Der Kult der goldenen Masken – Teil 2

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2. Firun, mittags

Auf Burg Dragenstein wird überall gebaut, um die wachsende Zahl an Bediensteten unterbringen zu können und auch das Dorf am Fuße der Burg wächst ständig. Wir diskutieren über die weitere Vorgehensweise. Wir könnten erneut versuchen, den verschollenen Kultplatz Ni´uan zu finden, doch scheinen andere Dinge derzeit wichtiger zu sein und ein schneller Erfolg wäre sowieso unwahrscheinlich, denn den Kultplatz werden wir im heraufziehenden Winter nur schwerlich finden, unter anderem da ein erneutes Erklettern der Felsnadel (dem Finger) bei Schneedecke fast unmöglich ist. Die entführte Kladdis (Tochter der Mora Onswin und Cuano Bennadin) werden wir ohne größeres Aufgebot an Streitern wohl nicht befreien können und da von Kaltenstein sie noch als Druckmittel einsetzen kann, droht ihr hoffentlich keine unmittelbare Gefahr.

Anders sieht es bei den entführten Frauen aus, die der Kult der goldenen Masken in seiner Gewalt hat und so entschließen wir uns, zunächst diese Frauen zu suchen. Wir vermuten, sie könnten durch den Kult zu den Bosparanischen Ruinen gebracht worden sein oder gerade auf dem Weg dorthin sein. Da wir die genaue Lage der Ruinen noch nicht kennen, wäre es wahrscheinlich hilfreich, zumindest ein Heimatdorf einer Entführten, Targuleth oder Broggen, aufzusuchen, um dort nach Augenzeugen und Hinweisen zu suchen.

Gegen Mittag werden wir zu einer Unterredung mit Cereborn Galahan gerufen, an dem alle außer Latu teilnehmen, der im Dorf mit den Sumen und Jägern sprechen möchte. Cereborn berichtet uns vom einem Mord in Andergast, der scheinbar ebenfalls auf das Konto der Schlitzer geht: Dort ist eine Tsa-Geweihte ermordet und ihrer Augen beraubt worden. Schwertbruder Ulfried Zornbold weiß mehr. Außerdem bittet uns Cereborn einen Eid auf den König zu schwören, was nicht jeder nach Landesart tut. Immerhin wollen wir aber helfen, wo wir können. Der König bittet uns darum, weiter die Machenschaften des Regismund von Kaltenstein im Auge zu haben und insbesondere herauszufinden, mit wem er sich trifft und mit wem er alliiert zu sein scheint. Es ist leicht zu erraten, dass er mit dieser Bemerkung auf adelige Kreise um den Prinzen Wendelmir anspielt.

Unterdessen spricht Latu im Dorf mit Hork, Maroxes, Garulf und den Jägern. Hork berichtet von Orkschamanen in den Wäldern um Broggen, die für die seltsamen Verhaltensweisen der Waldschrate verantwortlich sein könnten. Auch grenzt Broggen an ein Gebiet in NNW Richtung, in der die Bosparanischen Ruinen zu finden sein könnten. Wir könnten also dieses Dorf aufsuchen und nach Augenzeugen der Entführung der Tochter des Dorfschulzen, Mirnhild suchen. Vielleicht finden wir dort auch Hinweise darüber, ob die Frauen tatsächlich zu den Ruinen gebracht werden sollen und wo diese zu finden sind. Latu spricht kurz mit den Söldnern um Gwen Eisenhand, die ebenfalls auf Burg Dragenstein anheuern wollen.

Nach dem Treffen mit Cereborn trennen wir uns eine Weile. Karakal berät sich mit Schwertbruder Ulfried, der nichts dagegen hat, wenn Karakal Kaplan der Burg Dragenstein wird. Ulfried berichtet von Assim, der nach wie vor das Löwenhaupt sucht, welches er für einen Kultgegenstand Famelors hält. Assim könnte uns auf unserer weiteren Queste begleiten. Außerdem erzählt der Schwertbruder von einem Traum seines Novizen Tsamir (den Jungen haben wir schon kennen gelernt), dem der Geist der Leondril Leuenzunge von Donnerbach erschienen ist. Diese Streiterin der Löwin findet offenbar keinen Einlass in Rondras Hallen, nachdem sie 593 BF (zu Zeiten der Magierkriege) vom Nekromanten Thargazz getötet wurde. Karakal soll ihr Rätsel lösen. In der Vision von Tsamir erschienen ebenfalls die mysteriösen schwarzgewandeten Frauen, von denen wir schon gehört haben und die in der Vision über eine verfallene Treppe in Gewölbe unterhalb eines Sumpfes stiegen. Die beiden Geweihten diskutieren außerdem über den Verdacht, die Orks würden über die Feste Anderstein (im Besitzt des Prinzen Wendelmir) widerstandslos ins Land gelassen. Zur gleichen Zeit spricht Einskaldir mit Ysgol von Tatzenhain, der stolz von der Schwangerschaft der Traverike berichtet und uns alle zur Feier der anstehenden Geburt einlädt.

