Schlagwortarchiv: Dragonlance

Sir Alaric Greenvale – Solamnischer Ritter der Krone

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„Nicht das Blut entscheidet über die Größe eines Ritters, sondern die Treue zu seinem Eid.“
— Sir Garrick Uth Tearford

Die Anfänge

In einer stürmischen Herbstnacht wurde vor den Toren des kleinen Dorfes Greenvale ein Säugling gefunden. Niemand wusste, wer seine Eltern waren oder weshalb das Kind dort zurückgelassen worden war. Das einzige, was auf seine Herkunft hindeutete, war eine schlichte Wolldecke, in deren Saum das Wappen eines Silbernen Falken eingestickt war. Keiner der Dorfbewohner erkannte dieses Zeichen.
Da sich niemand meldete, wurde das Kind von den Bewohnern Greenvales gemeinsam großgezogen. Einen Familiennamen erhielt es nie. Man nannte den Jungen schlicht Alaric. Schon früh zeigte er einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er stellte sich schützend vor Schwächere, teilte das Wenige, das er besaß, und scheute keine Gefahr, wenn andere Hilfe brauchten. Weiterlesen

Haldurin Eisenaxt

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Haldurin erblickte am 3. Adamachtis im Dry-Forge des Jahres 302 das Licht auf Krynn. Er wurde in die Sippe Eisenaxt geboren, welche unter den Bergzwergen einen guten Ruf als Waffenschmiede genießen. Sein Vater Ibralosch lehrte ihn früh das Handwerk des Waffenschmiedes doch er bewunderte stets seinen älteren Bruder Murgrosch für sein Geschick mit der Axt und auch seinen Mut. Doch in der letzten Zeit ist mein Bruder immer wieder mit unserem Vater in streit geraten. Dabei ging es meistens um die Menschen. Und das er nicht glauben würde, das alle von ihnen schlecht seien und der Dunklen Königin folgen würden. Dabei hat er immer wieder von einem Helden mit dem Namen Caramon gesprochen, welcher mit seinen Gefährten sich ihrer Armee in den Weg gestellt hat. Ja sie sollen sogar die Götter wieder auf die Welt geholt haben. Unser Vater hielt von den ganzen Geschichten recht wenig. Die Götter wären nie wirklich fort gewesen, man hätte nur nicht richtig an sie geglaubt. Xerbina unsere Mutter hat immer versucht zu schlichten, doch an einem Tag im Dry-Anvil des Jahres 358 eskalierte der Streit zwischen den beiden und mein Bruder verließ mit seinen Sachen unsere Wohnhöhle. Weiterlesen

Pekari Findefinger

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Pekari wurde geboren, als seine Mutter Loja gerade zwischen Neuhafen und Torbadin unterwegs war. Nach einer Entbindungsrast machte sich Loja mit den neugeborenen Sohn, der älteren Tochter Talah und ihrem damaligen Gefährten Lokeck wieder auf Reisen. So wuchs Pekari auf den Landstraßen und in verschiedenen Städten Abanasinas auf. Oft besuchte die Gruppe auch die Dörfer der Hügelzwerge. Eine alte Zwergenheilerin namens Grama Schmiedehand schien Kendern im allgemeinen sehr wohlgesonnen zu sein (was bei anderen Zwergen für Missmut sorgte).
Von dieser Freundin der Familie lernte Pekari die Zwergensprache – aber nicht die Tugend der Beharrlichkeit. Dafür war der junge Kender sehr an den „größeren Leuten“ interessiert. Da waren die Menschen, die sich ausschließlich um ihr Tagwerk Sorgen machten. Davon waren sie durch kaum einen Spaß abzulenken. Und wenn doch, dann brüllten oder jammerten sie gleich herum. Die geheimnisvolle Elfen hatten zwar einen Sinn für die schönen Dinge des Lebens. Aber sie waren oft zu fein, um sich mit Kendern abzugeben. Und die wortkargen Zwerge? Grummelige Gesellen, die immer so taten, als würden sie einen nicht mögen. Sie aufzuheitern, war stets eine Herausforderung.
Ein besonderer Spaß war es, mit seiner älteren Schwester Talah Wetten abzuschließen: Weiterlesen

