Die Dunkle Halle VIII – In den Nebelzinnen

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11. – 26. Hesinde 1025 BF

Hagen befiel auf der Schiffsfahrt die berüchtigte Seekrankheit, die ihn für einige Zeit außer Gefecht setzte. In Leskari abgekommen wünschte Tronde, dass wir etwas über die Ifirnstreu und die Machenschaften der Mannschaft und des Kapitäns Halme Olafson herausfinden. Diese Aufgabe übernahmen wir natürlich gerne. Wir begaben uns direkt zu dem Schiff.

Lyoscho sprach mit einem Mann der Besatzung, den er bereits kannte, der uns aber nichts erzählen wollte. Auch der Kapitän tat erst unschuldig, doch Tseakal setze ihn zunehmend unter Druck und warf ihm vor, was wir bereits wussten. Doch der Kapitän wies alle Vorwürfe zurück und stapfte wütend in seine Kajüte.

Im Wirtshaus erfuhren wir, dass der Kapitän Geschäfte mit dem Richter der Stadt, dem Norbarden Darek, machte. Der Wirt Thorfinn war sichtlich beunruhigt, dass die Ifirnstreu Fjarninger transportiert hatte. In einem Hinterzimmer erfuhren wir vom Wirt, dass auch ein Firnelf, vermutlich Imion Gletscherglanz, sich öfter im Ort herumgetrieben hatte und mit dem Richter und der Ifirnstreu zu tun gehabt hat. Er hatte auch die Fjarninger und eine Frau gesehen. Sie waren den Nuran Leskari aufwärts gegangen.

Im Schankraum erwarteten uns schon sechs grimmige Norbaden und auch Styrvake stieß genau im richtigen Augenblick wieder zu uns. Styrvake herrschte sie mit einem „Geht“ an und furchterregende geisterhafte Geräusche erschallten. Die Norbaden flohen darauf angsterfüllt vor Styrvake “Blutaxt”. Styrvake lies sich über die Entwicklungen der letzten Tage aufklären.

Tula von Skerdu, eine Hexe, hatte über Shirr’Khan, den Frostdrachen, Styrvake zu sich gerufen und war sehr besorgt. Sie sagte, Olgerda und Halman von Gareth sowie Wolfsmond seien auf dem Weg zur Dunklen Halle. Das Schwarze Schwert Hyrr’Kanhay spielen eine Rolle und einer von uns wird sich des Schwertes bemächtigen.

Zurück auf der Hardred bat Torbenson uns, ihm zu berichten. Tronde bat uns, ihm zu folgen und lief zur Ifirnstreu und forderte umgehend den Kapitän zu sprechen. Dieser erschien prompt und gestand endlich unter den Augen des Obersten Hetmanns alles, was wir schon vermutet hatten.

Gewaltsam drang Torbenson zum Richter vor, der ihn überschwänglich begrüßte. Mit den Vorwürfen konfrontiert gestand auch er. Darüber hinaus erfuhren wir, dass die Häscher der Eishexe vermehrt Menschen entführt hatten.

Die Swafnir-Geweihte sollte, mit Hilfe von 10 Mann der Hetgarde, helfen, die Geschicke der Siedlung zu lenken. Sie wusste, dass die Schlucht auch die Phexensschlucht heißt, weil nur ein Phex-Geweihter den Weg durch den Nebel finden könne. Sie wies uns aber die Richtung.

Wir versuchten, die Spuren von Wolfsmond zu finden. Wir fanden keine Spuren, folgten aber Tsaekal in seiner Wolfgestalt, der etwas zu wittern schien. In einer Hütte treffen wir eine Nivesin. Die Fjarninger und der Firnelf Imion schienen nach ihrer Beobachtung am Lagerplatz einfach verschwunden zu sein.

Abends planten wir im Gasthaus von Leskari das weitere Vorgehen. Mit Proviant und Schneeausrüstung versehen zogen wir morgens mit dem Rest der Hetgarde und den Männern und Frauen aus der Runajasko gemeinsam in Richtung Lagerplatz. Auf einem Schlitten wurde der Skalde Iskir Ingibjarsson transportiert.

Am Zusammenfluss der beiden Quellflüsse kamen wir am 21. Hesinde an. Nun wurde auch das Vorgebirge sichtbar. Am 24. Hesinde kamen wir an der Quelle an, die Baumgrenze hatten wir nun erreicht. Bei einem Flug über das Vorgebirge entdeckte ich nordöstlich eine riesige Schlucht.

Der Weg wurde immer beschwerlicher und gefährlicher und in der zweiten Nacht umtoste uns zu allem Überfluss ein heftiger Schneesturm. Wir alle waren schon sehr erschöpft. Doch dann erreichten wir die gigantische Schlucht. Eine Höhle war aber nicht auszumachen. Wir arbeiteten uns vorsichtig durch die Schlucht voran. Nur eine durch das Horn der Runajasko magisch erschaffene Zuflucht konnte uns vor einem weiteren Schneesturm retten.

Als wir am nächsten Morgen wieder aufbrachen, tobte der Sturm immer noch. In das Heulen des Windes mischte sich plötzlich ein „Nagrach“ und irgendetwas über uns explodierte. Wir kauerten uns zusammen, um uns zu schützen, nur Styrvake und Balthasar stellten sich der Lawine, die auf uns hinabging. Styrvake erschuf eine Sturmwand vor sich und Balthasar wurde durchscheinend wie ein Geist. Innerhalb eines Augenblicks waren wir dennoch alle unter einer riesigen Schneemasse begraben.

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