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1984 DSA 1 zum Geburtstag gewünscht und wider Erwarten die Basis-Box bekommen. Nachdem ich Silvana drei mal befreit hatte, merkte ich, dass ich Mitspieler brauchte, um mit der Box weiter etwas anfangen zu können. Glücklicherweise sah ein Freund aus der Nachbarschaft die Bücher bei mir herum liegen und meinte, sie würden in einer Runde etwas ähnliches Spielen, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Klar hatte ich das, und so bin ich mit Dungeons & Dragons angefangen. Zahlreiche Runden, Systeme und eine Vereinsgründung später, findet sich auf THORNET ein ziemlich großer Ausschnitt meiner Rollenspielerlaufbahn.

Die Teufelsratten von Kronau III – SEIFENBERGERs Heilmüsli

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

Jetzt hatten wir den Salat. Unser kleiner Führer Hugo A. Kasper hatte uns in einen Hinterhalt geführt. Und nicht nur das! Kurz zuvor musste sich Johann “Armageddon” Gerbrand, unsere Erstschlagwaffe, notfällig zum Gasthaus zurück auf den Weg machen – er hatte einen Anflug von akutem Spritzdurchfall. Immerhin konnte er so eine Kopie vom Rezept des SEIFENBERGER Heilmüslis in Sicherheit bringen. Selbst wenn wir jetzt untergingen, gäbe es noch Hoffnung für die Stadt im Kampf gegen die Seuche der Teufelsratten.

Ein blutiges Gefecht entbrannte. Fünfzehn Schergen gegen uns, wobei sich nach Kurzem drei von ihnen in Wehrratten verwandelten. Heinrich hatte alle Hände voll zu tun, den Feind an sich zu binden, damit Don Ignaçio und Roland sie nach und nach erschlagen konnten, während ich meine Freunde mit Tränken und Notfallverbänden zur Seite stand. Am Ende konnte mindestens ein Rattenmensch fliehen. Einen Schergen stabilisierten wir zur Befragung, der Rest wurde getötet (den Wehrratten musste man den Kopf abschlagen, weil sich sonst ihre Wunden wieder schlossen). Ich entnahm einem Rattenmensch eine Probe Herzblut. Den Überlebenden, Ralf, schleppten wir in eine Stille Gasse, fesselten ihn und wollten dann herausbekommen was hier vorging. Weiterlesen

Bruno Jones – Revolvermann

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Er hatte immer wieder den selben Traum:

Fackelschein, Knurren und Bellen, Männer rufen, während Bruno durch die Baumwollfelder rennt. Die Meute kommt näher, er kann das hecheln der Hunde bereits hören. Seine Lunge pumpt, seine Muskeln brennen. Die Lichter werden schwächer, auch die Rufe leiser. Dann endet das Feld und die Böschung fällt steil ab. Bruno stolpert. Hinter sich ein Knurren, dann stürzt er vorn über in den Fluss. Sofort reißt ihn das kalte Wasser fort. Bruno kann nicht schwimmen. Er strampelt, schluckt Wasser. Mit einer unsichtbaren Hand zieht ihn der Fluss in die Tiefe. Bruno strampelt panisch. Todesangst.

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Die Teufelsratten von Kronau I – Pocken und ein alter Bekannter

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16. Mai 1733 – Nach zwei Tagen Rast verließen Karl, Johann, Heinrich, Don Ignaçio und ihr neuer Freund Roland Voss, seines Zeichens Inquisitor, aber vor allem Besitzer eines Maultiers und eines Karren, auf dem die gemeinsame Beute transportiert werden konnte, den Lindenhof. Piotre Kulikow, der Techniker, der für die Schwarzfedern den Seelenreißer gebaut hatte, begleitete sie. Die Jäger waren übereingekommen, dass man ihm helfen wollte, seine Frau und Kinder zu befreien, damit er nicht mehr gezwungen war, der Bande seine teuflischen Maschinen zur Verfügung zu stellen. Karl hatte etwas Sorge, dass der Russe sie verraten würde, um die Seinen zu schützen, aber was für Alternativen hätten er und seine Gefährten sonst? Die Familie ihrem Schicksal überlassen? Wohl kaum. Weiterlesen

Karl Auenthal

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Am 20. November 1714 wurde Karl als fünftes Kind einer Händlerfamilie in Frankfurt geboren. Er genoss eine gute Schulbildung und wurde mit seinem vierzehnten Lebensjahr zu einem angesehenen Wissenschaftler, Adam Ludwig Offenbach, in die Lehre geschickt. Offenbach war Alchemist, bzw. moderner ausgedrückt, war er Chemiker, allerdings durchaus mit einem Hang zum Okkulten und den Parawissenschaften gegenüber aufgeschlossen. Weiterlesen

Die Seelenfalle III – Hubert Gimpel muss warten

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—Reisebericht von Karl Auenthal

