Schrecken im Eis IV – Blutiges Glyndhaven

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Aus Styrvakes Journal – 6. Rondra 1023 BF – Abends – R’dack hatte mir schwer zugesetzt aber das fellige Mistvieh lag endlich mit zahlreichen tiefen Wunden verziert im Dreck. Der seltsame Onkel, der dringend mal einen Brillenmacher aufsuchen sollte, kam – Swafnir sei gepriesen – nicht auf den Strand, um uns zur Rede zu stellen, sondern fuhr mit seinem Schiff von dannen. Meine Gefährten und ich versorgten die Verletzten und befreiten die ca. 20 Gefangenen. Zusammen mit unseren Yeti Verbündeten begaben wir uns zurück zu deren Dorf. 

In den nächsten Tagen unterhielten wir uns mit allerlei Leuten und stellten Mutmaßungen über die neuerlichen Verwicklungen von Lystramon an. Von Galandel Yetimutter erfuhren wir, dass es sich bei dem Mann mit dem Wirbel anstatt eines Auges wohl um ein hohes Tier des Namenlosen handeln soll. Galandel nannte ihn (oh wie einfallsreich) Der Schrecken im Eis.

13. Rondra 1023 BF – Wir waren schon seit einem Tag am Strand, wo uns vor ein paar Tagen die Kogge aus Riva von Kapitän Varman Asterneer abgesetzt hatte. Am Morgen hatte der Praios Akoluth Aurew Praioslob Elsborn eine Messe abgehalten, weil – und ich zitiere – die Sonne schien (seufz). Am Nachmittag sahen wir unweit der Insel eine thorwalsches Schiff vorbeiziehen, doch auf unsere Signale reagierten sie nicht. Es war auch nicht anders zu erwarten. Wer landet schon an einem Strand an dem knapp 30 Menschen stehen. Sheanna nutzte aber die Wartezeit, um sich über das Rahja Artefakt und über die Bernstein Karawane schlau zu machen. Erst am nächsten Tag hatten wir Glück denn die Kogge von Varman hatte tatsächlich ihre Reise schon absolviert und nahm uns wie versprochen wieder auf. Kurs Glyndhaven.

16. Rondra 1023 BF – Neben all den Aufgaben und Zielen, die mir das Schicksal im letzten Jahr aufgebürdet hatte, habe ich mit Einlaufen in Glyndhaven mir nun auch ein eigenes gesteckt. Die Stadt muss gebrandschatzt und vom Angesicht der Welt getilgt werden. Am Strand, gleich neben dem Hafen, lagen Walkadaver. Dort lagen so viele, dass der Sand sich blutrot gefärbt hatte. Der ablandige Wind brachte unserer Kogge auch schon ausreichend früh den strengen Geruch entgegen. Und als wir näher heran kamen, konnte man kleine weiße Goblins erkennen, die die Kadaver wie die Metzger bearbeiteten. Wenn das Praioten Kloster im Feuer der Stadt mit untergehen würde, hätte die Welt gleich 2 Probleme weniger. Eine ehrbare Aufgabe!

In Glyndhaven trafen wir zunächst auf eine Thorwalerin, eine Priesterin des Efferd. Ich bebte innerlich so vor Zorn, dass ich gar nicht richtig zuhörte was Sheanna, Lyoscho und die anderen von ihr wollten. Sie fragten vermutlich nach dem Weg, nach einer Gaststätte und nach dem Kloster. Unsere Truppe trennte sich schon und zog unterschiedlicher Wege. Wir hatten uns schon auf ein Gasthaus „Zur Daunenweiße“ verständigt wo wir einkehren würden. Da schalt ich zu guter Letzt die Priesterin eine Verräterin und warf ihr vor wie sie in diesem von Swafnir verlassen Ort ihr Dasein fristen könne. Sie war sichtlich verdutzt, blieb aber freundlich. Sie faselte etwas von einer Walbrandung. Angeblich ein natürliches Phänomen. Ich widmete mich lieber einem anderen Phänomen. Der Besänftigung von Zorn durch Alkohol.

17. Rondra 1023 BF – Ich hatte einen ziemlichen Kater am nächsten Tag, Trotzdem erkundete ich die Stadt nach strategisch wichtigen Brandherden. Mit Sigdur hatten wir verabredet, dass wir erst am nächsten Tag aufbrechen würden. Außerdem mussten noch Gastgeschenke besorgt werden. Alle anderen gingen in das Kloster hinauf. Fenew hatte zwar des Abends einen anderen Praioten, Reto von Sturmfels, kennen gelernt und warnte noch am Frühstückstisch davor, dass die mit Vorsicht zu genießen sein. Den den er getroffen hatte, hätte angeblich sogar zaubern können. Aber magische Gefahren konnten meine Gefährten bisher noch nie erschrecken.

Die Äbtissin Quenia Goldwige vom Berg empfang Tsaekal und all die anderen. Man palaverte über das Artefakt der Rahja. Über Sinn und Unsinn des Klosters. Über die Bernsteinkarawane. Und Lyoscho hat bestimmt noch über Gott und die Welt erzählt. Schließlich wurden aber alle in die Katakomben geführt und man konnte sich diverseste Artefakte anschauen. Unvermittelt kippte Fenew aus den Latschen. Die begleitenden Wachen sagten, dass das nur passieren würde, wenn Fenew gezaubert hätte. Was allerdings auch Fragen bei Fenew hervorrief.

 

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