Als die Gefährten den Alten Wald verlassen hatten, hielt Rogolosch sein Wort und befreite Ulf von seinen Fesseln. Zögerlich und dann aber geschwind lief der junge Bandit davon.
Vor der Gruppe lag nun Pfeilersruh. Im Süden und Osten grenzte das Dorf an dem Alten Wald. Im Norden waren mehrere Gehöfte und ein größerer Baumhain zu sehen, während im Westen ein vielleicht einen Kilometer durchmessender See lag. Das dunkle Wasser war zu den anderen Seiten von bewaldeten Hügeln umrahmt.
Der Weg zum Dorf führte nach Norden und an einer Windmühle (6) vorbei. Pfeilersruh hatte vielleicht vierzig Gebäude, alle auf einem Steinfundament aus Holz gebaut und mit dunkelblauen Schindeln gedeckt. Als die Gefährten sich dem Dorf näherten, waren die Gassen verlassen. Nur ein Goblin stand am Dorfrand, beobachtete sie und kam ihnen dann freundlich grüßend entgegen. Sein Name war Rotze und das war auch Programm. Nach jedem zweiten Satz zog er tief hoch und spuckte beherzt aus. Er war außergewöhnlich groß und von orangener Hautfarbe. Rotze wusste zu berichten, dass alle Dorfbewohner in der Kirche (2) sind, um dort Bauersleute zu begraben, die vor zwei Nächten in ihrem Hof ein Opfer der Flammen wurden. In dem Feuer waren die ganze Familie und die Knechte und Mägde umgekommen, man hatte aber nur zwei Leichen bergen können, der Rest war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Weiterlesen
Archiv des Autors: thd
Beinahe 25 Jahre alt…
Schreibe eine AntwortIm kommenden Jahr gibt es THORNET bereits ein Vierteljahrhundert! Gestartet 1998 mit ersten Gehversuchen bei Lycos (wer kennt das noch?), erfolgte der Umstieg auf WordPress 2010. Bis heute ist die Seite mehrfach überarbeitet und erweitert worden. Social Media (Twitter, Telegram und neu auch Mastodon) gehören mittlerweile zum Angebot, genauso wir ein geboosterter Discord-Server, der uns v.a. in der Pandemie das Spielen weiter ermöglichte. Das war auch die Zeit, wo ein Gameserver (hauptsächlich mit Valheim laufend) für kurzweilige Ablenkung sorgte.
Vor allem der Websitehoster und Discord erzeugen laufende Kosten, und zusammen mit allen anderen Ausgaben ergibt sich so jährlich ein deutlich dreistelliger Eurobetrag für den Betrieb der Seite und allem drumherum. Natürlich wird weiterhin das komplette Angebot frei zugänglich bleiben, falls sich aber jemand an den Kosten beteiligen möchte, würde ich mich darüber sehr freuen. Möglich ist das zum Beispiel über PayPal (Betreff: THORNET) oder als digitaler Amazon-Gutschein (an Empfänger-E-Mail “spende (at) thornet.de”). Zum Jahreswechsel werde ich dann mal eine Übersicht aller Ausgaben veröffentlichen.
Bei allen, die bereits etwas in den Hut geworfen haben, möchte ich mich sehr herzlich bedanken.

Natürliche Auslese 2
Schreibe eine AntwortTag 2
Stunde 3: Der Kampf gegen die beiden Schimmelmilben erwies sich als lebensgefährlich. Gleich nach der ersten Attacke brach Gaia Hella bewusstlos zusammen. Glücklicherweise hatte die Gruppe unerwartete Hilfe. Zwei weitere Begleiter der Karawane waren durch den Gestank und den Lärm angelockt worden und griffen tatkräftig in das Geschehen ein. Zum einen war da der Goblin und Stiefelknecht des Kaufmanns, Pocke, und eine weiter junge Karawanenwache namens Gorphulg. Der Goblin schoss mit seiner Schleuder. Der erste Stein traf den prall geblähten Bauch des toten Ogers ( 2 ) und lies ihn explodieren – nicht gerade appetitlich.
Nach dem Kampf war es der Gefangene Ulf, der Gaia Hella das Leben rettete, indem er ihr einen Heiltrank einflößte, den er irgendwo aus seiner verdreckten Kleidung zauberte.
Es entbrannte eine Diskussion, wo es nach Pfeilersruh gehen würde. Letztendlich vertraute man dem Goblin, der eine Karte der Reiseroute gesehen hatte, und ging nach Norden. Weiterlesen
Natürliche Auslese 1
Schreibe eine AntwortTag 1
Die Karawane durch den Alten Wald war gut bewacht , aber den drei Dutzend Banditen waren sie nicht gewachsen gewesen. Wer konnte, suchte sein Glück in der Flucht.
