Schlagwort-Archiv: DerEineRing

Tauchlotterie im Hügelgrab

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Mitten in der hellen Nachmittags-Sonne erklimmen wir das vor uns liegende Hügelgrab. Oben finden wir einen alten Lagerplatz und eine Steinplatte, die schon oft bewegt wurde, den Kratzspuren an ihren Rändern nach. Vielleicht der Eingang in das Grab? Raidriel und Rosabella kundschaften das Hügelgrab aus, um einen Eingang zu finden und kommen unverrichteter Dinge zum Rastplatz zurück.

Da wir den Vertrag mit dem Troll recht bald als erledigt abhaken möchten, einigen wir uns auf einen Abstieg in das Hügelgrab so lange wir noch Tageslicht haben. Mit vereinten Kräften schieben wir die Steinplatte vom Eingang und klettern an Raidriels Tau in die modrigen Tiefen, während sie vorsichtshalber am Eingang Wache hält, anlässlich der Warge, die so gar nicht wolfsartig, in einem Bau in der Nähe sitzen wie die Kaninchen. Weiterlesen

Schatten der Vergangenheit und neue Pfade

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Die Gefährten nutzten die Zeit für tiefgreifende Nachforschungen und diplomatische Gespräche, die ein dichtes Netz aus familiären Verstrickungen, alten Prophezeiungen und aktuellen politischen Spannungen offenbarten.

Identitäten und Familiengeheimnisse
Die Identität der jungen Scylda und ihrer Begleiter rückte ins Zentrum der Ermittlungen.

Die Spur der Heideninge: Durch Gespräche mit dem Tabakzüchter Hennes Springmaus und der Metzgerin Greta Beifuß klärte sich ein wichtiges Detail: Der Name Heide ist eine Kurzform von „Heidening“. Damit ist Tim Heide identisch mit Timeas Heidening. Weiterlesen

Die Mückenwassermoore

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Meinen Lebtag hätte ich nicht erwartet mit meinen Kameradinnen darüber zu debattieren, ob wir einer Karte folgen, die uns ein Troll übergeben hat. Nun, es ist wie es ist. Mutig wie wir sind stellen wir uns dem, was auch immer uns in diesen Mückenwassermooren erwarten wird. Ich schwöre bei all meinen Vorfahren diesen Troll meine Axt persönlich kennen lernen zu lassen, sollte er uns hinters Licht geführt haben.

Doch wer hätte das gedacht? Nicht nur der Troll und seine Karte scheinen uns in die Sumpfgebiete zu führen, sondern auch Nick Heidening, dessen abenteuerlustiger Sohn Tom wieder einmal wider seines Verstandes auf Reisen gegangen ist. Sein Vater verlangt (ganz recht, er fragt nicht, er verlangt), dass wir uns auf den Weg machen und seinen geliebten Sohnemann retten. Weiterlesen

Im Nebel des Vergessens

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20. tuilë im 76. loa des 49. yén der Zeitrechnung von Imladris

Die Morgensonne vermochte den Nebel im Tal nicht zu vertreiben. Dichter noch als am Abend zuvor lag er über der Klamm, schwer und unnatürlich, als halte ihn ein finsterer Wille gebunden. Das Kratzen und die wirren Handlungen der Unglücklichen erinnerten uns unheilvoll an Gwendaith im Turm, und wir wussten, dass wir dem Ursprung dieser Verderbnis auf die Spur kommen mussten.

So suchten wir das Grabmal und fanden in der Mitte des Tales eine alte, hölzerne Luke, halb verborgen im verdorrten Gesträuch. Als wir sie öffneten, entwich ein eisiger Hauch, kalt wie der Atem längst vergessener Tage. Da regten sich die Todesgeister im Nebel, und als wir uns umwandten, war Cornifera verschwunden. Weiterlesen

Die Chronik vom Turm der verdorbenen Stimmen

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Auszug aus den Reiseberichten der Cornifera Grünblatt – Frühjahr 2956 DZ

Während wir auf das erneute Erscheinen des Unholds warteten, verdichtete sich die Dunkelheit und legte sich wie Blei auf mein Herz. Kurz darauf erschien die vom Unhold besessene Kriegerin Gwendaith und der Kampf begann. Der Kampf war hart, aber das Glück war uns hold und der Unhold verließ seinen Körper und löste sich vorerst auf.

