Archiv des Autors: Thorti

Der Mondturm 1 – Karbunkel, ein wahrlich gesegneter Ort

Schreibe eine Antwort

Dienstag, der 10. Tag des VIII. Monats im Jahre 888 nG

Auf Caribtus‘ Bitten hin reisen wir von Kreuzing in das Dorf Karbunkel. Dort soll in jeder Vollmondnacht ein Elfenturm erscheinen, der den Türmen in Kreuzing gleicht. Dem Magier ist aufgefallen, dass die geheimnisvollen Türme, die sich unantastbar zwischen den menschlichen Bauwerke erheben, wieder Zeichen magischer Aktivität zeigen.

Donnertag, der 12. Tag des VIII. Monats im Jahr 888 nG

Zur Mittagsstunde erreichen wir ein Schild, das uns von der Hauptstraße aus den Weg nach Karbunkel weist. Kurz darauf überquerten wir einige Hügel und sehen vor uns das Dorf. Es wirkt auf den ersten Blick klein und schäbig; circa zwei Dutzend graue Häuser, die sich um einen Gasthof, eine Stellmacherei und eine kleine Kirche schmiegen. Rings um Karbunkel liegen noch ein paar vereinzelte Bauernkarten verteilt. Jenseits des Dorfes breitet sich eine karge Heidelandschaft aus, die von weißen Blumen gespickt ist. Weiterlesen

Tempel der Schatten 5 – Die Katakomben des Katandramus

Schreibe eine Antwort

Donnerstag, der 19. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG. Mit gezückten Waffen wagen wir uns in Richtung der herrschaftlichen Villa von Katandramus vor. Eine unbekannte Gewalt hat das Gebäude erschüttert; die oberen Stockwerke sind eingestürzt. Über dem zerstörten Anwesen irrlichtert ein scharlachroter, kränklicher Schein den Nachthimmel entlang. Doch das Erdgeschoss erhebt sich noch auf der Klippe am Stadtrand.
Vor uns auf dem Weg erkennen wir eine Kutsche mit angespannten Pferden. Im trüben Licht einer Laterne, die an der Droschke hängt, sehen wir das Siegel der Inquisition. Also muss sich Randolfus ebenfalls auf dem Grundstück befinden. Doch der Weg hoch zur Villa wird von alten Zedern flankiert und düstere Gestalten scheinen zwischen den Bäumen umher zu kriechen. Weiterlesen

Tempel der Schatten 3 – Willkommen in der Seuchenstadt

Schreibe eine Antwort

Mittwoch, der 17. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG. Es ist ein trauriger Tag auf dem Kemphof, denn nach Aldmars dramatischer Selbsttötung muss nun der zweite Sarg gezimmert werden. Vater und Sohn sind beide an einem Tag verstorben. Insbesondere Tamara, die neue Geliebte von Aldemar, ist verstört und steht neben sich. Melina versucht, mit der Trauernden zu sprechen. Hat sie irgendwas über Aldemars magische Experimente oder über Beatrice Lucano gewusst?
Doch Tamara ist zu sehr schockiert, um jetzt über diese unangenehmen Dinge zu sprechen. Stattdessen fällt sie Melina um den Hals und bittet darum, sie mit nach Kreuzing zu nehmen. Sie will auf keinen Fall hier auf dem Kemphof bleiben. Melina stimmt zögernd zu, Tamara mitzunehmen. Daraufhin packt Tamara ihre Sachen im Gesindehaus zusammen und die beiden gesellen sich zu uns.
Wilbur ist jedoch nicht bereit, Tamara sofort zu vertrauen. Er spricht Tamara auf Aldemars letzte Geliebte an, das Wechselbalg Adira, die in seine Nekromantieversuche verwickelt gewesen ist. Weiterlesen