Der grüne Tod

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Erzählt von Eldoril, Priester E’lis
13.10.358 AC – Gegen Mittag kehrte Fuchsohr zu uns zurück. Die Ereignisse der vergangenen Stunden lasteten schwer auf uns, und lange berieten wir, wie wir weiter vorgehen sollten. Besonders die Standarte, die wir entdeckt hatten, beunruhigte uns. Ihr Wappen war uns unbekannt, doch eines schien gewiss: Es gehörte nicht zu den Guten Göttern. Das Motto dieses Ordens — sinngemäß „Gehorche oder stirb“, „Unterwirf dich oder stirb“ — ließ nichts Gutes erwarten. Auch erinnerten wir uns daran, in Neraka Wappenröcke in Blau und Schwarz gesehen zu haben.
Schließlich brachen wir zur Pyramide auf. Wir wollten näher heran, um mehr über diesen Ort, seine Bewohner und die Absichten jener fremden Macht zu erfahren. Noch waren wir ratlos, doch Stillstand hätte uns keine Antworten gebracht. Der Wald um uns war feucht, neblig und bedrückend. Ein unwirklicher Urwald aus Wasser, Wurzeln, Moder und dichter Vegetation. Der Boden war uneben, verwachsen, nass und schwer zu begehen. Und doch war dieser Wald nicht tot. Fuchsohr spürte seine Lebenskraft. Überall waren Geräusche der Tierwelt zu hören, und inmitten dieser bedrückenden Schwüle lag etwas Lebendiges. Aber zugleich hatte Fuchsohr den Eindruck, als trüge der Wald eine schwelende Wunde in sich. Ob diese Wunde die Pyramide war, vermochten wir nicht zu sagen. Weiterlesen

Von Wemitowuk, Labyrinthen und Pyramiden ist alles dabei

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9. Mithrik des Monats Dry-Forge 358 (Montag, der 09.08.358) – Fortsetzung
Totenschädel beobachten, wie die Schlange auf die Ratte schaut, welche Fuchsohr ist und sie wiegt sich leicht hin und her. Doch er kann dem hypnotischen Blick Wiederstehen und flieht aus der Hütte. Gerade noch rechtzeitig, den er sieht die Schamanin zur selbigen eilen und versteckt sich hinter einem der Pfähle. Dann hört er aus der Hütte rascheln und rücken. Ein Sprechgesang ertönt. Das macht Fuchsohr neugierig, so das er auf das Dach klettert und bis zum Rand des Rauchabzuges sich vor wagt um von dort zu spähen. Die Frau sitzt dort und wiegt sich wie die Schlange hin und her. Doch was ist das. Auf ihrem Kopf sind keine Haare mehr. Nein es sind Schlangen, die sich dort schlängeln. Auf einmal blickt eine der Schlangen ihn direkt an, und er erstarrt kurz, als etwas nach seinem Geist greift. Er schüttelt das Gefühl ab.
„Es ist Zeit zu verschwinden”, denkt sich Fuchsohr und er zieht sich ins Dorf zurück, um dort noch ein wenig zu erkunden. Als er bei einer der anderen Hütten ist, spürt er Blicke auf sich ruhen und sieht in seinem Geist die Frau mit dem Schlangenhaar. Doch nicht nur in seinem Geist. Sie tritt jetzt wieder aus ihrer eigenen Hütte und geht geradewegs auf die Hütte zu, in die er wollte.
„Ok, Zeit aus dem Dorf zu verschwinden.“
Erweitert er seinen Gedanken von eben. Die Deckung, welche ihm Pfähle, Kisten, Säcke und Gras liefern, ausnutzend, zieht er sich in das hohe Gras außerhalb des Dorfes zurück, verwandelt sich in einen Vogel und kehrt zu uns zurück. Kalte Augen von Schlangen die ihm nachblicken. Weiterlesen

Der Karfunkelstein

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08.08.358 – Der Tag danach

Am Morgen, nach ein paar Stunden Schlaf, die nach dem Kampf dringend nötig waren, saßen wir am Lagerfeuer und diskutierten über das Geschehene. Die Que-Nal waren fort, tot oder geflohen. Durch die Erzählung Malativas hatten wir von den Wemitowuk gehört, sie dienten Khadras und hatten anscheinend geholfen, die guten Drachen zu töten.

Mein Blick fiel auf Eldoril im Körper von Obense, der das Opfer gebracht hatte, Eldoril seinen Körper zu überlassen. So ganz war mir noch nicht klar was er damit bezweckte. Laut Malativa war Eldoril wichtig für ein Ereignis, seine Visionen schienen eine tiefere Bedeutung zu besitzen. Wer genau ist diese Artha, die ein Kind der dunklen Königin sein soll und was hat sie vor? Ich brauche mehr Informationen, um mir ein klares Bild zu bekommen. Weiterlesen

Der Pakt von Malativa

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Chronik vom 7.8.358 – Das Wrack und die Bergung
Der Tag begann unter düsteren Vorzeichen. Aus dem Osten drangen ferne, beunruhigende Trommelschläge herüber, die die Gruppe als mögliche Kriegstrommeln aus dem Lager der Wemitowuk deutete. Während noch darüber gestritten wurde, ob und wie die Toten im Wrack der gesunkenen Galeere geborgen werden sollten, handelte Therion bereits und entsandte Azyr in Richtung der Trommeln, um frühzeitig vor einem möglichen Angriff gewarnt zu sein.

