Klar das die anderen auch ihren Teil getan haben und so ist es heute unwichtig wer nun wen und wieviel Jüten in Hels Reich schickte. Wer dem Händler einen Pfeil in die Brust jagte, wer dem Wächter erst den Schwertarm vom Leib nahm und wenig später auch den Kopf. Wichtig ist, dass am Ende nur noch Thorun, ihr jütischer Händler Gunnar und wir am Strand standen.
Alsbald legte sich eine beunruhigende Stille über den Strand. Natürlich trieb Njörd unablässig seine Winde an und die Wellen schlugen an den Strand, aber das Klirren der Schwerter und das Aufschreien der Männer, das Röcheln und das schwere Atmen, war vorüber. Eine göttliche Stille legte sich über mich. Doch war diese ganz und gar nicht beruhigend. Ich sah wie vor mir aus dem Sand die bleichen Knochenhände der Erschlagenen empor griffen, wie mich leere Augenhöhlen aus knochigen holen Schädeln strafend anblickten. Mir war als stünde ich am Todesfluss Gjöll oder am Leichenstrand Nastrond und Garm selbst würde auf der anderen Seite auf mich warten. Was bei allen Göttern Namen hatten wir getan, was hatte ich getan? Erschrocken blickte ich mich um und der salzige Hauch des Meeres holte meine Sinne zurück. Ich stand noch immer am Strand der kleinen Bucht, doch die Raben waren fort. Hugin und Munin, sie waren nicht mehr da, Odin hatte sich von uns abgewandt. Weiterlesen



