Archiv der Kategorie: Vampire

New Orleans bei Nacht – Kapitel 5: Der Mond ist aufgegangen

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„Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Lass uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und Gott“

—Abendlied (Matthias Claudius)

Montag, der 09.10.1916: Wir treffen uns im Hauptquartier im Hafen. M. Demond ist von seiner Geschäftsreise zurückgekehrt. Dem Toreador Etienne ist der abgerissene Arm mittlerweile fast vollständig nachgewachsen. Meine Kehle hingegen konnte ich noch nicht völlig wiederherstellen, das Sprechen fällt mir schwer. Etienne und ich berichten, dass wir einen weiteren Abkömmling des „Boxers“ in einer leerstehenden Fabrik im Osthafen entdeckt und in der Kellerzelle unseres Hauptquartiers eingesperrt haben. Father Josef und Eli erzählen, dass es ihnen gelungen ist, den „Boxer“ selbst aufzuspüren und zu vernichten, als er sich gerade an einem Opfer nährte. Prinz Doran wurde über diesen Erfolg bereits in der gestrigen Nacht informiert. Wir beratschlagen, was wir mit dem Abkömmling des „Boxers“, dem „Stummen“, tun sollen. Etienne und ich hatten ihn in der Hoffnung mitgenommen, dass er uns zu seinem Erzeuger führen kann. Doch dies ist nun nicht mehr notwendig. Nach dem Erlebnissen mit Edwin erklärt sich niemand bereit, den „Stummen“ im Keller zu erschlagen. Ich beschließe beim Prinzen anzufragen, ob eine Möglichkeit besteht, dass der „Stumme“ Teil der Gesellschaft werden könnte – nach einer angemessenen Ausbildung versteht sich. Weiterlesen

New Orleans bei Nacht – Kapitel 4: Raserei

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Freitag, der 06.10.1916: Wir treffen uns in unserem Hauptquartier im Hafenviertel. M. Demond hat für uns eine Nachricht hinterlegt, dass er in den kommenden Nächten wegen dringender Geschäfte nicht an unseren Treffen teilnehmen kann. Ich erzähle den anderen, wie ich mich in den letzten Nächten per Verdunkelung als Obdachloser ausgegeben und mich unter die Penner gemischt habe. Meine Vermutung ist, dass der „Boxer“ selbst von seinem Erzeuger nicht ausgebildet wurde und daher wenig über das Vampirsein weiß. Jedenfalls scheint er seine Opfer unter Prostituierten und Obdachlosen zu finden. Personen also, die ein risikoreiches Leben führen und vergleichsweise leichte Beute sind, da sie kaum jemand vermisst.
Meine Recherche hat ergeben, dass die Penner und Straßendirnen immer mehr in Angst leben. In Storyville und dem Ostteil des Hafens (hier wurde die „Näherin“ geschaffen und hier fanden wir Edwins Leichenversteck) soll der Tod umhergehen. 15 Mordopfer scheinen mittlerweile auf das Konto des „Boxers“ oder seiner missratenen Nachkommen zu gehen. Glücklicherweise hat noch niemand gesehen, wie Menschen in den Schatten gezerrt und ausgesaugt wurden. Aber Gerüchte von einem irren Mörder oder blutgierigen Raubtier aus den Sümpfen machen die Runde. Weiterlesen

New Orleans bei Nacht – Kapitel 3: Unstillbarer Hunger

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Mittwoch, der 04.10.1916: Mittlerweile sind ein paar Monate ins Land gegangen, seit wir damit beauftragt wurden, dem Treiben des „Boxers“ ein Ende zu setzen. Nur konnten wir den Marodeur bisher noch nicht zu fassen kriegen. Wir sind dazu übergegangen, uns immer mittwochs im Hauptquartier zu treffen. Die Scheinfirma hält ihre Fassade aufrecht, und der Ghul Leon Griffin hält dank M. Demond die Stellung. Wegen des Krieges in Europa liegen immer öfter Schiffe der Navy im Hafen vor Anker. Habe von Giftgasangriffen gehört, Millionen von Menschen bringen sich in der alten Welt gegenseitig um. Als wir uns heute treffen, haben Etienne und Father Josef überraschende und besorgniserregende Neuigkeiten für uns parat.
Und nicht nur dass: Dem Toreador fehlt ein Arm! Weiterlesen

