Sheana erwählt ihr Schicksal

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Ich habe das Gefühl, dass ich sterben muss. Alle Kräfte schwinden mir und mir wird schwarz vor Augen…

Als ich erwache, sehe ich eine Frau vor mir, die ich noch nie gesehen habe. Sie trägt die Kleidung einer Rahja-Geweihten, und sie trägt einen Schleier über ihrem Gesicht. Ich erkenne an ihren braunen Unterarmen und ihren mandelförmigen Augen, dass sie wie ich eine Tulamidin ist. Als ich ihre Stimme höre, kann ich jedoch keine Vertrautheit wahrnehmen.

„So, Sheanna saba Mehtira ay Gedanahaken, Du bist also hier zu Frunus Thron gekommen“. Ich nicke. „Was tust Du hier?“
„Ich überlege einen Moment. „Ich bin hierher gekommen, um meiner Herrin Rahja zu gehorchen, und für meine Herrin Mirhiban durch Rahjas Willen, die Schwanenflügel zu suchen.“
Sie schweigt eine Weile und fragt dann noch einmal. „Warum bist Du hierhergekommen?“ Um mein Schicksal zu erfahren, dass mir und meine Gefährten von Ifirn gezeigt worden ist.“
Noch einmal schweigt sie und fragt ein letztes Mal, freundlich, doch bestimmt. „Und was führt Dich hierher?“
„Mein Wunsch, das Böse im Bornland und auf der Welt zu bekämpfen, indem ich die Schwanenflügel finde.“

„Bist Du bereit, Dich Deinen Ängsten zu stellen?“ „Ich bin bereit mein Schicksal zu erfüllen, wenn ich mich meinen Ängsten dafür stellen muss, dann bin ich dazu bereit“
„Und wovor hast Du Angst?“ „Ich habe Angst davor, dass ich und die, die ich liebe, von der dunklen Seite erneut in ihren Bann gezogen werden könnten und dieses Mal keinen Weg zurück finden, den Weg der Schatten gehen.“
Sie nickt und deutet auf einen Gang. Als ich an ihr vorbeigehe frage ich sie nach ihrem Namen, aber sie antwortet mir nicht.

Als ich in den Gang trete prasseln Bilder auf mich ein. Ich sehe riesige Höhen, von denen ich drohe herunterzustürzen, ich sehe meine Schwester, sehe Mengbillar, und zuletzt Lystramon, wie er mir ein Band um den Hals legt, und ich vor ihm knie. Mit klopfendem Herzen bemerke ich, wie die Bilder verblassen und drei Gängen Platz machen.

Allen dreien sind Bilder überhangen, die Rahja Priesterinnen in drei unterschiedlichen Formen zeigen, einen Levthanswidder, eine Schwerttänzerin und eine klassische Geweihte.

Unter dem Weg des Levthanswidders zeigt sich mir, wie ich Lystramon mit dem Levthansband unterwerfe und kontrolliere, mit Banzaubern und Hexerei, die den Geist beeinflussen. Der Preis ist der Fall meiner Schwester und vielleicht auch mein eigener.

Der zweite Weg offenbart mir den Weg des Schwerttanzes, den ich perfektioniere und verbreite und damit Lystramon schwäche. Meine Schwester wird geläutert, bleib aber als gebrochene Frau zurück.

Der letzte Weg zeigt mir den Weg der klassischen Preisterin, meine Schwester wird vollständig gesund und glücklich. Das Levthansband schwebt, anders als bei den anderen Möglichkeiten, zwischen mir und Lystramon und es scheint unklar, wer am Ende unterworfen wird, beide Möglichkeiten bleiben offen.

Ein Gefühl von Hass und Zorn auf Mengbillar lassen mich sehr deutlich daran denken, den ersten Gang zu wählen, welchen Preis es auch kosten mag. Wer Lystramon zu unterwerfen vermag, hat sicher ebenso leichtes Spiel mit anderen vom Namenlosen verdorbenen Kreaturen. Auch die Wahl für den Weg des Schwertes würde ich gern einschlagen, doch letztlich kann ich mich nicht über meine Gefühle für meine Schwester hinwegsetzen und entscheide mich für die sichere Variante für meine Schwester, bei der mein eigenes Schicksal und auch das Lystramons im Ungewissen bleibt.

Ich kann nur zu Rahja beten, dass ich stark genug bin, diese Queste zum Wohle der Gruppe, der Menschen und meiner selbst zu lösen, und zu hoffen dass die Wahl für meine Schwester nicht der Quell des Unglücks die anderen wird. Aber ich glaube, dass ich das Schicksal in den Händen halten kann, wenn ich mich nur stark genug bemühe.

Mit diesem Wissen und der Last wache ich auf……

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