Prolog: Der Schatz der Sumpflinge

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7. August 2946 Drittes Zeitalter
In den Ruinen unter dem Sumpf

Nachdem Olvard dem Leichnam den Kopf genommen hatte, war Ruhe. Mein Atem brannte in meinen Lungen und ich spürte das Blut in meinem Mund und wie es aus meinen zahlreichen Wunden rann. Ich konnte kaum noch meinen Waffenarm heben und doch erfüllte mich wilde Freude.

Der Elb entdeckte in dem alten Weinlager etwas Eigenartiges und rief uns. Ein merkwürdiges Flimmern, wie ein Durchgang, der sich langsam schloss sei dort. Doch ehe wir reagieren konnten war der Spuk vorbei. Vielleicht gingen die Nerven auch mit ihm durch. Ein solcher Kampf ist nichts für zart besaitete.

Während Roderic meine Wunden verband, wurden Balin und Oin von meinen anderen Reisegefährten befreit. Sie waren gefesselt und mit Säcken über den Köpfen an eine Wand gelehnt worden. Ein unnatürlicher Schlaf war über sie gelegt worden und ihre Leiber wiesen zahlreiche Wunden auf.

Ich sprach sie auf Khuzdul an und sie kamen langsam zu sich. Nach und nach klärte sich wie sie hierher gekommen waren und wieso wir hier waren. Der Elb Lethion fragte die beiden geehrten Zwerge wieso der Ork Rigurz sie hierher verschleppte.

Balin erzählte wie der Ork mit dem Leichnam sprach. er sei auf der Suche nach einer elbischen und zwergischen Karte. Die elbische Karte und ein Schlüssel sei in seinem Besitz. Um die Zwergen Karte würde sich Magog kümmern. Und ein Ghor der Plünderer würde kommen und etwas holen. Wer ist Ghor? Ein Halbork? Der Name kam mir bekannt vor, doch ich konnte das Wissen nicht fassen.

Das Leuchten in den Augen des Leichnams erinnerte Balin an Erzählungen von Gandalf, als dieser über Dol Guldur sprach.

Der Elb und ich durchsuchten den Ork und fanden einen grob gearbeiteten Schlüssel und ein dünnes Stück Leder. Wenn man es aufrollte sah man eine Karte. Lethion wies darauf hin, das es elbische Runen seien. Er muss es ja wissen, denn mir sagten sie nichts.

Doch die Runen waren mit Blut gemalt und das nun wirklich nichts was Elben taten. Wer auch immer dies tat, musste vermutlich mit dem arbeiten was er hatte. Er tat sich etwas schwer mit der Übersetzung aber dort stand etwas über ein „Buch des geheimen Feuers“. Was auch immer das sein sollte. An Feuer war nichts Geheimnisvolles. Wir Zwerge arbeiten ständig damit.

Balin meinte noch das diese Elbenkarte und die Zwergenkarte die der Halbork suchte, etwas miteinander zu tun haben. Es gehe um eine geheime Festung im Grauen Gebirge.

Während die anderen nach den Habseligkeiten Balins und Oins suchten, begab ich mich zu den Zwergen. Wir unterhielten uns über unsere Reise und wie wir auf ihre Spur gekommen waren.

Nach einiger Zeit kamen die anderen wieder zurück, nachdem sie die zahlreichen Nebengänge des Weinkellers durchsucht hatten. Sie rannten. Etwas war hinter ihnen her. Was hatte sie jetzt schon wieder gemacht? Hunderte Sumpflinge waren auf sie aufmerksam geworden. Sie hatten die Tür verbarrikadiert aber wir mussten hier weg. Ich schnappte mir eine weitere Zellentür und rammte sie als zusätzliche Blockade gegen die erste Tür. Dann tauchten wir nach draußen und rannten zu den Booten.

Acht Tage brauchten wir bis zur Seestadt wo wir ruhmreich empfangen wurden.

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