New Orleans bei Nacht – Kapitel 2: Schrecken an den Docks

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Freitag, der 07.04.1916: Als wir uns heute im „Saints and Sinners“ treffen, berichten Eli und ich den anderen von dem Mord an dem Seemann, der sich in dem Bordell ereignet hat, in dem Candy anschaffen ging. Ben Walker hatte Bissspuren am Körper, sein Leichnam wurde von der Polizei sichergestellt. Hieraus könnte sich ein größeres Problem für die kainitische Gesellschaft ergeben. Ich erkläre den anderen, dass ein Freudenmädchen namens Lucy einen Kerl mit Glatze und Boxernase als Täter beschrieben hat. Dieser hätte sich an ihr vergehen wollen. Der Matrose kam hinzu, griff ihn an und die Männer kämpften gegeneinander, bis der Fremde Walker aus dem Fenster schleuderte. An Father Josef reiche ich das Taschentuch mit den Blutspritzern, das ich in Lucys Zimmer sichergestellt habe. Doch der Tremere erklärt nach kurzem Abschmecken, dass aus dem eingetrocknetem Blut keine Erkenntnisse mehr zu gewinnen sind. Eli schlägt vor, weiter in Storyville auf Patrouille zu gehen, da der fremde Vampir das Rotlichtviertel offensichtlich als Jagdrevier erkoren hat. Weiterlesen

New Orleans bei Nacht – Kapitel 1: Der Fall Candy

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New Orleans, The Big Easy, pulsierende Stadt im Delta des gewaltigen Mississippi River. Im Jahre 1718 von französischen Siedlern gegründet, hat sich New Orleans im Laufe der letzten beiden Jahrhunderte zu einer der bedeutendsten Städte Amerikas entwickelt. New Orleans ist die Wiege des Jazz, die Heimat des legendären Mardi Gras und berühmt für seine kreolische Küche. Einst befand sich hier im Hafen einer der wichtigsten Umschlags-punkte für den Sklavenhandel. Doch diesem blutigen Geschäft machte der 13. Zusatzartikel zur Verfassung am 18. Dezember 1865 ein Ende. Durch den 14. Zusatzartikel erhielten die Afroamerikaner 1868 ihre Bürgerrechte formal zugesprochen. Tatsächlich leben Weiße und Afroamerikaner „seperate but equal“ wie in parallelen Gemeinschaften nebeneinander her.

Doch neben den menschlichen Bewohnern existiert noch eine ganz andere Gesellschaft in der Stadt. Verschwiegen, mysteriös und gefährlich; geschützt durch die uralte Tradition der Maskerade. Herrscher über dieses andere Gesellschaft ist Prinz Doran aus dem Clan der Ventrue. Hier in New Orleans versucht er, den Traum des alten Karthago wieder aufleben zu lassen. Ein Traum, der gegen viele Widerstände und Bedrohungen verteidigt werden muss… Weiterlesen

Der Aufstieg von York 5 – Ende mit Schrecken

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Freitag, der 26.03.1884: Prinz Ian hat den Klüngel um 23:00 Uhr zur Krisensitzung in die Trinity Lane geladen. Der Nosferatu kommt umgehend auf die Gefäße zu sprechen, die Sir William in seiner Zuflucht eingekerkert hat. Dies verstößt gegen das Nahrungs-beschränkungsgebot, das Prinz Ian zum Wohle der Gesellschaft für York erlassen hat.
Sir William erklärt, die Weisung des Prinzen nicht absichtlich gebrochen hat. Da sich die Prostituierten in sicherer Verwahrung befinden, ging er davon aus, dass dies tolerierbar sei. Sich von Dirnen in den Gemeinden außerhalb von Yorks zu nähren, hält der Ventrue nicht für praktikabel. Schließlich breitet der Prinz einen Stadtplan von York aus und zieht darauf einen klar abgegrenzten Bereich, in dem das Nähren von Menschen untersagt ist. Weiterlesen