Die Geschichte beginnt damit, dass sich drei der Flüchtenden nach einiger Zeit im Wald wiederfanden ( 0 ) – orientierungslos und nur mit den Dingen am Leib, die sie bei sich trugen, als der Überfall begann. Da war zum einen der Zwerg Rogolosch Steinschlag, ein etwas undurchsichtiger Geselle, ganz im Gegensatz zu der Zwergenfrau Gaia Hella, die als Akolythin des neuen Gottes nach Pfeilersruh reiste, um am Grab des Märtyrers letzte Gewissheit über ihre Bestimmung zu finden. Zuletzt war da noch der Mensch Adolar, ein vielleicht siebzehnjähriger Jüngling, der als Karawanenwächter angeheuert hatte. Weiterlesen
Der Schatten des Herolds – Prolog
Schreibe eine AntwortSelbst in den entlegenen Ländern der Nördlichen Weite ist die Kunde gedrungen, dass der Imperator auf dem Alabasterthron von seinem Orksklaven erwürgt wurde. Das Imperium von Caecras ist in Aufruhr. Verdeckt vom Nebel der Rebellion aus Blut und Gewalt kriecht ein uraltes Übel aus dem Schatten der Zeit und greift nach dem Lebensfunken der Welt. Der Herold des Dämonenfürsten erwacht, um den Schleier zu zerreißen und alles was ist in die Leere zu stoßen.
Das Ende der Welt ist nah, doch mag es ein unwahrscheinliches Ereignis geben, dass sich eine Handvoll Leute zusammenfinden und gemeinsam der Finsternis entgegenstellen. Ihre Reise beginnt gemeinsam auf der Straße nach Pfeilersruh. Doch bereits kurz vor dem Ziel lässt ein Überfall sie in die Tiefen des Alten Walds fliehen. Wer von ihnen wird es hinaus schaffen, um am Grab des Märtyrers Zeuge der Zeitenwende zu werden? Oder stirbt der letzte Keim der Hoffnung bereits bevor er erblühen kann?
Goldlöckchen von Trollen entführt?
Schreibe eine AntwortRavilef war wie aus dem Nichts im Lager erschienen. Der Dunkelelb schüttelte mit dem Kopf. „Sie sind schon eine Weile fort, und sie haben den Menschen das Mädchen nicht überlassen. Den Spuren nach zu urteilen, müssen die Trolle mit den Leuten eine ganze Weile diskutiert haben. Es gibt keine Anzeichen für einen Kampf. Danach sind die Menschen auf ihren Pferden zu dem Dorf geritten.“
Ravilef zeigte zu den Hügeln, hinter denen einige schmale Rauchfahnen aufstiegen.
„Die Grautrolle sind mit Sona tiefer in den Wald.“
„Wo, beim eitrigen Nebenhoden meines Schwippschwagers, bin ich da nur hineingeraten?“, Weiterlesen
Runden archiviert
Die Runden “Der Eine Ring – Eriador“ und “HeXXen 1733“ wurden in das Archiv verschoben und die dazugehörigen Discord-Kanäle gelöscht.
Spielrunden aufgeräumt
Schreibe eine AntwortFolgende inaktive oder beendete Spielrunden wurden in das Archiv verschoben und die dazugehörigen Discord-Kanäle gelöscht:
Deadlands 2 wurde umbenannt in Deadlands Deadwood, ebenso wie der dazugehörige Discord-Kanal.
Außerdem wurden zwei neue Seiten für neue Spielrunden erstellt:
- Warhammer Fantasy – Übersreik (nutzt auf Discord den bisherigen Warhammer Fantasy – Kanal)
- Trudvang Adventures (mit neuem eigenem Discord-Kanal)
Die neuen Seiten sind aktuell noch leer, werden aber bald mit Inhalt gefüllt werden.
Wartung der Server
Am 22.01.2021 (kommende Nacht) werden zwischen 00:00 und 07:00 Uhr kurzfristig notwendig gewordene Sicherheitsupdates an der Netzwerkinfrastruktur in den Rechenzentren unseres ISPs durchgeführt. Dadurch kann es innerhalb dieses Zeitraumes zu kurzen Unterbrechungen bei der Erreichbarkeit der Seite kommen.
Herz aus Schatten
Schreibe eine AntwortAls Linda Bræckstrøm sich über den leblosen Körper von Melina Nyberg beugte, ihn zu sich auf den Schoß zog und unter Tränen langsam die Gestalt der Toten annahm, verschwamm die Umgebung und verblasste. Plötzlich stürmten Bilder auf das junge Mädchen ein. Wie fetzen eines Wachtraums, sah Linda Szenen aus dem Leben der Verstorbenen.
In der stickigen Kammer lag ein schöner Jüngling auf dem Krankenbett. Schweiß glänzte auf seiner blassen Haut und seine spröden Lippen bewegten sich unentwegt. Melina konnte nur selten verstehen, was er sagte, das meiste war zusammenhangloses Gebrabbel im Fieberwahn. Reik würde sterben. Wenn nicht heute, dann in der kommenden Nacht. Ihr blieb keine Wahl. Auch wenn sie sich dafür hasste, was sie nun tun musste, erhob sich Melina entschlossen, blickte hinab auf ihren Geliebten und begrub alle Gefühle tief in sich. Weiterlesen





