Sie hieß Runhild Kupferfaust und war mit ihren 104 Jahren eine ehrwürdige, aber noch junge Zwergin. Ihr Leben hatte sie den alten Schriften und Runen gewidmet, die in den Hallen ihrer Bergheimat verborgen lagen. Blass und fahl wirkte sie, als sei sie selbst ein Relikt aus den Archiven, mit Tintenflecken an den Fingern und Augenringen, die von langen Nächten über bröckelnden Pergamentrollen erzählten. Doch hinter diesem gelehrten Antlitz glomm eine unersättliche Gier – nach Wissen, nach Gold, nach allem, was glänzte und Geheimnisse barg. Weiterlesen
Archiv des Autors: Enis
Der Herold der Leere 5 – Ein untergehendes Schiff
Schreibe eine Antwort03.09.889
Während Kleckser, der gerade den Lakaien des Inquisitors getötet hatte, vor den Augen der Stadtwachen von Hüttenstadt stand, nutzte er deren Verwirrung und floh aus der Stadt. Während die Wachen das Tor abriegelten, blieben Julius Henrik Abel, Knirps Made, Vater Garwin und Wylan Lichtträger hinter der Absperrung in der Stadt zurück. Leicht verdutzt und überfordert fragten sich die drei, wie sie den entflohenen, nun zu Recht wegen Mordes gesuchten Ork wiederfinden könnten.
Im Gasthaus „Hüttenhof“, einem noblen Hotel mit Restaurant und Teestube, mieteten Julius, Vater Garwin, Knirps Made und Wylan ein Zimmer, um sich zu erfrischen und damit Vater Garwin genügend Zeit hatte, die Zeichnung des von Kleckser ermordeten Mannes anzufertigen. So hoffte er, mehr über ihn und die Pläne des Inquisitors Estren Karabandius zu erfahren. Weiterlesen
Im Reich der Sommerkönigin 2 – Herr Maurice im Dornengrab
Schreibe eine AntwortNach einem langen Weg begegneten wir der Stimme, der ersten Zofe der Sommerkönigin.
Sie empfing uns mit kühler Höflichkeit, während wir uns vorstellten und unser Anliegen erklärten. Wir wollten mehr über Margarethe erfahren und über das Gespräch, das sie einst mit der Sommerkönigin geführt hatte.
Die Zofe berichtete, dass Margarethe, früher eine Verbündete der Sommerkönigin, einst ein magisches Gefängnis erhalten habe. Es war dazu bestimmt, ein düsteres Artefakt namens „Leerenstein“ darin einzuschließen. Dieser Stein galt als gefährlich, eine Bedrohung für das Gleichgewicht der Welt. Weiterlesen
Wylan Lichtträger
Schreibe eine AntwortWylan, ein einfacher Bauernjunge aus einem verschlafenen Dorf der Nördlichen Weite, war stets von Fernweh geplagt. Die monotonen Tage auf den Feldern ließen ihn von Abenteuern träumen, und als sich die Gelegenheit bot, schloss er sich einer Piratencrew an. Das raue Leben auf See lehrte ihn mehr, als er je in seinem Heimatdorf hätte lernen können. Mit dem Säbel in der Hand und Pulverdampf in der Nase entdeckte er seine Faszination für Sprengstoff und Artillerie. Doch sein jugendlicher Leichtsinn ließ ihn die Gefahren der See unterschätzen.
