Zeichen der Vergänglichkeit IV – Gariguuna

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Am Abend kehrte Tsaekal zu den Gefährten zurück. Er hatte sich in den zurückliegenden Tagen in der Wildnis herumgetrieben und darüber die Zeit vergessen. Auch ihm war aufgefallen, dass es im Tal von Neu-Drakenstein um einiges kälter war, als im Umland. Im Haus des Dorfschulzen Linnjew Karjensen untersuchte Meister Lyoscho am Abend die an Atemnot leidende Tochter Janne. Noch während er den Odem Arkanum zauberte, erwachte das Mädchen und erbrach im Schwall brackiges Wasser. Als sie wieder einigermaßen bei Sinnen war, berichtete sie von einem Traum, in dem sie im See ertrunken war. Es klopfte an der Haustür. Arvid Nagraski, ein Mann aus dem Dorf, erzählte Linnjew aufgeregt, dass seine Tochter erkrankt sei, nachdem sie etwas von dem Brot gegessen hatte, dass Styrvake ihr gegeben hatte. Unheimliche Dinge gingen vor sich. Und nach allem war es nicht verwunderlich, dass die Gefährten in der Scheune anstatt im Haus übernachteten. Der Schulze war darüber sehr erleichtert.

Als Tsaekal und Styrvake Wache hielten, beobachteten sie eine Frau, die im Dorf umher huschte. Während der Nivese die Verfolgung aufnahm, weckte der Thorwaler die Anderen, es gelang ihnen aber nicht mehr, der Gestalt und Tsaekal zu folgen. Später berichtete dieser davon, dass er die Frau, Peranka Karjensen, bei einem Tête-a-tête mit einem der Männer aus dem Dorf, Dulgjew Peddersen, beobachtet hatte. Bemerkenswerter war allerdings, dass der See, um den das Dorf errichtet war, offensichtlich von der Mitte her zufror. Die Gefährten untersuchten das, der Nivese wagte sich sogar auf das mittlerweile bis zu den Ufern reichende Eis, man fand aber nichts mehr heraus.

Während der restlichen Nacht wachte Tsaekal mehrmals auf und hatte geträumt. Im ersten Traum war er eine norbardische Frau, die von einer Anhöhe beobachtete, wie eine andere Norbardin vor einigen Theaterrittern floh. Fast allen konnte sie entkommen, doch einer folgte ihr auf den Hügel. Da reckte eine dritte Frau ihren Arm dem Mann entgegen, wodurch der zu Käfern und Asseln zerfloss. Im zweiten Traum sah Tsaekal einen Drachen einen Ritter fressen. Ein anderer Ritter (vermutlich Ailgur) preschte auf das Ungetüm zu, doch mit einem Schwanzschlag zerschmetterte der Drache die Lanze, und sein Odem verbrannte dem Ritter das halbe Gesicht. Drei Hexen, alles Norbardinnen, beobachteten das Geschehen. Den dritten Traum hatten auch alle anderen Gefährten. In ihm ging es um den Drachen und Goblins, die gegen ihn kämpften. Am Morgen waren die Bilder aber bei allen so unscharf, dass sich keiner genau erinnern konnte. Im Stall war das Pferd des Schulzen erkrankt. Tsaekal tötete es, um es von seinen Leiden zu erlösen. Natürlich war Linnjew darüber entsetzt.

Es war bitterkalt als die Gefährten sich zu Pettar Muselken aufmachten. Gemeinsam beschloss man, weiter nach Ailgurs Grab zu suchen und mit den Ruinen der Garnison zu beginnen. Auf dem Dorfplatz beobachteten die Gefährten, wie einige Kinder aus dem Dorf Verstecken spielten. Die taubstumme Dunja durfte nicht mitmachen, und die anderen nannten sie „dumm“. Daraufhin deutete Dunja mehrmals auf einen Jungen, der gerade mit zählen an der Reihe war: Irjan Appeleit, imDorf nicht als der hellste verschrien. Augenscheinlich wollte sie genau das verdeutlichen, konnte sich aber nicht verständlich machen. Just in dem Moment riss über Irjan ein Seil und ein schwerer Haken viel ihm auf den Kopf. Knackend brach sein Schädel. Während die anderen Kinder, allen voran Nessa Appeleit, nach einem kurzen Schock begannen, Dunja als Hexe zu beschimpfen. Worauf diese aus dem Dorf lief. Meister Lyoscho machte sich daran, dem Jungen zu helfen. Es dauerte eine Weile, bis die schwersten Verletzungen geheilt waren und das Kind in die Obhut der Eltern gegeben werden konnte.

