Schlagwortarchiv: Spielbericht

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 1.-4. November

Schreibe eine Antwort

Zehn Jahre sind verstrichen. Berlin ist zweigeteilt in einen Ost- und einen Westsektor. Von Siemens meldet sich bei mir. Der Archivar der Stadt, Karl von Gutenberg, möchte uns morgen Abend um 22 Uhr in der konspirativen Wohnung treffen.

Freitag, 2. November 1956 – Ich fahre zur gewünschten Zeit zum Fuchsbau. Das treffen scheint mit allen aus dem alten Klüngel anberaumt zu sein. Neben von Siemens sind auch von Vieregg und Mackenzie dort.
Karl von Gutenberg erscheint pünktlich und bittet um Diskretion, denn es geht um eine delikate Angelegenheit. Ihm ist Constance nicht geheuer und er bittet uns, Augen und Ohren offen zu halten, ob wir etwas kompromittierendes finden, dass er gegen sie verwenden kann. Weiterlesen →

Der sterbende Gigant

Schreibe eine Antwort

Persönliches Logbuch, Giuseppe Lombardi, 05.01.2268 – Theonothk-Sektor
Ich vermute, es war schieres Glück, dass wir aus dem Gefecht mit dem Drakhjäger nur mit leichten Schäden entkommen konnten. Captain Krey hatte Befehl gegeben, sich dem fremden Schiff zu nähern und nach einer Andockmöglichkeit ausschau zu halten. Das Ding ist riesig, fast neun Meilen lang und von völlig fremder Bauweise. Unsere Scans ergaben, dass kaum noch Energiesiganturen von dem Schiff ausgehen, mal abgesehen von den chaotischen Messwerten der Anomalie, die weite Teile mittschiffs zerstört hat, treibt der Koloss wie ein sterbender Gigant im All. Weiterlesen →

Der Stab des Wegwächters – Teil 1

Schreibe eine Antwort

26. Juni des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Thranduils Hallen, Waldlandreich, Wilderland

Heute Morgen hatten wir eine private Audienz beim Elbenkönig, denn die Themen über die wir sprachen gingen nur wenige etwas an. Thranduil spürt die Anwesenheit dreier Diener des Dunklen Herrschers im Wald bereits seit Beginn des Jahres. Seine Nachforschungen ergaben, dass es sich hierbei um Nazgul, Ringgeister, handelt. Jener Dunkle Reiter, welchen wir in der Ostbucht trafen, war einer von ihnen. Sie sind die Neun aus dem Gedicht und stehen völlig unter der Kontrolle des Auges.

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Einen Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

Ihre Macht wächst mit der des Feindes, Saurons selbst, und so werden wir wohl nicht zum letzten Male mit einem von ihnen zu tun gehabt haben. Nachdem der Verbleib des Buches geklärt war, erhielt Roderic die Mallornnuss als Geschenk.

Später am Tage teilte Ruithel uns noch mit, dass sich ihre Vermutung bestätigt hätte und Edrahil, der Grenzwächter vor ihrer Zeit, jener Elb sei, welcher Frar den Bart kostete. Er habe sich auf den Weg nach Lorien gemacht heißt es. Weiterlesen →

Nacht über Tannhag 1 – Der verlassene Turm

Schreibe eine Antwort

21 Wassermond
Zur Dämmerung kommen die Gruppe in Tannhag an und beschließen, auch aufgrund des Wetters in das Gasthaus mit dem Namen “Eichelhäher“ einzukehren. Die Wirtin und ihr Sohn begrüßen sie freundlich. Es befinden sich bereits einige weitere Personen im Gasthaus darunter ein alter Astrologe, eine sehr stille Frau und ein Zwerg. Dieser erzählt uns, dass der Pass verschüttet ist und es noch einige Tage dauern wird, bis er passierbar ist. Dies ärgert besonders den Astrologen, der eine besondere Sternenkonstellation auf einen nah gelegenen Berg beobachten wollte. Weiterlesen →

Die Eisrose von Jarlak II – Der Orden der Jagd zu Ask

Schreibe eine Antwort

Aus den Aufzeichnungen von Shéanna saba Mehtira ay Gedanahakan, 19. Travia 1023 BF

Der Abend des 19. Travia 1023 BF nach der Gerichtsverhandlung war geprägt von Abschieden. Die Bernsteinkarawane sollte am nächsten Tag nach Norburg ziehen. Allerdings sollten die Bannstrahler einschließlich der Geweihten Aldare Marnion mit uns weiterziehen, um das Levthansband zu „übergeben“. Auch wollte uns der Halbelf Floriel noch begleiten. Aurew will zurückkehren, sobald er seinen Austritt aus dem Orden in Glyndhaven erklärt hat, vermutlich wird er nicht vor dem nächsten Frühjahr vor Ort sein. Lyoscho und ich haben Jaminka noch einmal befragt, ob der Sohn des Barons von Mahrenhus ggf. mit irgendeinem Dämon paktiert haben könnte, aber sie kann nichts weiter sagen. Der Leichnam wird mit uns nach Ask transportiert, wo der Magus Allonar Hombar, der auch den Tractatus Daemonicus verfasst hatte, diesen auf widernatürliches Wirken hin untersuchen will. Weiterlesen →