Doch das würde nicht so bleiben, solange der Körper von Gwendaith hier in diesem Sarkophag blieb. Also überlegten wir, was zu tun sei. Nach eingehender Beratung entschlossen wir uns den Sarkophag zu öffnen, den Leichnam herauszuholen und draußen im hellen Tageslicht zu verbrennen. Wir waren uns sicher, das dies auch der Wille der Kriegerin gewesen wäre. Weiterlesen

Wo Blut den Schatten ruft

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9. tuilë im 75. loa des 49. yén der Zeitrechnung von Imladris

Im Licht der Sterne stolperte der Gefangene aus einem verborgenen Pfad durch das Dornendickicht. Wir fingen ihn ab, ehe er in die Hügel entkommen konnte. Es war Tom – verängstigt, verwirrt und geschunden. Seine Hände waren von einem tiefen, blutenden Schnitt gezeichnet, als hätte ihn die Nacht selbst verwundet.

Plötzlich erhob sich ein kalter Wind, und etwas folgte der Blutspur durch das Gestrüpp. Aus dem Dickicht trat eine hochgewachsene, weibliche Gestalt, einbalsamiert wie eine Leiche aus alten Tagen, in Gewänder gekleidet aus der Zeit Arnors. Wir stellten uns ihr entgegen und mein Pfeil fand sein Ziel. Es entbrannte ein gefährlicher Kampf in der Dunkelheit, durchdrungen von Hexerei. Erst ein Streich Sigmars beendete das Grauen. Die Gestalt verging, und ein Schatten floh in Richtung des Turms. Ich war mir gewiss – ein Unhold hatte Besitz von einer toten Hülle ergriffen. Weiterlesen

Acht Räuber und zwei Dumme

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7. April 2956 DZ, östliche Wetterberge 

Wir können acht Angreifer erkennen, fünf von ihnen springen über eine niedrige Stelle an der Mauer in den Hof, drei weitere entzünden Brandpfeile und schießen auf die Hausdächer. Wir springen aus der Deckung und rennen auf den Hof zu. Sigmar ruft „Aufhören“, was die Strauchdiebe kaum ablenkt. Annúngildor und Cornifera beschießen die drei Bogenschützen, während wir anderen drei zum Hof rennen. Hier wehren sich die Bewohner verzweifelt gegen Angreifer. Als die ersten Angreifer besiegt werden, flieht Tom. Der Kampf dauert nicht lange, bis die Angreifer im Hof und die Bogenschützen fallen. Doch auch Farweld blutet und zwei Knechte liegen am Boden. Weiterlesen

Der Hof von Farrell

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Am Rand der zivilisierten Lande beginnt die Welt, anders zu klingen. Der Wind trägt dort nicht nur Wetter, sondern auch Gerüchte, und selbst ein ausgetretener Weg kann plötzlich wirken, als führe er in Vergessenheit statt zu einem Ziel.

Auf dem Weg zu den Wetterbergen

Am 1. April 2956 D.Z. zogen wir ostwärts, der Alten Straße folgend, hinauf in jene offenen, rauen Weiten, wo das Land sich streckt und die Hügel wie vernarbte Rücken im Dunst liegen. Hinter uns verblassten die Lichter der Menschen, vor uns wuchsen die fernen Zacken der Wetterberge, hart und kalt gezeichnet, als hätten sie gelernt, jeden Frühling nur widerwillig zu dulden. Weiterlesen

Ausflug in den Chetwald

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Erste Reiseeindrücke von Rapolda Rhododendrona Reitgras

Als wir fertig sind, sickert eine Menge Blut in den Boden und bei Tageslicht würde das deutliche Dunkelrot schon nicht mehr so lecker wirken. Aber es muss schon Mitternacht sein und in der Dunkelheit könnte lediglich der Geruch etwas erahnen lassen.

Es ist wieder einer dieser Wälder, die von außen und auch noch am Rande sehr einladend und heimelig wirken und je tiefer man in ihn vordringt und dieses Knarren und Knarzen fast wie ein Gespräch zwischen den Bäumen wirkt, desto mehr wünscht man sich, dass man NICHT auf ihn hineingefallen wäre. Weiterlesen

Verdorbene Äpfel

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Verdorbene Äpfel – Auszug aus den Reiseberichten der Cornifera Grünblatt

18. September 2955 DZ

Im letzten Kellerraum des Smials der Unterbaums traten wir endlich Hirlinion und Gorlanc dem irren Zauberer entgegen. Beide fielen unter unseren Angriffen. Im Tod verlor das Gesicht des Zauberers seine irre Fratze der Besessenheit und er lag friedlich, fast wie schlafend am Boden. Aus Gorlancs Leiche erhob sich zu unserem Entsetzen eine schwarze Schattengestalt, die wie vom Winde verweht entschwand. An seiner Leiche fanden wir das Rezept des Gegengifts, das wir für Knospes Heilung benötigten. Es erstaunte uns etwas, dass es in Sindarin aufgeschrieben war. Weiterlesen