Der Aufstieg von York 4 – Der Eklat

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Dienstag, der 23.03.1884: In den Räumen des Bestattungsinstitutes von Mr. Lark stecken die Vampire die Köpfe zusammen und beraten, was zu tun ist. Wer hat die Ghule von Sir Cedric und O‘Ceallaigh verzaubert und ist dem Klüngel schon gefährlich nahe gekommen? Vermutlich steckt Ophelia Dawson dahinter, die junge Erbin des ermordeten Druiden Trippelthorn. Sie fassen den Beschluss, dass der Tremere als Botschafter der Stadt mit Ms. Dawson Kontakt aufnehmen soll. Möglicherweise gelingt es, eine Einigung zu erzielen, damit die Magierin sich zukünftig aus den Angelegenheiten der Kainskinder heraushält. Zuvor will sich Sir Cedric seinen Ghul vorknöpfen und dessen Geist erforschen, um dort einige Antworten zu erhalten. Da das Bestattungsinstitut nicht mehr sicher ist, kriecht O‘Ceallaigh vorerst auf der Ranch von Prinz Ian unter. Die Vampire trennen sich und verabreden sich für die morgige Nacht um 20:00 Uhr am Clifford‘s Tower. Weiterlesen

Feldbericht des Gangrel Arthur Braun, Berlin 1957, 10. Januar

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Donnerstag, 10.01.1957 – Ich wurde zu dem Fuchsbau abkommandiert, um der Taskforce bei einem Problem zu helfen. Ihnen ist etwas abhanden gekommen, was nun in Ostberlin wiederbeschafft werden muss. Mit mir wurde die Bruhja Alina abgestellt. Nachdem ihr von Viereg ein Gefallen versprochen hat, ist sie bereit uns zu helfen.

Nach einer fast unendlich langen Zeit einer chaotischen Planung treffen wir uns um 23 Uhr an der Gedächtniskirche ausgerüstet und wagen den Übergang. Wir werden mit der Limousine von von Siemens an die Sektoren gebracht und starten den Sektorenübertritt. Weiterlesen

Von Viereggs verlorene Vermerke, Berlin 1957, 9.-10. Januar

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Mittwoch, 9. Januar 1957
Ich streifte den sich überschlagenden Polizeiwagen. Der Mann, der sich neben mir außen an den Lastkraftwagen klammerte, musste seine Schwerthiebe gegen mich einen Moment aussetzen, damit er nicht von dem anderen Wagen erfasst wurde. Meine Pistole hatte endlich keine Ladehemmungen mehr, ich verpasste ihm zwei Kugeln, und er ließ sich zu Boden fallen. Weiterlesen

Der Aufstieg von York 3 – Zeichen im Fleisch

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Freitag, der 21.03.1884: Sechs Monate sind vergangen, seitdem wieder Vampire durch das nächtliche York streifen. Die Kainskinder haben die Zeit genutzt, und sich still und heimlich eine bescheidene Machtbasis aufgebaut. Prinz Ian hat den Schlachthof Badgelhill Butchers gekauft, der von seinem Ghul Ethan Grees geleitet wird. Somit verfügt er über eine nahezu unerschöpfliche Bezugsquelle für tierisches Blut. Daneben besitzt er auch ein örtliches Bestattungsunternehmen mit Krematorium, das offiziell dem Ghul Richard Laker gehört, aber dem Brujah O’Ceallaigh als Unterschlupf dient. Der Ire hat ein Auge auf den Laden, um seine Zuverlässigkeit zu beweisen. Auch in die Eisenbahnergewerkschaft hat der Nosferatu seine Klauen geschlagen. Dort hat der den geghulten David McCallan eingeschleust, um über die Gewerkschaft Kontakte zum organisierten Verbrechen aufzubauen.
Die führenden Eisenbahner sollen im Schmugglergewerbe, insbesondere Opium, aktiv sein.
Sheriff Meriwether hingegen hat in den verrauchten Pubs den Detektive Sargent Joshua Flint kennen gelehrt und unter seine Kontrolle gebracht. Damit hat die Gesellschaft nun also auch einen Spitzel im Polizeiapparat von York. Weiterlesen