Während eines gewaltigen Sturms, als donnernde Wellen das Schiff wie ein Spielzeug hin- und herwarfen, erkannte Wylan die Hilflosigkeit seiner Situation und die der Besatzung. In seiner Verzweiflung rief er zum Einen Gott – ein Gebet, das aus tiefster Seele kam. Als er die Hoffnung bereits aufgegeben hatte, wurde er von einer gewaltigen Welle über Bord gespült und sank bewusstlos in die Tiefe. Weiterlesen
Mumienstaub 3 – Von Blut und Gnade
Schreibe eine AntwortIn der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober 888 erreichte die Gruppe das unheilvolle Gebäude, das offenbar nach einem Zusammenstoß mit der ILS Esmeralda vom Himmel herabsank. Eine bedrückende Stille lag über dem gesamten Komplex, als ob die Wände selbst von vergangenen Schrecken den Atem anhielten. Im Schlafgemach, in dem die Gruppe sich zunächst aufhielten, suchte Julius Hendrik Abel den Raum ab und fand einen Schlüssel in einem alten Schreibtisch. Seine magischen Untersuchungen offenbarten wenig – abgesehen von einem einfachen, aber ungewöhnlichen Zauber, der den Ort vor dem Zahn der Zeit bewahrt hatte. Diese Magie war anders, fremdartig und alt, weit entfernt von der, die heute verwendet wird. Weiterlesen
Esker sehen und sterben 1 – Durch die Schatten der Vergangenheit von Martereck
Schreibe eine Antwort11.09.888 – In der dunklen Nacht vom 11. auf den 12. September des Jahres 888 fand sich unsere Gruppe noch immer im Höhlengewölbe unter der Kreuzfahrerfeste Martereck, am Leichnam von Okka, einem gehörnten Oger. Das Geheul der Fomore war in der Ferne zu hören, während eine kühle Brise durch die Höhle wehte und in die Tiefe des Abgrunds zog und selbst die kleinen weißen Maden in den Blutlachen des Ogers zum zucken brachte. Weiterlesen
Das Flüstern des Untodes 2 – Leoran Amakiir 007: Eine Frage des Feuerballs
Eine AntwortLiebes Tagebuch,
was für ein Tag! Versteckt zwischen den Bäumen, unsere Adleraugen auf unsere Beute gerichtet: der von der berüchtigten Söldnerin Regina und ihrer wilden Bande bewachte Turm. Ein Haufen rauer Gestalten, angeheuert von einem Priester des Myrkul – zumindest wenn man den Worten einer gefangenen Söldnerin Glauben schenken darf. Aelar, Jens und ich, die drei Musketiere des Mutes, waren uns einig: Diese Halunken steckten bis über beide Ohren in den Überfällen auf die Händler, die nach Leilon unterwegs waren. Weiterlesen
Das flüstern des Untodes 1- Ein neues Abenteuer
Schreibe eine AntwortLiebes Tagebuch,
die letzten sieben Wochen habe ich bei Elibro, dem Bewohner von Talivars Turm in Leilon, das Handwerk der Alchemie erlernt. Während unserer Unterrichtsstunden haben wir sehr viel über die Vergangenheit des Ortes, vor allem über Talivar gesprochen. Weiterlesen
Tor der Sterne 1 – Legenden und Lügen
Schreibe eine Antwort01.07.888 nG – Die Pilgergruppe, bestehend aus Vater Garwin, Gurni Grundison, Knirps Made, Rembrandt Schnellschritt und Wylan, steht versammelt in der Grabeskapelle der heiligen Margarete. Geschmückt von unzähligen Kunstwerken, zeigt das reich verzierte Gewölbe unteranderem auch eine Zeichnung des Ritualkreises aus der Höhle der Ewigen. Die Höhle, welche das Eingangsportal des riesigen Dämons bildete, der durch Zufall beschworen wurde und nun sein Unwesen auf dieser Sphäre treibt. Weiterlesen
Unvermeidliche Opfer 1 – Das kuriose Biest am Altarstein
Schreibe eine Antwort25.06.888 – Gegen Mittag kam die dezimierte Pilgergruppe in Pfeilersruh an. An sich war das Dorf hübsch, denn es bestand aus alten Fachwerkhäusern, welche von blauen Dachziegeln geschmückt wurden und schön glitzerten, wenn die Sonne auf diese schien. Dennoch war das Dorf halb verwaist, was nicht wirklich zu der Vorstellung passte, dass dieses Dorf ein Wallfahrtsort war.



