Archiv der Kategorie: Der Eine Ring

Dunkel hallen die Wetterspitzen

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Dunkel hallen die Wetterspitzen – Ein Bericht Damrods, des Hüters

15. Tag des Blattermondes, im Jahre 2955 D.Z. — Wälder östlich von Bree

Es war einer jener Morgen, an denen der Nebel schwer in den Tannen hing und der Wind aus Osten kam, träge, feucht, und doch unheilvoll. Noch immer verweilten wir im alten Versteck der Waldläufer, verborgen zwischen den Wurzeln des Breeberges, während sich am fernen Horizont über der Wetterspitze ein rötliches Leuchten zeigte. Es flackerte nächtlich wie ein heimliches Feuer in der Ferne, ein Zeichen, das wir nicht deuten konnten.

An meiner Seite war Berelas, jene gezeichnete Frau, deren Schicksal sich mit einem Ring verknüpft hatte, dem Ring der Sieben Juwelen. In ihrem Blick lag Zweifel, in ihren Worten Reue, denn der Ring barg nicht nur Schönheit, sondern auch einen Fluch, den sie einst in Unwissenheit selbst ausgesprochen hatte. Nun wog ihre Seele schwer, und sie fragte sich, was mit dem Ring geschehen sollte. Weiterlesen

Die Rächerinnen

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Jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Das Grab von Timeas ist aufgewühlt. In ein paar Metern Entfernung liegt eine Schaufel, trotzdem fängt Tom an mit den Händen weiter Erde weg zu schaufeln. Das Grab ist allerdings leer. Tom meint Timeas Leichnam muss von dem „Gespenst“ mitgenommen worden sein. Rianva fragt Tom wieso er denn nicht bei der Beerdigung gewesen ist. Seine Antwortet ist: “Ich konnte nicht.“ Er versteht nicht, wieso sein Onkel das Geheimnis des Geldes mit ins Grab genommen hat und es nicht, wie er immer sagte, mit seiner Familie geteilt hat. Eine Schatzkarte hatte er Tom einmal gezeigt, aber im Haus war sie nicht mehr, da hat Tom bereits nachgeschaut. Sein Vater und der Rest der Familie wussten ebenfalls von der Karte, genauso wie die alten Freunde von seinem Onkel, die damals den Schatz mit ihm dort gefunden haben. Das ist aber schon über 20 Jahre her. Tom erzählt uns, dass sein Vater kein großer Freund von Abenteuern ist und er auch nicht möchte, dass Tom in die Fußstapfen seines Onkels tritt. Tom vertritt allerdings fest die Meinung, dass der Schatz sein Erbe ist. Weiterlesen

Willkommen im Tänzelnden Pony!

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Nach dem verhängnisvollen Kampf gegen ein gutes Dutzend Wegelagerer, bei dem der Vater meiner neuen Weggefährtin, der Zwergin Rumpelbeere Rotbart, ums Leben kam, begegneten uns, das sind außer Rumpelbeere und mir, Raidriel, einer Elbin aus Lindon, noch Rianva die Waldläuferin, Rosabella Rebensaft, die Breeländerin und Rapolda Reitgras aus Hobbingen, Gandalf der Wanderer.

Er hörte sich unsere Geschichte an und bat uns, mehr über diese Wegelagerer in Bree herauszufinden, denn er vermutet eine gut organisierte Bande hinter diesem Angriff und weiteren dieser Art. Nur zu gern stimmen wir zu, um den Mördern von Rumpelbeeres Vater beizukommen. Wir verabreden uns mit Gandalf im Tänzelnden Pony. Weiterlesen

Indizien aber keine Erkenntnis

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Unter der Führung der edlen Elbin Celedriel betraten wir das Lager der Elben – ein Ort von beeindruckender Anmut und tiefer Geheimnisse. Die Luft schien von einem sanften, silbrigen Glanz erfüllt, der von den Blättern der hoch aufragenden Bäume ausging und eine fast magische Ruhe ausstrahlte. Die angesehene Dame Irimee lud uns herzlich ein, an ihrem Tisch Platz zu nehmen.

Nachdem wir uns ausführlich vorgestellt hatten, begann eine Reihe faszinierender Gespräche. Geschichten von längst vergangenen Zeiten und düsteren Prophezeiungen füllten die Nacht mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Beklommenheit. Diese Gespräche führten uns zu beunruhigenden Erkenntnissen: Der Kalte Schatten – eine finstere Präsenz – existiert in weiter Ferne, doch seine dunkle Macht wurde hier her gerufen. Eine düstere Seele scheint ihn zu beherrschen. Zu allem Überfluss war seine Energie der Macht der Heilerin auf unheimliche Weise ähnlich. Außerdem nahm sie eine Präsenz aus Eregion im Handelszug wahr – ein Hinweis auf alte Geheimnisse und potenzielle Gefahren. Weiterlesen

Ein Hauch von Eis aus alter Zeit

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8. yávië im 74. loa des 49. yén der Zeitrechnung von Imladris

Beim Aufbau unseres Lagers senkte sich plötzlich eine schattenhafte Wolke aus der grauen Dämmerung auf mich herab. Sie berührte meine Haut, und augenblicklich erstarrte mein Leib in eisiger Kälte, unfähig, sich zu regen. Wie von einer unsichtbaren Hand geführt, löste sich das dunkle Gebilde wenig später wieder auf, zurücklassend nur die bittere Gewissheit: Es war dunkle Hexerei, uralt und verderbt, wie mein Wissen mir flüsterte.