Tempel der Schatten 1 – Das Schicksal des Olmor Kemp

Schreibe eine Antwort

Montag, der 16. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG – Nachdem wir die von monströsen Insekten befallenen Minen von Gundren Eisenkrämer in den Schwarzen Hügeln verlassen haben, erreichen wir am Nachmittag des 16. Tages das Dorf Pfeilers Ruh, in dem Wilbur Weinberger ein kleines Haus sein Eigentum nennt.
Er berichtet Jeannie vom Tod Joran Kellers, sie wirkt ehrlich betroffen. Seitdem der Säugling eines Fischerehepaares vor einigen Nächten verschwand, ist im Dorf glücklicherweise nichts Schlimmes mehr passiert. Doch Jeannie erzählt von einem Fuhrmann, der aus Avelten gekommen ist und berichtet hat, dass dort vor einigen Monaten ebenfalls ein Neugeborenes verschwunden ist. Zudem seien schon seit einiger Zeit keine Reisenden mehr aus Kreuzing nach Pfeilers Ruh gekommen, erzählt Jeannie. Auf den Landstraßen hat der Fuhrmann das Gerücht aufgeschnappt, dass die Stadt abgeriegelt worden sein soll. Weiterlesen

Der König in Rot 9 – Die Scherben des Chaos

Schreibe eine Antwort

Mittwoch, der 11. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG — Tief unter dem Alten Wald beratschlagen wir, in welchen Teil des unterirdischen Elfenschreins wir als nächstes vorwagen sollen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir stellen uns der Statue, die schon einen Freund meiner neuen Bekannten erschlagen hat oder wir erkunden die gewaltige Höhle, die sich jenseits eines Balkons erstreckt.
Diese Kaverne scheint natürlichen Ursprungs zu sein. Ihr Grund liegt 10 Meter unter uns und ist mit Felsbrocken bedeckt, aber auch Knochen kann ich von der Galerie aus erspähen. Zudem liegt ein muffiger Geruch nach Kot in der abgestandenen Luft. Anscheinend haust ein Tier dort unten, vielleicht auch Schimmers. Krätze kann noch immer eine Quelle magischer Macht in der Nähe spüren. Der Goblin ist sich aber sicher, dass sich diese nicht in der Höhle befindet.
Nach kurzer Diskussion beschließen wir den Kampf mit der Staute aufzunehmen. Ich reiche meine Pistole an Melina weiter. Sie soll versuchen, der Statue die Goldmünze mit dem Auge darauf aus der Hand zu schießen, damit keiner von uns unter den Bann der steinernen Wächterin gerät. Krätze beschwört seine Armbrust herbei, meine Aufgabe wird es sein, die steinerne Wächterin im Nahkampf an mich zu binden. Weiterlesen

Der König in Rot 7 – Der Schrein des Wahnsinns

Schreibe eine Antwort

Montag, der 9. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG – Nach ihrem Sieg über das Kettenscheusal beschließen Melina, Wilbur, Krätze und Joran in den vergessenen Elfenschrein eindringen. Welche Geheimnisse mag das unterirdische Bauwerk verbergen und was genau ist die Quelle der mächtigen Chaosmagie, die Krätze unter der Erde spüren kann?
Nachdem der untote Wächter verbrannt worden ist, können sich die vier Gefährten wieder gefahrlos in den dunkeln Schacht vorwagen, der den Eingang zum Schrein bildet.
Also steigen sie die Stufen hinab, bis sie die Wasseroberfläche des Schachtes erreicht haben. Unter dem Wasserspiegel sehen die vier im Licht ihrer Fackeln ein gusseisernes Tor. Scheinbar wurde es vor langer Zeit gewaltsam aufgebogen und steht nun einen Spalt weit offen. Wilbur beginnt sich zu entkleiden und bindet sich ein Seil um seinen dicken Bauch. Der Halbling taucht in das kühle Wasser ein, während Joran das Tau sichert, um Wilbur bei Gefahr wieder zurückziehen zu können. Weiterlesen

Der König in Rot 6 – Der Stinker platzt!

