Die göttliche Erleuchtung II – Brandthusen

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Am Abend des 30. Hesinde 1022 BF kehrten die Gefährten im Gasthaus in Persanzig ein. Am nächsten Morgen ging es mit frischem Proviant, den Pferden und der Kaleschka, gefahren vom treu-trunkenen Grimjan, weiter nach Brandthusen. Unterwegs kam es  während der Mittagsrast zu einem Überfall von untoten Tieren. Der Kampf war zwar nicht sehr fordernd, die Gegner hingegen waren sehr unheimlich. Brandthusen erreichte die Gruppe am Abend. In dem palisadenbewehrten Dorf gab es das Anwesen des Barons und ein Gasthaus namens „Zu den Totensümpfen„. Ansonsten waren da nur Gesindehäuser und ein Rahjaschrein. Außerhalb gab es noch ein paar vereinzelte Hütten und einen Boronanger.

Von den Soldaten des Bronnjaren war zu erfahren, dass dieser seit einiger Zeit auf Reisen sei und man auch nicht wüsste, wann er zurück sein würde. Als Vertreter wurde der Vogt und zugleich Gastwirt, Herr Igor Karelin, von den Wachen benannt. Also kehrten die Gefährten dort ein und befragten den Mann. Der wusste zu berichten, dass der Bronnjar, Mikail Ouvenske, vor gut zwei Monaten zu Burg Bathor aufgebrochen war, dem Stammsitz der Familie. Diese lag etwa eine Tagesreise südwestlich von Brandthusen. Seitdem wurde er von seinem Freund, der damals aus Donnerbach mit hier her kam, Thezmar Karenkis, wie der Baron ebenfalls ein Magier, vertreten. Der Vogt bot an, dem Mann eine Nachricht zukommen zu lassen und ihn um eine Audienz zu bitten.

Im Gasthaus war außer den Gefährten noch eine Gruppe Waldarbeiter. Bei einem launigen Bier nahm man Kontakt auf. Die Männer wussten von einer interessanten Begebenheit zu berichten. Vor einem halben Jahr hatten sie eine größere Reisegruppe beobachtet, die zur Burg Bathor hinauf geritten war. Bei ihr eine Tulamidin, die Sheanna ähnelte und ein glatzköpfiger Zauberer, der der Beschreibung nach der eigentlich tot gewähnte Mengbillar sein konnte, ein schurkischer Belkelelpaktierer und Speichellecker bei Uriel von Notmark. Als die Männer das erzählten, erbleichte Sheanna und bat um ein Vier-Augen-Gespräch mit Rowin. Der Rest der Gefährten erfuhr zunächst nicht, was die Geweihte so beunruhigte. Erfolgreicher waren an dem Abend die Nachforschungen nach Jaminka, einer Hexe, mit der Balthasar, Lyosho und Sheanna noch Geschäfte zu erledigen hatten. Sie lebte am Waldrand, etwas außerhalb von Brandthusen. Die Drei suchten sie noch am gleichen Abend auf.

Am nächsten Morgen ging es dann zunächst zum Boronanger, denn von der Hexe hatten die Gefährten erfahren, dass mit dem Tross vor einem halben Jahr auch ein Boroni nach Brandthusen gekommen war, der seitdem den hiesigen Tempel und die Grabanlagen betraute. Der Mann hieß Boronides, dem Abzeichen nach mag er ein Marbid gewesen sein. Vielleicht gehörte er auch den Hütern von den Zyklopeninseln an, aber insgesamt war aus ihm nichts heraus zu bekommen, und unter Druck setzen ließ er sich nicht. Also ging es direkt zum Treffen mit Thezmar Karenkis, einem sehr furchtsamen jungen Mann. Der wusste von einigen seltsamen Dingen zu berichten. Der Tod der Baronin Libussa Ouvenskaja vor einem Jahr war immer noch ungeklärt, auch hatte es bisher noch keine Grablegung gegeben. Sie soll auf Burg Bathor verstorben sein. Von dort berichtete man, dass in Käfigen Leichen an den Burgmauern aufgehangen wurden. Wer die armen Geschöpfe darin waren, war nicht klar.

Thezmar hatte Mikail seit seiner Abreise nicht mehr gesehen, hatte aber von Zeit zu Zeit Nachrichten erhalten. Derweil gab es seit zwei Wochen erhebliche Probleme mit Moorleichen in der Gegend. Irgend etwas erweckte die Toten in den Sümpfen. Thezmar vermutete den Ursprung des Übels im östlich gelegenen Bonna, da aber erst kürzlich eine norbardische Händlergruppe im Norden verschwunden war, hatte er vor zwei Tagen einen befreundeten Magier, Fjodor Peddersen, in das kleine Dorf Fedoran geschickt, welches unweit nördlich von Brandthusen lag. So fassten die Gefährten den Plan, über Fedoran nach Bonna zu reisen, um schließlich auf Burg Barthor nach dem Rechten zu sehen.

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