Am Morgen ließen wir den Handelszug unbehelligt an uns vorüberziehen und suchten danach ihr Lager auf. Was wir fanden, war wenig erbaulich: Zwerge, schlecht versorgt und ermattet, leere Flaschen eines Heiltranks, der mehr nach schalem Branntwein roch als nach echter Arznei. Damrod, der die Spuren zu deuten versteht, fand unweit vom Lager frische Abdrücke des Wolfsrudels im Wald. Weiterlesen

Die Verlassene Herberge

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10. August 2955 drittes Zeitalter morgens

Frühmorgens brechen wir auf und wandern auf der Alten Straße nach Osten, nach einem sehr strammen Marsch erreichen wir noch am Abend des selben Tages die Verlassene Herberge. Den ganzen Tag passiert nichts Aufregendes. Wir passieren den Chetwald südlich und sehen nur einige einzelne Höfe verstreut liegen. Nur nachmittags hören wir nördlich aus dem Wald einiges Wolfsgeheul. Anderen Reisenden begegnen wir nicht.

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Düstere Warnung aus alten Legenden

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Nach den Strapazen des letzten Abenteuers kehrt die Gruppe in die vertrauten Gefilde von Bree zurück. Körper und Geist erschöpft, nutzen sie die Gelegenheit, um ihre Wunden zu versorgen, die dunklen Schatten der vergangenen Ereignisse abzustreifen und die erworbenen Schätze gerecht aufzuteilen. Zunächst wird Jari, der Zwerg, der Gerichtsbarkeit übergeben. Die Gruppe hegt keinen Zweifel an seiner Schuld, denn seine ruchlose Tat, unschuldige Seelen bewusst ins Verderben zu schicken, ist nicht zu leugnen. Dennoch wissen sie, dass Jari mit Ausflüchten und Manipulation versuchen wird, sich seiner Verantwortung zu entziehen. Ihre Hoffnung liegt darauf, dass der Vogt Twyc Grünblatt Gerechtigkeit walten lässt, obwohl sein Vorschlag, die Zwerge über das Urteil entscheiden zu lassen, die Gruppe in Sorge versetzt. Sigmar, erfüllt von einer tiefen moralischen Überzeugung, bietet sich selbst als Vollstrecker der Strafe an, sollte es an Alternativen fehlen. Weiterlesen

Auferstanden aus dem Grabe

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Breeland, 23. Juni 2955 DZ

Es war inzwischen tief in der Nacht wir waren immer noch in der Grabkammer gefangen. Wir hatten es vorerst aufgegeben, nach einem weiteren Ausgang zu suchen und uns für ein kleines Nickerchen hingelegt während Sigmar Wache hielt.

Conifera blieb derweil oben in einem Versteck. Sie hörte Wölfe, zum Glück in weiter Ferne. Als sie sicher war, dass die Wache unaufmerksam genug war, suchte sie einen starken Ast und Schlich damit zu dem Felsblock, mit dem der Grabhügel versperrt war. Sie suchet einen kleinen Stein und warf ihn mit einer Botschaft zu uns ins Loch hinunter. Damit übermittelte sie uns, dass sie versuchte den Stein vom Loch zu hebeln. Weiterlesen

Gefangen in der Grabkammer

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Der Schatz in den Mückenwassermooren – Gefangen in der Grabkammer – 23. Juni 2955 DZ Auszug aus den Reiseberichten von Cornifera Grünblatt

Natürlich begannen wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Der gestrige Tag hatte sehr viel Energie gekostet, die wir damit erneuern wollten. Außerdem weiß man ja nie, was einem im Innern eines Grabhügels erwartet.

Danach begannen wir mit der Erkundung. Zunächst ließen wir eine Fackel hinab um das Innere auszuleuchten. Was wir sahen, dämpfte ein wenig unsere Träume. Es standen zwar 4 Särge in der Grabkammer, jedoch waren sie offensichtlich schon geöffnet worden und zwischen ihnen lagen Rucksäcke und Ausrüstungsteile einer Abenteurergruppe, vermutlich jener der auch Toms Onkel Timeas angehörte. Weiterlesen

Düstere Schatten unter silbrigem Lichte

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29. lairë im 74. loa des 49. yén der Zeitrechnung von Imladris

Unter einem sternenübersäten Himmelszelt loderten die Flammen eines großen Feuers, das unser Lager wärmte und die Bestien fernhielt, während die Nacht sich wie ein Schleier um uns legte. In der Dunkelheit schlich das Rudel Wölfe um uns herum, ihre Augen funkelten im Licht des Feuers, ihre Bewegungen lautlos und wachsam. Doch als ich meinen Blick zum Horizont wandte, entdeckte ich den silbrigen Schimmer des Mondlichts, der sanft den Königsstuhl und den Schwarzen Grabhügel umspielte, wie ein leises Zeichen aus einer anderen Zeit.

Mit Bedacht und List öffneten wir eine Flanke unseres Lagers und stellten den Wölfen eine Falle. Sie, getrieben von dunkleren Dingen als Hunger und Instinkt, stürzten sich in unsere List, doch die Verluste, die sie erlitten, zwangen sie bald zum Rückzug. Der Rest der Nacht verlief in gespenstischer Ruhe, als hätten selbst die Schatten beschlossen, zu schweigen. Weiterlesen