Auf dem Weg zu den Ruinen verharrte Meister Lyoscho plötzlich und sagte dann, dass er gerade eine Stimme in seinem Kopf vernommen hätte und dass seine beiden elfischen Freunde am Wasserfall auf die Gruppe warten würden. Die Gefährten begleiteten den Magier und trafen mit ihm Lahalee und Lindion. Die Elfe wollte sich von Lyoscho verabschieden, da beide nun weiter zogen. Auf Anraten des Magiers ließen sich auch Rowin und Styrvake von der Elfe bezaubern, um den Fluch, der auf allen lastete, zu verlangsamen. Bei Pettar Muselken erfuhren die Gefährten, dass sowohl die Eiche als auch Ailgurs Statue erst zweihundert Jahre alt waren, also zu jung, um aus der Zeit der Theaterritter zu stammen. Tsaekal durchschnüffelte daraufhin den Wald nach dem echten Grab. Der Archäologe hatte derweil schon einiges in den Ruinen der alten Garnison gefunden, unter anderem ein Halsband mit dem Wahlspruch der Ornaldinen und innen mit Dornen verziert. Außerdem in einer Steintruhe: Panzerhandschuhe und ein Kästchen mit einer Pfeife, einem Schlüssel und den Resten eines Tabakbeutels. Dazu noch ein Rondra-Vademaecum und Ailgur Ornalds Tagebuch in dem die Geschichte mit dem Drachen und der Hexen noch einmal beschrieben war.

Dann hatte Tsaekal das Grab gefunden. Nahebei lagen neue aber zerstörte Werkzeuge. Nach einigem graben offenbarte sich eine Treppe, die nach unten Richtung Garnison führte. An deren Ende befand sich eine Kammer, in der ein geöffneter Sarkophag war. Verglichen mit dem Bildnis im Dorf fehlte dem Toten hier sein Schwert, außerdem zwei Ringe und die Kette um seinen Hals. Augenscheinlich waren die Helfershelfer Muselkens hier gewesen und hatten die Dinge geraubt. Die Diebe hatten mittlerweile aber zu viel Vorsprung, als dass eine Verfolgung sinnvoll gewesen wäre, also drängten die Gefährten Pettar dazu, einen Nachricht nach Festum zu schicken. Plötzlich überkam Tsaekal eine weitere Vision: Überall war verbrannte Erde. Der Drache war erschlagen und von zahlreichen Eiszapfen durchbohrt. Ein Goblin zog einen der Zapfen heraus, worauf dieser sich in einen Speer zurück verwandelte. Unter einem Pferd lag Ailgur Ornald begraben. Eine der norbardischen Hexen war bei ihm und legte ihm eine Hand auf die Brust.

Zurück im Dorf herrscht dort Tumult. Mascha Peddersen, Dulgjews Frau, war schwanger und hatte Wehen. Als Meister Lyoscho ein weiteres Mal seine Hilfe anbot, lehnten alle dankend ab. Man schien den Gefährten im Dorf nicht mehr zu trauen. Es begann sich zuzuziehen und zu schneien. Die taubstumme Dunja kam ins Dorf und und wollte für die schwangere Frau Hilfe holen und drängte die Gefährten, sie zu begleiten. Nach einem längeren Marsch erreichten sie gemeinsam eine Lichtung an der sich eine Höhle befand. Dort war aber niemand, und während Dunja im Wald verschwand um nach der Hexe zu suchen, warteten die Gefährten auf der Lichtung. Nachdem einige Zeit vergangen war, wurde es Styrvake zu bunt. Er ging in die Höhle. Diese war aber verlassen und wies einen Wohnraum auf, mit mehreren Abgängen, die tiefer in den Berg führten. An der Wand befand sich eine Malerei, die den Kampf der Goblins und der Hexen gegen den Drachen zeigte. Im Schädel des Drachen war ein fingernagelgroßer Edelstein in der Wand eingelassen. Der Karfunkel des Ungetüms? Dann traf Gari ein, und gemeinsam mit ihr eilten alle zurück ins Dorf. Gari war nicht die erhoffte Goblinschamanin Gariguuna, sondern eine Menschenfrau. Im Dorf rettete sie Mascha das Leben, allerdings war das Kind eine Totgeburt. Rowin bat Gari noch einmal eindringlich, bei der Dorfbevölkerung eine Wort für Dunja einzulegen, dies lehnte die Hexe allerdings ab. Sie ludt die Gefährten aber für den nächsten Abend zu sich ein, um ihnen einige Fragen zu beantworten.

In der Nacht hatte Tsaekal wieder einen Traum: Er ersoff in einem Fass. Dann sah er die drei norbardischen Hexen. Alle trugen eine Bernsteinkette. Eine der Ketten wurde Ailgur Ornald von einer der Frauen, die ihn anscheined liebte, übergeben.

Ein Gedanke zu „Zeichen der Vergänglichkeit IV – Gariguuna

  1. thd Beitragsautor

    Die Zusammenfassung ist leider nur Stückwerk und schnell zusammengeklöppelt, da ich eh schon in Rückstand bin und zumindest etwas geschrieben haben wollte. Alle wichtigen Ereignisse müssten aber vorhanden sein.
    Wieder gilt: Ich vertraue auf Andreas, dass er die Namen der NPCs gerade rückt ;).

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