Der verschollene Pfad – Teil 3

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  27. August des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters
Narvis Bericht

Nachdem der Hobgoblin durch das Portal verschwunden ist und dieses sich geschlossen hat, betreten wir unter Ferdibrands Führung die Ruine. Es handelt sich um ein altes, schon halb versunkenes Langhaus. Im Wasser, das den Boden bedeckt, treiben ein paar Leichen. Auf einem steinernen Sims ist ein primitives Gestell aufgebaut, in dem eine Glocke hängt. Die Seile aus Spinnenseide erweisen sich als sehr widerstandsfähig und nur dank Earendils Schwert können wir sie durchtrennen und die Glocke zu Boden lassen.

Die Glocke ist mit vielen magischen Runen in schwarzer Sprache bedeckt. Als ich mit meinem Hammer aus Moria das Material testen will, fällt direkt der Klöppel aus seiner Halterung und nach einem weiteren Schlag zerfällt die Glocke in einem sanften Glühen zu Staub. Nach einer kleinen Weile bemerken wir, dass sich ein Wirbel bildet und schnell grösser wird. Wir verlassen die Ruine und beobachten, wie der Wirbel dieselbe verschlingt und sich dann auflöst.

Zurück in Schwarzhall erstatten wir Bericht, halten Rat und planen unsere Weiterreise. Caranthir will mit den anderen beiden, noch pflegebdürftigen Elben in Schwarzhall bleiben. Dafür möchte Amaswinta sich uns anschliessen. Sie fragt uns nach Neuigkeiten. Besonders interessiert sie sich für Garivald, und nachdem Ferdibrand ihr berichtet, wie unsere Begebenheit mit ihm tatsächlich ablief, teilt sie unsere Meinung über diesen „Helden“. Ferdibrand fällt auf, dass sie wohl einige Sympathie für Roderic hegt.

28. August des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters

Am 28. August setzen wir unseren Weg fort. Zunächst überqueren wir den Fluss und wandern drei Tage nach Süden, um  die Sümpfe zu umgehen. Danach wenden wir uns nach Osten. Zwei weitere Tage später begegnen wir einer der Flussjungfern, die uns eine Richtung weist. Im Nachhinein betrachtet, sind wir aber vielleicht einer Illusion aufgesessen.

Am nächsten Tag findet Roderic einen Pfad, der sich in nördliche Richtung windet und uns zum ausgetrockneten Bett des Grünflusses führt. Irgendwo an diesem Flussbett soll sich Thrains Leichnam befinden, mit dessen Hilfe ich den Fluch meines Kettenhemdes brechen kann. Von diesem Gedanken abgelenkt bemerke ich zunächst nicht, dass um uns herum immer mehr und immer grössere Spinnweben auftauchen.

Als wir Hilferufen folgen, die Ferdibrand gehört zu haben glaubt, erreichen wir etwas weiter nördlich am Flussbett ein riesiges Netz. Hoch oben hängen einige Kokons, in denen offensichtlich Zwerge gefangen sind, die zumindest teilweise noch leben. Ferdibrand und ich klettern das Netz hoch, und werden in der Illusion gefangen, die Tyulqin, die Weberin, für uns geschaffen hat. Sie ist die zweite der drei Grossen Spinnen, der wir begegnen, und die wir eigentlich im Auftrag Taulers töten sollen. Stattdessen müssen wir nun um unsere Freiheit mit ihr verhandeln. Roderic opfert aus seinen gefundenen Schätzen eine Rubinbrosche zur Besänftigung der Weberin und diese erteilt uns ihrerseits den Auftrag, Tauler zu töten. Ausserdem spricht sie eine Warnung an die Bewohner von Schwarzhall aus. Diese sollen den Ort verlassen, da er in Ihrem Herrschaftsgebiet liege.

Als sie schlussendlich Ihre Illusionen aufhebt, bleiben von allem nur wir und 6 Kokons am Flussbett zurück, aus welchen  wir Bofri und seine Gefährten glücklicherweise noch lebend befreien können.

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