Schreibe eine Antwort

Montag, der 9. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG – Im Morgengrauen brechen wir in den Alten Wald auf, um uns dem untoten Kettenscheusal zu stellen, das noch immer tief in dem Brunnen lauert, der den Zugang zu einem mystischen unterirdischen Schrein darstellt. Wir haben uns dazu entschieden, dass dem durch Nekromantie erschaffenden Wächter der Garaus gemacht werden muss, bevor sich das Monstrum befreien kann und es über Pfeilersruh herfallen wird.
Das heutige Wetter ist bereits am Morgen drückend schwül. Doch im Schatten der dichten Baumkronen des Alten Waldes ist es erträglicher. Ich setze mich an die Spitze der Gruppe, um sie auf dem schnellsten Wege zurück zum vergessenen Elfenschrein zu führen. Als wir ein ganzes Stück der Strecke zurückgelegt haben, hört Melina vor uns Knurren und Fiepen aus dem Dickicht. Dort scheinen sich mehrere Kreaturen aufzuhalten. Noch haben sie uns nicht bemerkt… Weiterlesen

Der König in Rot 4 – Rüstzeit

Schreibe eine Antwort

Donnerstag, der 5. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG Wir verbringen die Nacht tief im Alten Wald, ein dichtes Gebüsch dient uns als Unterschlupf. Während wir in der Dunkelheit ausharren, dringen unheimliches Gebrüll und andere, schauerliche Laute an unser Ohr. Da streift eine Vielzahl von Kreaturen durch den Wald, denen wir lieber nicht begegnen wollen. Später dann öffnet noch der Himmel seine Schleusen. Zwar schützt uns das Blätterwerk vor den prasselnden Regentropfen, doch nicht vor den Rinnsalen, die bald in unser Versteck sickern… Weiterlesen

Der König in Rot 2 – Lange dürre Finger

Schreibe eine Antwort

Dienstag, der 3. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG – Nach wir in Wilburs kleinem Häuschen ein gemeinsames, leichtes Frühstück verzehrt haben, macht sich der Halbling auf den Weg zum Archivar Brayan. Er will mit dem Geistlichen nochmal über die Expedition zur geheimen Höhle tief im Alten Wald sprechen. Während Jeannie sich sich um den Haushalt und ihren Sohn Pell kümmert, brechen auch Krätze, Melina und ich auf. Der Goblin will herausfinden, was aus Aldemar Kemp geworden ist, nachdem wir Pfeilersruh im Frühjahr in Richtung Kreutzing verlassen haben. Melina und mich hingegen zieht es in den Alten Wald. Wir wollen auskundschaften, ob sich die Dunklen Schriftzeichen, die in die Rinde eines Baumes eingebrannt wurden, dort noch immer finden.
Als Wilbur bei Brayan anklopft, ist der Priester durchaus erfreut, den Gelehrten wiederzusehen. Der Archivar bietet dem Halbling Tee an. Als sie über die geplante Exkursion zu jener Höhle reden, in welcher der Priester hofft, in die Sphäre des Göttlichen spähen zu können, fallen dem Halbling kleine Schnittwunden an dessen Händen auf. Weiterlesen

Nymians Tränen 4 – Aveltens verlorene Kinder

Schreibe eine Antwort

Montag, der 1. Tag des VII. Monats im Jahre 888 nG – Es war bereits die zweite Stunde nach Mitternacht verstrichen, als Ronius, der Dorfpriester von Avelten, die Wunden von Melina, Wilbur und mir versorgte, die wir uns im Kampf gegen diese verdammten Rotkappen zugezogen hatten. Zwar hatten wir die blutgierigen Wichtel besiegt, doch nur mit knapper Not. Fast hätten die kleingewachsenen Graubärte uns den Garaus gemacht. Um so erschütterter waren wir, als Terence Hügel uns berichtete, dass ihm Pell entwischt war. Wo mochte der Junge nur sein?
Nachdem Priester Ronius unsere Wunden verbunden hatte, wankte der sichtbar angetrunkene Geistliche wieder zu seiner Kirche, um seinen Rausch auszuschlafen.
Doch wir konnten bei aller Erschöpfung noch nicht an Schlaf denken. Das ungewisse Schicksal Pells ließ uns keine Ruhe. Zusammen mit Terence Hügel gingen wir nochmal zu dem kleinem Haus, in dem der Junge mit seiner Mutter lebte.
Wilbur Weinberger fiel auf, dass der Dorfbüttel nervös an seiner Kleidung herum zupfte oder unsicher über seine Schulter späte, wenn er meinte, dass wir ihn nicht beobachteten.
Irgendwas stimmte nicht mit Hügel… Weiterlesen