Geschäfte im Norden – Teil 4

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9. September des Jahres 2955 des Dritten Zeitalters
 Schlangenwald, Nordwestliche Anduintäler, Wilderland

Diese dreimal verfluchte Kreatur, welche sich selbst wohl für einen Drachen hält, hatte uns mit dem Speer abgelenkt und keine Antwort auf die Frage gegeben, was im Tausch gegen ein Schuppe angemessen sei. So konnten wir nur darauf hoffen, auf unseren weiteren Reisen zufällig auf  etwas passendes zu stoßen.

10. September des Jahres 2955 des Dritten Zeitalters
Nordwestliche Anduintäler, Wilderland

Am Morgen brachen wir auf und entfernten uns gen Nord-Osten weiter von der Höhle. Nachdem wir mehrfach einer Herde Basilisken ausweichen mussten, kamen wir zum Glück auf dem Weg später schneller voran. Das Land, welches wir hinter dem Wald durchquerten, war hügelig und menschenleer.

11. September des Jahres 2955 des Dritten Zeitalters
Niederfall, Nordwestliche Anduintäler, Wilderland

Am späten Nachmittag erreichten wir die Adlerfälle und wechselten auf die südliche Seite des Niederfalls. Die Tunnel an den Klippen der Fälle ließen wir rechts liegen und zogen weiter gen Westen in die Hügel.

12. September des Jahres 2955 des Dritten Zeitalters
Wyrmhain, Nordwestliche Anduintäler, Wilderland

Hinter dem Fallrock wechselten wir erneut auf die nördliche Flussseite und näherten uns weiter dem Wyrmhain. Der Wald machte einen sehr alten und urtümlichen Eindruck auf uns. Durch unwegsames Gelände war das Vorankommen ähnlich schwierig wie im Düsterwald, allerdings machte die Umgebung einen deutlich helleren und freundlicheren Eindruck auf uns.

Die scharfen Augen unseres Elben entdeckten dann endlich Spuren von großen Spinnen, welche wir in ein hügeliges Gebiet mit vielen Höhleneingängen verfolgten. In Zwiesprache mit den Steinen konnte Earendil dann einen Aufruhr in der Tiefe spüren, genauso wie das Ziel unserer Reise: Xanatha, die weiße Spinne.

Wir holten unsere Lampen heraus und Narvi führte uns in die Tiefe. Immer tiefer und tiefer drangen wir in ein la­by­rinth­ar­tiges Tunnelsystem ein, bekamen aber keine Spinne zu Gesicht. Die Tunnel waren feucht, aber frei von Netzen oder anderen Dingen, wie wir es im Bau der Weberin erlebt hatten. Stunde um Stunde näherten wir uns dem Zentrum und die Geräusche, welche wir hörten, wurden immer zahlreicher. Als wir dann eine größere Kammer betraten, offenbarten sich in den Nebentunneln die erste Spinnen. Sie wirkten deutlich filigraner als ihre Verwandten aus dem Düsterwald, zudem waren sie weiß. Kurz darauf betrat Xanatha den Raum und bewegte ihren riesigen Körper behände zum Thron in der Mitte. Höflich traten wir vor und begrüßten die Herrin dieses Hauses…

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