterlesen

Karl Auenthal

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Am 20. November 1714 wurde Karl als fünftes Kind einer Händlerfamilie in Frankfurt geboren. Er genoss eine gute Schulbildung und wurde mit seinem vierzehnten Lebensjahr zu einem angesehenen Wissenschaftler, Adam Ludwig Offenbach, in die Lehre geschickt. Offenbach war Alchemist, bzw. moderner ausgedrückt, war er Chemiker, allerdings durchaus mit einem Hang zum Okkulten und den Parawissenschaften gegenüber aufgeschlossen. Weiterlesen

Geplagte Seelen Teil 1 – Der Goat Rider

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Tagebuch  von Johann Gerbrand

10. Mai im Jahre des Herrn 1733  – zwischen Jakobsheim & Waldenau

Wir brauchten etwa eine halbe Stunde um alle Schätze von Grendel zusammen zu raffen und uns auf den Rückweg zu machen. Grendels Körper in der Höhle schien zu schrumpfen und auch der Baum machte einen ungesunden Eindruck. Wobei das ja sehr relativ war, wirkte er ja vorher schon sehr maliziös. Die Aussicht, dass diese menschenaussaugenden Kreaturen nun dahinfuhren, ließ uns durchaus befriedigt zurück. Weiterlesen

Die Seelenfalle III – Hubert Gimpel muss warten

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—Reisebericht von Karl Auenthal

Zwanzig Gulden wollte die Faustgesellschaft uns zahlen für jede Phiole mit Seelenlicht, die wir zurückbringen könnten. Doch bevor wir die Verfolgung von Hubert Gimpel aufnahmen, bat uns Herbert Grün, ihm und seinen Männern dabei zu helfen, die Kreatur, die wir alle Charlotte Grendel getauft hatten, zur Strecke zu bringen. Ich hatte ein paar Bedenken und warf die auch in den Raum, Schließlich handelte es sich bei der Kreatur um einen Alb, also nicht um ein beseeltes Monster oder einen Dämon aus dem Höllenriss, sondern um eine „normale“ Kreatur, die es auch schon vor dem Vorfall gab. Meine Gefährten hatten aber starke Argumente. Vor allem die zahllosen Leichen in der Höhle, die die Wurzeln für die Brut von Grendel ausgesaugt hatten, waren ein überzeugender Grund, das Ding nicht weiter wüten zu lassen. Weiterlesen

DIe Seelenfalle II – Charlotte Grendel

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—Reisebericht von Karl Auenthal

Das Kind schrie wie am Spieß. Der hohle Baumstamm verzerrte das Geräusch noch mehr ins Unheimliche. Sofort eilten alle herbei, um dem Kind beizustehen. War ich der Einzige, dem diese Szenerie seltsam vorkam? Zu meiner Verwunderung schnappte aber keine Falle zu, kein Monster brach aus der Göre hervor, noch näherten sich weitere Angreifer. Sollte ich mich irren? War das Mädchen wirklich nur ein Kind, das hier in der Öde zurück gelassen wurde? Langsam begann auch ich zu zweifeln. Weiterlesen

Die Seelenfalle I – Kühnes Senf und der Extraktor

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

Donnerstag, 7. Mai 1733, Jakobsheim — Michel von der Schanz war an diesem Morgen bereits zeitig aufgebrochen, so dass ich nur noch mit Johann Gerbrand und Don Ignacio im Gasthaus beisammen saß. Im Dorf herrschte grimmige Betriebsamkeit. Die Leichen der letzten Nacht wurden zusammengetragen und am Rand des Moors in einer tiefen Grube verbrannt. Siegfried Kühn, der Gastwirt, bereitete uns ein reichhaltiges Frühstück. Wir waren nun Gäste des Dorfes. So wollten die Jakobsheimer sich erkenntlich zeigen, dafür, dass wir den Ort vor dem Untergang gerettet hatten. Vielleicht sparte Siegfried auch deshalb nicht mit seiner scharfen Würzpaste, die landläufig auch als Kühnes Senf bekannt war.

Wir hatten beschlossen, dass ein Tag Pause uns allen gut tun würde. Ich hatte zwar mein Möglichstes getan, alle Wunden zu behandeln, aber manches heilte einfach nur die Zeit. Dennoch wollten wir uns nicht ganz dem Müßiggang hingeben, sondern noch einmal zum Mausoleum gehen. Während wir noch die Details diskutierten, betrat ein Fremder die Gaststube. Weiterlesen

Nebel des Grauens II

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Anfang Mai im Jahre des Herrn 1733  – Jakobsheim, Baden

In der Nähe abseits im Sumpf liegt ein Friedhof, wo früher die Angehörigen derer von Freyberg begraben wurden. Der Friedhof ist wohl aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Benutzung und liegt brach. Auf diesem soll die Leiche des Barons einst bestattet worden sein.

Zu eben diesem Friedhof führt uns Siegfried, nachdem wir uns in seinem Gasthaus kurz gestärkt haben. Es ist dunkel und der Weg in den Sumpf ist beschwerlich. Er liegt zwar ruhig, ist aber nicht ungefährlich; es gibt größere Wasserflächen, die Siegfried alle umgehen kann. Nach kurzer Zeit kommen wir an eine Senke. Die Senke misst etwa 500 Meter im Durchmesser und in ihrer Mitte erhebt sich ein bewaldeter Hügel. Die Senke ist voller Nebel und eine gespenstische Stile umgibt uns. Siegfried berichtet, dass der Friedhof oben auf dem Hügel liegt. Karl sieht auf der Hügelspitze Licht, es scheinen Feuer entfacht zu werden. Wir sind uns schnell einig: wir müssen uns beeilen, dort hoch zu kommen! Weiterlesen