Die Belagerung von Sonnstatt – Teil 14

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3. Oktober des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

Wenige Stunden nachdem es uns gelang Sonnstatt gegen die Armeen des Feindes zu verteidigen, erschienen die Geistkrieger der Ahnen und wurden von Hergrim ehrenhaft entlassen. Später berichtete uns Rahel, dass die Ahnengräber seit diesem Zeitpunkt friedlich und frei von Unholden zu sein schienen.

7. Oktober des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

Nachdem die gröbsten Reparaturen und Aufräumarbeiten abgeschlossen waren, machte sich eine Prozession mit dem Helm des Friedens auf den Weg zu den Gräbern, um diesen wieder an seinen angestammten Platz zu hinterlegen. Dort angekommen, konnten wir uns selbst ein Bild des dort herrschenden Friedens machen. Die bei unserem letzten Besuch noch bedrohlich wirkenden Hügelgräber, lagen nun in einem sonnendurchfluteten, lichten Wald und waren über und über mit Immertreu bewachsen.

11. Oktober des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

Heute wurden wir zu den Verteidigern von Sonnstatt ernannt und es gab uns zu Ehren eine Siegesfeier in der großen Halle. Die bronzene Brosche in Blattform wird uns sicherlich noch lange an diese denkwürdigen Tage zurückdenken lassen, auch wenn die letzten Tage von harter Arbeit geprägt waren.

12. Oktober des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

Zum Mittagessen trafen wir uns heute mit Ceawin, um mit ihm über mögliche Bündnisse und das weitere Vorgehen zur Sicherung von Sonnstatt zu sprechen. Seiner Idee, mit den Leofringern ein Bündnis einzugehen und ihnen sogar Land in der Ostbucht anzubieten, stimmten wir vorbehaltlos zu. Der Truppe des Schwestermörders eine Zuflucht anzubieten, einige von ihnen hatten bei der Verteidigung tatkräftig unterstützt, hielten wir grundsätzlich auch für sinnvoll und rechtens, gaben allerdings mögliche politische Verstrickungen zu bedenken. Wir versprachen, uns mit ingomer darüber auszutauschen und seine Meinung einzuholen. Die Mithrilkrone wird erst einmal in Sonnstatt verbleiben, aber Ceawin drängte darauf, sie schnellstmöglich an einen sicheren Ort zu bringen, bis ein geeinter König Wilderlands gefunden sei.

Oktober des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

In den verbleibenden Tagen des Oktobers, führten wir noch einige weitere Gespräche. Unter anderem mit Ingomer, welcher nach der Schlacht deutlich aufblühte und auch körperlich zu alter Stärke zurückfand. Er plante zu den Waldmenschen zurückzukehren und sie in diesen schweren Zeiten als Kriegshäuptling zu unterstützen. Dies war allerdings auch seine größte Sorge, denn nach dem Verrat durch Dagmara war er sich noch viel unsicherer ob er Mogdred vertrauen könnte. Und auch sein zweiter Sohn Ingold erschien ihm nicht für diesen Posten geeignet. Wir stimmten ihm zu und Roderic erwähnte, dass er sich deswegen bereits als Nachfolger angeboten habe. Ingomer schien von dieser Idee durchaus angetan zu sein. Er teilte ebenfalls unsere Bedenken was Garivald den Wächter von Balthis Halle und seine Eignung als Hüter anging und war auch auf der Seite von Ceawin wenn es um die Aufnahme von Geirbald und seinen Mannen in Sonnstatt ging. Wegen all dieser Punkte wird er seinen Einfluss bei den Ältesten geltend machen.

Mit Arnulf sprachen wir ebenfalls und waren erfreut festzustellen, dass er und seine Leute einem Bündnis mit den Sonnstättern sehr aufgeschlossen gegenüber standen.

Zu guter Letzt gab es ein Gespräch mit Asche, welche über den Winter keinesfalls in der Stadt bleiben wollte, uns aber nach unseren Plänen für den Frühling fragte. Sie selbst wollte im südlichen Wald weiter nach Überlebenden der Kerker von Dol Goldur suchen und diese nach Zwergenhall führen, wo sich bereits einige von ihnen niedergelassen hatten. Über unseren Plan dem Minas Raug einen Besuch abzustatten war sie ein wenig überrascht, teilte aber dann bereitwillig ihr Wissen mit uns. Zimraphel und der Kerkermeister waren dereinst ein Paar und es heißt, sie suche nach einem Weg ihn zurückzuholen. Vermutlich steckt ein Teil seiner Essenz im Halbork, welche sie zwingend benötigt um ihrem Ziel näher zu kommen. Auch warnte uns Asche davor in der Nähe des Turmes Magie zu gebrauchen, Zimraphel könne diese in ihrer Umgebung spüren. Nach längerer Beratung, einigten wir uns darauf, im Frühling gemeinsam in Richtung Dämonenturm aufzubrechen und Asche, im Austausch für ihre Hilfe beim Turm, für eine begrenzte Zeit bei der Suche nach Überlebenden zu helfen.

November des Jahres 2954 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

Auch Beren überlegte was er nun tun solle und suchte unseren Rat. Nach einigen Vorschlägen von unserer Seite, willigte er ein, gen Thal zu reisen und dort einen Sommer in Narvis Werkstatt zu helfen. Auf dem Weg dorthin wollte er die Geschichte der Schlacht von Sonnstatt verbreiten.

März des Jahres 2955 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

Mitte November begann ein eisiger Winter Einzug zu halten, der Schnee lag meterhoch und der Wind trieb bitterkalte Luft über die Ebene. Zwei Monate lang waren wir quasi eingeschneit und nutzten diese Zeit, um unsere Seelen von dem Schatten des vergangenen Jahres zu heilen. Der Vorteil an diesem Wetter war eindeutig, dass auch der Feind damit zu kämpfen hatte und wir so nicht mit Überfällen rechnen mussten.

Doch langsam wurden die Strahlen der Sonne wieder stärker und der Frühling stand vor der Tür. Ende März machte sich Beren auf den Weg und nahm unsere Briefe für Seestadt, Thal und den Einsamen Berg mit sich.

31. März des Jahres 2955 des Dritten Zeitalters
Sonnstatt, Ost-Bucht, Wilderland

Gestern Abend tauchte Asche wieder in Sonnstatt auf und wir machten uns heute an die Vorbereitungen unseres Aufbruchs. So werden wir noch einen Abend gemütlich am Feuer verbringen und morgen aufbrechen um in den Schatten von Minas Raug zu treten.

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