Die Thorwalertrommel III

Schreibe eine Antwort

Testos

Etwas aufgeregt waren wir sicher alle, als wir dastanden und uns endgültig als Ordner einschreiben lassen wollten. Hauptmann Elkman Timpski ist natürlich anwesend und gut drei Dutzend Leute, Männer wie Frauen, wollen sich als Ordner verdingen. Insgesamt fünfzig Leute werden den Umzug durchführen in fünf Gruppen mit je acht Personen für jedes Atmaskottchen. Wir Ordner bekommen eine Schärpe, die uns als Offizielle ausweist und zudem einen Knüppel oder, für Personen von Stand, auch ein Holzschwert. Sicherlich keine Waffen, mit denen man prahlen möchte, aber schließlich geht es ja auch nicht darum, Menschen zu töten, sondern nur um den Schutz der Strohpuppen. Wir werden das Recht haben, Gegenstände zu konfiszieren, natürlich gegen Quittung, aber dennoch, notfalls auch mit Gewalt. Nachdem das Grobe und die Einteilung in die Gruppen geklärt war, folgte noch eine kurze Besprechung mit dem Hauptmann der uns klar machte, dass wir Stillschweigen über unsere Arbeit und die Vorbereitungen des Umzuges zu wahren hätten. Weiterlesen →

Die Thorwalertrommel II

Schreibe eine Antwort

Testos

Ich erwachte am Morgen des 3. Phex gut ausgeruht und bestens gelaunt. Der Tag war sonnig und klar und Festum lockte mit seinen tausend Geräuschen und Gerüchen, die  wie ein ununterbrochener Strom durch die Gassen zogen. Nach einem ordentlichen Frühstück im Schankraum und kurzer Besprechung, zogen wir alle gemeinsam in Richtung Marktplatz. Hier trennten sich zunächst unsere Wege, da jeder sich nach Diesem und Jenem umsehen wollte. In kleineren Grüppchen zogen wir  los. Weiterlesen →

Bestehen und Vergänglichkeit I

Schreibe eine Antwort

Aus den Anekdoten von Rubinion Salinder:

14. Rahja 1032 BF – Das Ende der Dergelfeldbande
Larja und ich kamen mit vier Männern der Stadtwache zur Schenke Zum Trog, wo Kirigam und Erich bereits auf uns warteten. Im Schankraum überraschten wir den Weibel, Meister Pompilius und den Schönen Burkhard. Letzter versuchte durch den Hinterausgang zu fliehen, wo er beinahe vom axtschwingenden Zwerg erschlagen wurde. Vollkommen eingeschüchtert ließ er sich freiwillig verhaften. Drinnen unterlag Pompilius Larjas Magie. Der Weibel schlug sich gut, doch als er versuchte, durch die Eingangstür zu entkommen, nahm ich ihn in den Schwitzkasten. Weiterlesen →

Das Schlachtfest V

Schreibe eine Antwort

13. Rahja 1032 BF, Vor den Toren von Andergast
Vor dem Tor von ist eine größere Schlange von Menschen, Vieh und Fuhrwerken. Es ist großer Viehmarkt in der Stadt. Wir werden routinemäßig überprüft und dann durchgelassen. Nachdem wir über den Ingval hinüber sind, zahlen wir den Zoll und betreten Andergast. Wir wählen das “Zum Ochsen und Einhorn” zu unserem Gasthaus und schlendern über den Markt, bis der Zwerg einen Waffenhändler entdeckt. Weiterlesen →

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1946, 12.-13. April

Schreibe eine Antwort

Samstag, 12.04.1946
Wir treffen uns im Fuchsbau. Ich verteile die Uniformen. Dann geht es zur Gedächtniskirche, wo schon der britische Militärjeep wartet. So geht es in die Sowjetisch Besetzte Zone, und ich lasse die Jungs in der Nähe des Schlosses raus und kreise im Wagen um den Häuserblock.
Es dauert einige Zeit, dann kehren alle wohlbehalten zurück. Es gibt keine nennenswerte Erkenntnisse, dafür aber eine neue Bekanntschaft mit zwei Klischeerussen. Wir vertagen uns und hoffen auf mögliche Unterstützung durch Kontakte der Briten, die uns der Militärgouverneur in Aussicht gestellt hat. Weiterlesen →