Im Dorf treffe ich die Gruppe um Ardo vom Eberstamm, der trotz seiner adeligen Herkunft sehr umgänglich und freundlich ist.  Ardo erwähnt, dass der Kult der Goldenen Masken auch in Ferdok aktiv ist. Als ich Cuano berichte, dass sich seine Tochter Kladdis in den Händen des Schurken von Kaltenstein befindet und seine Frau Mora Onswin hier auf der Burg weilt, brechen Cuano Bennadin und Ardo  sofort auf, um mit Mora zu sprechen. Wenn wir gegen die Hundertschaft des von Kaltenstein ziehen, würden sie uns gern begleiten und tatkräftig unterstützen. Besonders der Zwerg Forgimm ersehnt dieses Gefecht, auch wenn es gegen eine große Übermacht gehen sollte. Dieses Angebot muss ich natürlich mit meinen Freunden besprechen und hoffe, dass sie nicht ablehnen werden.

In der Burg stellt Prinzessin Irina Naramis ihren Begleitern um Tormin von Berg vor. Naramis macht sich sichtlich Sorgen um das Wohlergehen der Prinzessin, denn er erhielt eine weitere Drohung des Asmodeus Zornbold, der Naramis während der vereitelten Erweckungszeremonie des Zsarassu fast nachgegeben hätte, um Irina nicht in Gefahr zu bringen (Asmodeus verlangte zur Zeremonie gerufen zu werden und bedrohte Irina). Als wir uns im Burghof treffen, erzähle ich Karakal von der Begegnung mit Ardo und seinem Eifer, die Schergen von Kaltenstein zu bekämpfen. Karakal stimmt zu, dass die Gruppe des Freiherrn eine große Unterstützung sein würde, die wir nicht ablehnen sollten.

Zurück bei Clagunda unterzeichnen wir alle die Anstellungsverträge (Grundeinkommen 10 Dukaten/Monat; einige von uns erhalten mehr). Mit Ardo vereinbart Karakal einen Termin für morgen. Naramis wird durch Prinzessin Irina den Draconitern um Tormin von Berg vorgestellt. Tormin ist ein Gründungsmitglied dieser Gruppierung und bezeichnet die Mandraken als Feldherren und “rechte Hände der alten Drachen“. Unter vier Augen demonstriert Naramis die Heilwirkung des unterirdischen Kultraumes und zeigt Tormin das schwarze Auge. Naramis will die Drakned-Glyphen entschlüsseln lernen und den Umgang mit dem Hellsicht-Artefakt meistern.

3. Firun

In der Nacht haben wir alle einen weiteren Alptraum, indem eine uns liebe Person (bei mir ist es wieder Dialya Goldwind) gefoltert wird. Dabei bedient sich der Urheber (erneut Asmodeus Zornbold?) der Symbolik der Schlitzer, um uns einzuschüchtern. Karakal träumt abweichend von seinem älteren Bruder Leto, der durch untotes Leben erfüllt zu sein scheint. Am Morgen scheitert mein Versuch, Dialya durch mein Mandra zu erreichen und ich mache mir große Sorgen um sie. Wir erhalten schlechte Kunde aus dem Dorf. Ein weiterer grausamer Mord ist geschehen und diesmal wurde Urichslaus von Andrafall (Praios Priester) am Waldrand getötet und auf gleiche Weise verstümmelt, wie die letzten Opfer. Was hat den Geistlichen nur dazu bewogen, des Nachts alleine den Waldrand aufzusuchen? Wurde er in eine Falle gelockt? Leider finde ich am Tatort außer den Spuren des Opfers keine verwertbaren Anhaltspunkte.

Mit Karakal nehme ich am Treffen mit Ardo vom Eberstamm und seiner Gruppe teil. Zwar sind sie nur indirekt an den Bosparanischen Ruinen interessiert und wollen so bald wie möglich nach Kladdis suchen, doch werden sie sich uns auch anschließen, wenn wir zunächst nach Broggen reisen, um eine Spur der entführten Frauen zu finden. Von dort könnte es nach Aussage von Hork auch nicht mehr weit bis zu den mysteriösen Ruinen sein, in denen sie gefangen gehalten werden könnten. Auf die Reise nach Broggen werden uns also die Gruppe um Ardo begleiten, sowie die Draconiter, Assim, Hork und der Jäger Marik Meyler. Hoffen wir, dass wir Erfolg haben werden!

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