Mit einem Ruderboot näherte sich die Gruppe schließlich dem Wrack. Therion wirkte den Zauber Wasseratmen auf Murgrosch, Gotrek und sich selbst. Währenddessen schien Fuchsohr von Gewissensbissen geplagt. Nach dem Verstauen der Ausrüstung begann der gefährliche Tauchgang. Fuchsohr tauchte direkt zum Wrack ab, während Murgrosch und Gotrek über den Heckaufbau ins Innere des Schiffes eindrangen. Unter Wasser kämpfte Gotrek mit panischer Angst und Atemnot, da er dem Zauber nicht vollständig traute, während Murgrosch keinerlei Probleme zeigte. Gemeinsam mit Therion entdeckte Fuchsohr schließlich die Leichen zahlreicher Rudersklaven, die noch immer an die Ruderbänke gekettet waren. Murgrosch begann schweigend, die Ketten von den toten Rudersklaven zu lösen, um ihre Körper für eine würdige Bestattung zu bergen. Keiner von ihnen hatte überlebt. Weiterlesen

Von Flederaffen und Geistergaleeren

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Chronik eines Gebundenen – Verfasst von Eldoril, Priester des E’li
(so gut ein Geist schreiben kann – mit Erinnerung, Gebet und dem Echo der Lebenden)

22.07.358 a. c. – Sanction, Morgengrauen
Die Sonne zwang mir die Nebelgestalt auf. Nicht draußen, wo ein Schatten noch Schatten sein darf. Nicht über Feldern, wo der Wind frei ist. Mitten in Sanction.

Mit dem ersten Licht nahm mir der Fluch den Leib – nicht wie ein Dolchstoß, sondern wie eine kalte Hand, die etwas Vertrautes langsam aus mir herauszieht. Fleisch verlor Gewicht, Knochen ihre Gewissheit. Ich zerfiel zu Dunst, zu bleichem, kaltem Nebel, der sich zwischen steinernen Mauern fing wie eine Schuld in einer Beichte.

Ich hasste diesen Zustand. Weiterlesen

(Un)heimlicher Aufenthalt in Sanction

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22.07.358 a. c. – Schwarzer Rauch quillt aus den mächtigen Vulkanschloten, deren Name wie ein böses Omen klingt: „Fürsten des Unheils“. Dichte Qualmwolken verdunkeln den Sommerhimmel, doch kräftige Seewinde treiben sie landeinwärts. Während meine Gefährten zwischen einigen geborstenen Felsbrocken Schutz suchen, verwandele ich mich in eine Möwe. In dieser unscheinbaren Gestalt breche ich zu einem Erkundungsflug über der feindlichen Stadt auf, die im Schatten des Gebirges liegt. Sanction … die Stadt, die eine Schlüsselrolle im Krieg der Lanze und den Plänen Ihrer Dunklen Majestät spielte. Die Fratze eines Drachen ist in eine der Bergflanken gemeißelt worden. Möglicherweise dient sie der Verehrung der bösen Götterkönigin. Glühende Lavaflüsse wälzen sich von den Vukanen herab. Sie fließen durch die Stadt und um sie herum, bevor sie sich ins Neumeer ergießen. Brodelnder Wasserdampf steigt von der See auf und legt sich über das Hafenviertel. Dort liegen Segelschiffe mit fremden Bannern und Galeeren der Minotaurier vor Anker. Soweit ich es sehen kann, bestehen alle Gebäude in Sanction aus Stein und tragen flache Dächer. Durch breitere Hauptstraßen drängt sich allerlei Volk und zwielichtige Gestalten treiben sich in finsteren Gassen herum. Sanction vorgelagert befindet sich ein weite Zeltstadt, die aus einem Armeelager entstanden ist. Ich sehe das Zeichen von Sargonnas, dem Roten Kondor, Söldner und anderes Kriegsvolk. Eine Straße führt von den Bergen her durch das Armeelager hindurch zum Stadttor. Diesen Weg werden meine Gefährte wohl nehmen müssen. Rasch trete ich den Rückflug an. Sanction umgibt eine Aura des Bösen. Sie erfüllt mich mit einem Unbehagen, wie es bisher keine Steinstadt vermochte. Einmal mehr vermisse ich Abgeschiedenheit meiner heimischen Wildnis und die Zelte der Que-Shu. Weiterlesen