Von Viereggs verlorene Vermerke, Berlin 1957, 8. Januar

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Das Schloss des Fuchsbaus war aufgebrochen worden, und Arnold von Siemens inspizierte den Schaden am frühen Abend höchstselbst. Niemand hielt sich dort auf, und nichts war gestohlen worden, so dass er es abhakte und seinen Ghul Johann anwies, das Schloss reparieren zu lassen. Er beschloss zu Fuß zurückzugehen – in einer Seitengasse traf er auf Alan Mackenzie, der den Einbruch fingiert hatte, um ihn zu sprechen. Er bat um Asyl bei der Carmarilla und warnte vor dem Sabbat, der plante Westberlin einzunehmen. Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 11. November – 11. Dezember

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Sonntag, 11.11.1956 – Um 22 Uhr versammelt sich die Berliner Gesellschaft im Zoologischen Garten. Anstatt das irgendwas weltbewegendes passiert, überbringen die Gesandten des Sabbaths nur eine Einladung zu einem Gipfeltreffen in drei Wochen, um über die Geschicke Europas zu beraten. Einzig Bemerkenswertes: in den Reihen des Sabbaths findet sich Angus Mackenzies Zwillingsbruder, den dieser seit langem tot wähnte. Das führt natürlich zu einigen Fragen im Ahnenrat, an dem wir (von Siemens, von Vieregg und ich) zunächst teilnehmen sollen, dann aber auf den Wunsch von Angus weggeschickt werden. Wieder eine nicht gerade vertrauensbildende Maßnahme des Caitiff. Um die Zwillinge zukünftig auseinander halten zu können, teile ich Angus eine geheime Losung mit: … .

Dienstag, 11.12.1956 – Es ist der Abend der großen Zusammenkunft in einer Villa am Wannsee. Ich hatte Frau Overbeck davon überzeugen wollen, dass es nicht klug ist, dort alle Vampire der Stadt zu versammeln. Aber wie so oft, wurden meine Bedenken in den Wind geschlagen. Zu der Versammlung kommt alles, was in Europa Rang und Namen hat. Allen voran Iwan der Schreckliche als Kardinal des Sabbaths und Mithras, als Vertreter der europäischen Camarillavampire. Wir bekommen nichts von den Inhalten mit, aber insgesamt verläuft alles sehr friedlich.

Erst in den nächsten Tagen kommen Ergebnisse der Verhandlungen ans Tageslicht. Die europäischen Grenzen werden, so wie sie sind, festgeschrieben. Berlin wird zu einer geteilten Stadt, somit ist Albrecht nun Prinz von West-Berlin, und ein allgemeiner Waffenstillstand wird vereinbart.

