Archiv des Autors: Agrawan

Von Bier, Gesang und dummen Händlern

Schreibe eine Antwort

Erster Tag, Abends

Wir sind im Gasthof „Drachenkopf“ angekommen. Spelunke, aber ein warmes Bett. Bier kennen sie hier nicht, nur Plörre mit Geschmack. Bei meinem Bart, was gäbe ich für einen guten Humpen. Die Aufgabe Gloins lastet auf meinen Schultern, auch wenn es eine Last ist, die ich voller Freude trage. Bin mit Folkmarr – guter Kerl, starker Arm! – angekommen, und naja, das Spitzohr (Arien) war auch noch dabei. Etepetete, aber sie hat wenigstens genug Geschmack um den Wert von alten Zwergenliedern anzuerkennen. Haben hier noch so’n Spitzohr – Spitzohr 2? Naja eigentlich heisst er Noil – getroffen und einen Waldmenschen, glaube Odo, mit seinem Kalb von Hund, Beo. Wo wir gerade beim Essen sind: Gar nicht mal so schlecht der Eintopf. Weiterlesen

Rorin, Sohn des Dorin: Lektionen in Rache

Schreibe eine Antwort

„Eins bist du dem Leben schuldig: kämpf‘ und duld‘ in Ruh.
Bist du Amboss, sei geduldig, bist du Hammer, schlage zu!“

Deng. Deng. Deng. Das gleichmäßige Schmettern des Hammers auf das erhitzte Metall hallte in dem runden Raum wider, der eine alte und viel genutzte Schmiede beinhaltete. Jeder Schlag schleuderte Funken in die rauchgeschwängerte Luft und ließ sie, winzigen Kometen gleich, aufsteigen, bis sie ihren Zenit erreichten und ausglühend wieder gen Boden fielen, erloschen.

Sie glichen Leben. Auch ein Leben strahlte in voller Pracht, die Seele in ganzer Entfaltung, bis irgendwann der Punkt kam, an dem das Licht schlagartig erlosch und alle Herrlichkeit zurück in den Nebel des Nichts stürzte. Zurück blieb nur die Hoffnung, dass die nächsten Funken aufstieben würden und das Werk von Leben und Generationen somit weiter Form annahm. Weiterlesen

Arien: Ein musikalisches Erbe

Schreibe eine Antwort

Arien, nun 108 Jahre auf Mittelerde, lebte den Großteil ihres Lebens in Thranduils Hallen. Hier lernte sie nicht nur Irime sowie eine Gesandte der Waldelben, Rodwen, sonder auch deren ehemaligen Leibwächter Noil kennen. Arien hatte eine gute Freundin, Galia, mit der sie viele Stunden des Bogenschiessens verbracht hatte. Diese war ihr auch eine große Stütze in der Zeit, als der Vater Ariens in den Kriegen verstarb. Arien bekam von ihm seine Harfe vererbt, die sie Zeit seines Lebens nicht anfassen durfte und auch ein bisschen wütend darüber war. Nun würde sie alles geben, um ihn noch einmal sehen zu können, dafür würde sie sogar Elylenn (goldener Klang) eintauschen. Weiterlesen

Folkmarr, Sohn des Elfric: Wächter

Schreibe eine Antwort

„Ein Wächter muss drei Dinge besitzen: Einen scharfen Blick,
den Mut zu handeln und ein Schwert, die Seinen zu schützen.“

Fünf Jahre ist es nun her – ich war erst ein Kind von 13 Sommern, Sohn des Zweiten der Stadtgarde, Elfric – als mir mein Vater das Schwert meines Großvaters gab. „Wir ziehen gen Erebor.“, sagte er, „Pass auf unsere Familie auf, so wie ich es tun würde.“ Zuvor hatte der Feuerbrand des Drachen Esgaroth, meine Heimat verwüstet, die verkohlten Stümpfe ragten klagend aus dem Wasser. Nun würde er mit Bard – dem Meisterschützen, dem Drachentöter – zum Einsamen Berg ziehen, um den Schatz für die Zerstörung von Seestadt zu fordern. Weiterlesen