Verschwundene Botschafter 2 – Eine Reise durch Schnee und Eis

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Liebes Tagebuch,

 

nachdem wir die Heilerin überzeugen konnten, nach Phandalin zu reisen, machten wir selbst uns auf gen Osten. Die Richtung in die der Drache über Phandalin hinweg flog.

Es war eine schöne hügelige Gegend, die ein tolles Panorama von den schneebedeckten Bergen im Hintergrund bot. Unsere Reise verlief ruhig, bis eines Nachts uns das Brüllen eines Tieres weckte. Ein Drache der über uns hinweg flog, von Osten aus Richtung Nordwesten. Wir vermuteten, dass der Drache im Osten seinen Hort habe und machten uns auf diesen in jener Richtung zu suchen. Wir berieten uns und waren uns einig, dass wir auch den Gipfel erklimmen, um den Drachen zu finden.

Nach Tagelanger Reise durch Schnee und Eis, eine Kälte die uns bis ins Mark drang und uns fast niederstreckte, sahen wir in der Ferne am Gipfel des Icespire Peak eine Felsenfestung. Obwohl das Ziel in Sichtweite war, war der Aufstieg bei vereisten Felsen und heulende Windböen beschwerlich und dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Wir schafften es dennoch.

Die Felsenfestung war an einigen Stellen schon eingestürzt, hatte aber noch ein intaktes Torhaus. Das Fallgitter war nicht heruntergelassen und so konnten wir hineinspazieren. Zur Begrüßung wieherten uns fünf Pferde aus den Pferdeboxen entgegen. In dem angrenzenden Raum waren dann die Reiter zu den Pferden zu sehen. Vier Menschen, zwei Frauen, zwei Männer. Nach langer Diskussion, dass wir verschwinden sollten, es kein Drachen gäbe und wir doch bleiben können, weil ein Schneesturm aufzog, blieben wir und übernachteten in den Pferdestallungen. Ein hin und her das man sich auch hätte sparen können. Menschen lieben es einfach sich selbst reden zu hören…

Wir trauten dieser kleinen Gruppe nicht und wollten wissen, was diese Menschen hier mitten in einer Schneewüste zu suchen hatten. Also schickten wir in tiefster Nacht unseren schwärzesten aller Schatten aus: Lia. Sie sollte herausfinden die Menschen ein wenig bespitzeln und herausfinden, was sie so vor hatten.

Während Jens, Falben und ich gespannt in unserem Nachtlager warteten, hörten wir einen tiefen Schrei und wussten, dass Lia ihr Opfer leiden lässt, statt es direkt zu töten. Oder vergessen hatte, dass man mit dem spitzen Ende des Rapiers zusticht…

Das Resultat war natürlich ein wilder Kampf, aus dem wir natürlich als Sieger hervorgingen und eine Bogenschütze als unser Gefangener. Nachdem uns Lia erzählte, dass die Bande sich darüber unterhielt, wie sie am besten den Drachen ausnehmen würden, vernahmen wir den Gefangenen zu dieser Sache. Er erzählte eigentlich gar nichts, also machten wir uns am morgen selbst darauf, die Festung zu erkunden.

Die Festung zählte riesige Räume und Kunstschätze. Zu ihre Blütezeit sahen die Hallen garantiert sehr prunkvoll aus und so manches großes Fest wurde hier gefeiert. Doch nun, war es mehr Staub und die Räume wurden stattdessen mit Skeletten geziert.

Als wir auf das Flachdach der Festung kamen, sahen wir einen schlafenden weißen Drachen. Unser Reiseziel war erreicht, doch nun kam die schwierigere Aufgabe: Das Monstrum musste getötet werden.

Wir nutzen aus, dass der Drache am Schlafen war und griffen an. Ein Pfeil bohrte sich in die Schuppen und anschließend flogen Ölflaschen auf den Drachen und ein Fingerschnippen von mir reichte und der Drache stand in Flammen. Doch war damit das Vieh nicht besiegt. Er hauchte seinen eisigen Atem in unsere Richtung. Während Jens, Falben und ich einen Moment lang in dieser Kälte zusammensackten, die einem fast das Blut in den Adern gefrieren ließ, hatte Lia sich wieder in Gedächtnis gerufen wie man ein Rapier richtig nutzt und tötete ihr Opfer ohne es lange leiden zu lassen. Die Eiseskälte ließ nach und Jens, Falben und ich konnten uns wieder erheben.

Als Zeichen des Sieges nahm jeder von uns dem Drachen eine Schuppe ab, nur Jens nahm noch mehr und zwar den Kopf. Dieser elendige Barbar muss wirklich einen Fetisch für Drachenköpfe haben, wenn er nun schon wieder tagelang einen verwesenden Drachenkopf mit sich herumschleppen will…

Nachdem wir die Ruine einer Festung erkundeten, wussten wir, dass diese nicht der Hort des Drachen war. Über eine Kilometerlange Rutsche aus einem Kellerraum kamen wir schließlich am Fuß des Berges an. Wir ritten zurück nach Phandalin, zeigten dieser blöden Kuh Halia die Trophäe und bekamen einen ewig langen Disput mit Halia warum wir Falben von den Zhentarim erzählten und warum wir ihn aufnehmen wollten. Sie gab ihm nur widerwillig eine Brosche, was ich nicht verstehen konnte. Der Halbelf hatte einige Tricks auf Lager, was der Gruppe guttat und uns gut ergänzte. Freiwillig gab sie uns aber ein Empfehlungsschreiben für einen Zhentarimexklusiven Laden in Niewinter.

Nun sieht es so aus, als ob wir in Niewinter unsere Vorräte aufstocken und anschließend die Schwertküste verlassen werden…

 

Und nun muss ich mich von dir verabschieden liebes Tagebuch, die Pflicht ruft,

Bis bald,

dein Leoran

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