Zwanzig Gulden wollte die Faustgesellschaft uns zahlen für jede Phiole mit Seelenlicht, die wir zurückbringen könnten. Doch bevor wir die Verfolgung von Hubert Gimpel aufnahmen, bat uns Herbert Grün, ihm und seinen Männern dabei zu helfen, die Kreatur, die wir alle Charlotte Grendel getauft hatten, zur Strecke zu bringen. Ich hatte ein paar Bedenken und warf die auch in den Raum, Schließlich handelte es sich bei der Kreatur um einen Alb, also nicht um ein beseeltes Monster oder einen Dämon aus dem Höllenriss, sondern um eine „normale“ Kreatur, die es auch schon vor dem Vorfall gab. Meine Gefährten hatten aber starke Argumente. Vor allem die zahllosen Leichen in der Höhle, die die Wurzeln für die Brut von Grendel ausgesaugt hatten, waren ein überzeugender Grund, das Ding nicht weiter wüten zu lassen. Weiterlesen

DIe Seelenfalle II – Charlotte Grendel

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—Reisebericht von Karl Auenthal

Das Kind schrie wie am Spieß. Der hohle Baumstamm verzerrte das Geräusch noch mehr ins Unheimliche. Sofort eilten alle herbei, um dem Kind beizustehen. War ich der Einzige, dem diese Szenerie seltsam vorkam? Zu meiner Verwunderung schnappte aber keine Falle zu, kein Monster brach aus der Göre hervor, noch näherten sich weitere Angreifer. Sollte ich mich irren? War das Mädchen wirklich nur ein Kind, das hier in der Öde zurück gelassen wurde? Langsam begann auch ich zu zweifeln. Weiterlesen

Die Seelenfalle I – Kühnes Senf und der Extraktor

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

Donnerstag, 7. Mai 1733, Jakobsheim — Michel von der Schanz war an diesem Morgen bereits zeitig aufgebrochen, so dass ich nur noch mit Johann Gerbrand und Don Ignacio im Gasthaus beisammen saß. Im Dorf herrschte grimmige Betriebsamkeit. Die Leichen der letzten Nacht wurden zusammengetragen und am Rand des Moors in einer tiefen Grube verbrannt. Siegfried Kühn, der Gastwirt, bereitete uns ein reichhaltiges Frühstück. Wir waren nun Gäste des Dorfes. So wollten die Jakobsheimer sich erkenntlich zeigen, dafür, dass wir den Ort vor dem Untergang gerettet hatten. Vielleicht sparte Siegfried auch deshalb nicht mit seiner scharfen Würzpaste, die landläufig auch als Kühnes Senf bekannt war.

Wir hatten beschlossen, dass ein Tag Pause uns allen gut tun würde. Ich hatte zwar mein Möglichstes getan, alle Wunden zu behandeln, aber manches heilte einfach nur die Zeit. Dennoch wollten wir uns nicht ganz dem Müßiggang hingeben, sondern noch einmal zum Mausoleum gehen. Während wir noch die Details diskutierten, betrat ein Fremder die Gaststube. Weiterlesen

Eddy aus Eden

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Am zweiten Tag nach unserer Rückkehr zur Arche gab es eine Versammlung aller Bewohner, und die Expeditionen berichteten von ihren Erfolgen. Augenfällig war, dass der Prediger, Oskartian, nur ein paar Beobachter geschickt hatte und selber dem Ganzen fern geblieben war.

Abends lud uns Vigor zu sich ein. Astrina hatte ihn gebeten, gemeinsam mit uns anderen, die Gesandten der Fischmenschen abzufangen und zu einem geheimen Treffen mit ihr zu bringen. Wir diskutierten das kontrovers. Ich hatte zu der Zeit kein Vertrauen mehr in die Führungsstärke der Archivarin und machte den Vorschlag, dass wir selbst die Geschicke der Arche in die Hände nehmen sollten. Das war die Geburtsstunde von #TeamBruno, meiner Bewegung, die zum Ziel hatte, allen in der Arche die gleiche Stimme und die gleichen Rechte zu verleihen. Weiterlesen

Wildherz 2 – Lauf Gorhar, lauf!

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Tag 3
Skogbiorn und Gorhar waren den gesamten Tag jagen und kehrten am Abend mit ausreichend Rationen für vier Reisetage ins Lager zurück. Sie hatten auf dem Rückweg versucht, ihren Spuren zu folgen und mussten feststellen, dass diese fort waren. Der Wald schien sich immer wieder zu verjüngen, oder sich einen bösen Scherz mit uns zu erlauben. Erstaunlicherweise betraf das nicht unser Lager. Dort waren selbst Spuren vom Morgen noch gut zu sehen.

Tag 4
Am Nachmittag fanden wir an einem Bachlauf zwei Leichen. Die Männer schienen auch beim Thing der Ejdlande gewesen zu sein. Es gab Anzeichen dafür, dass etwas Großes sie erschlagen hatte. Beide waren schon länger als einen Tag tot. Erst dachten wir an einen Troll als Angreifer. Die Wunden deuteten aber eher darauf hin, dass es eine der untoten Kreaturen war, gegen die auch wir im Nebel gekämpft hatten. Ich suchte die Umgebung ab, während die anderen die Leichen bestatteten. Keine zwölf Schritt vom Bach entfernt fand ich verwitterte Knochen unter Büschen verborgen, von einer Abscheulichkeit, die mir sehr vertraut vorkam. Auch bei dieser  war der Körper inzwischen vollkommen verwest. Weiterlesen