Der Aufstieg von York 2 – O’Ceallaigh erwacht

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Dienstag, der 17.10.1883: Als Prinz Ian in seinem Cottage erwacht, teilt ihm die Haushälterin Anny mit, dass eine Kutsche mit wichtiger Fracht vorgefahren ist, die nur persönlich zu seinen Händen übergeben werden darf. Das Frachtgut entpuppt sich als große Holzkiste, aus dicken Brettern gezimmert und mit schweren Eisenbanden und Ketten gesichert. Bei der Inspektion des Inhaltes erkennt des Nosferatu wie freudlos erwartet einen ausgezerrten, bleichen Korpus. Es ist der Brujah Thomas O’Ceallaigh, blutleer in mottenzerfressener Kleidung. Der Pflock, mit dem er einst in Starre geschickt wurde, steckt nicht mehr im Herzen des Vampirs (verdammt!). Der Mund des Iren steht offen und ist dunkel verkrustet. Der Geruch von Vitae schlägt Prinz Ian entgegen, O´Ceallaigh wurde also bereits mit dem Blut des Nosferatu gefüttert, so scheint es jedenfalls. Glücklicherweise befindet sich der Brujah noch immer im Torpor. Prinz Ian befiehlt, dass die Kiste in die Scheune verbracht wird und lässt seine Ghulhunde Apollo und Zeus die gefährliche Fracht bewachen. Sodann schickt er seinen Handlanger ins Hauptquartier, um die anderen Kainskinder zu informieren. Weiterlesen

Der Aufstieg von York 1 – Ein neuer Anfang

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Montag, der 01.04.1883: In dieser Nacht treffen sich Sir William, Sir Cedric, Mr. Wright und Moonfield wie schon so oft in der Villa am Regent´s Park. Doch die Nächte, in denen sie hier zusammenkommen, sind quasi gezählt: der Klüngel soll von London nach York ziehen, um das gefallene Lehen für das Empire zurückzuerobern. Eine ungewisse Zukunft liegt vor ihnen, und die ersten Schachzüge wollen genau überlegt sein, damit das Unterfangen nicht in einem Fiasko endet. Denn wenn die Wolflinge oder der Klerus zu früh auf die Kainskinder aufmerksam werden, könnte dies leicht ihren Untergang bedeuteten.
Sie besprechen, wer überhaupt mit nach York gehen wird. Außer ihnen selbst wird noch der Brujah Thomas O`Ceallaigh, welcher sich noch gepfählt in einer Kiste in Heidelberg befindet, in die neue Stadt entsandt werden. Zudem wird Ian Wright noch sein Mündel Larissa Moody mitnehmen, eine noch nicht freigesprochene Brujah der elften Generation. Somit stehen sieben Vampire fest, die auf jeden Fall nach York gehen werden. Möglicherweise könnte Smitty sie noch unterstützen, da er sich irgendwo in der näheren Umgebung von York aufhalten soll. Moonfield erklärt, dass er Juliette Parr fragen wird, er klingt dabei aber zögerlich… Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 6.-10. November

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Dienstag, 06.11.1956 – Ich bin mit von Siemens eine Weile im Hotel Kempinski an der Bar, doch Mackenzie taucht nicht auf. Also beschließen wir, von Vieregg zu informieren und alles weitere morgen im Fuchsbau zu klären. Doch auch der Tremere ist nicht zu finden. Wir fahren den Straßenstrich am Bahnhof Zoo ab, aber von Vieregg scheint nicht auf der Jagd zu sein. Von Siemens hinterlässt an der Kapelle eine Nachricht für ihn, während ich ins Lost Souls gehe.

Mittwoch, 07.11.1956 – Wir treffen uns im Fuchsbau. Mackenzie berichtet von seinem Treffen mit Jean Monnet. Der Franzose – wie von Vieregg bestätigt, ist er ein Ghul – räumte recht unverblümt ein, weiter Kontakt mit dem Sabbath zu haben. Mackenzie hält ihn allerdings nicht für eine Bedrohung – was für ein Narr!
Jean Monnet hat Mackenzie erzählt, dass er in der Zeit nach der Entführung in Brügge in einem Straflager Kontakt mit Himmler hatte. Mehr Details weiß der Caitiff nicht oder will sie nicht berichten, also kehre ich zeitig nach Hause zurück. Dort finde ich eine Einladung für eine Kunstausstellung am morgigen Abend von einem Pop-Art Künstler namens Richard Hamilton vor. Eigentlich ist diese Moderne Kunst nicht meins, aber wenn ich schon so nachdrücklich gebeten werde… Weiterlesen