Das Grauen im Canyon

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Das Grauen hat Einzug gehalten im Canyon, in dem sich einige wenige gottesgläubige Menschen ein Dorf aufgebaut haben und diesen trostlosen Flecken, versteckt vor der übrigen Welt, hoffnungsvoll Holyspringwater nannten. Jahrelange friedliche gemeinsame Existenz mit den Ureinwohnern, die ihnen erlaubt hatten, hier zu siedeln, steht auf Messers Schneide. Und alles vielleicht nur weil dieser von einem Manitu besessene, verfluchte Griffin der Nonne eine Falle stellte. Doch dazu später…

Derzeit ertönt im Dorf ein Schrei, der die Nonne Sarah, Mr. Jones und alle anderen im Raum aufschrecken lässt. Die Nerven liegen bloß, hatten sie doch zuvor in Erfahrung gebracht, dass Mr. Able der Ziehsohn des Banditenanführers Griffin ist. Und Mr. Able hat gewarnt, dass sein Ziehvater wesentlich mehr und gefährlicher sei als ein einfacher Banditenanführer.

So gewarnt stürmen sie hinaus zum Haus neben der Kirche. Als sie das Haus betreten, ertönt aus der oberen Etage wieder  der Schrei einer Frau und zwei Personen stürzen kämpfend die Treppe herunter. Die Kämpfenden werden als Mr. Sulbard und Mr. McFirdee erkannt. Im allgemeinen Gerangel schlägt Sarah mit dem Gewehrkolben nach Mr. McFirdee, dem Schmied und Sicherheitsbeauftragten des Dorfes. Mr. Jones haut ihm einen Stuhl über den Kopf, ohne das es diesen jedoch bremst. Erst ein zweiter Schlag mit dem Gewehrkolben von Schwester Sarah betäubt den wie wahnsinnig wütenden Mann nicht nur, sondern tötet ihn auf der Stelle. Diese Schwester tötet besser als sie betet, so scheint es einigen.

Im Folgenden wird die Frau des schwer verletzten Mr. Sulbard und der ohnmächtige Sohn im Obergeschoss gefunden und ebenso wie er versorgt. Gerade als am Arm von Mr. McFirdee ein Mal des Bösen gefunden wird, erklingt schon wieder ein Schrei. Diesmal stammt er von der Witwe Montelli. Während Mr. Jones ihr zur Hilfe eilt, begibt sich Schwester Sarah ins Gebet. So entgeht ihr, dass Richard Chasen der Grund für die Hilferufe der Witwe ist. Er scheint in das Zimmer der Nonne eingedrungen zu sein und ein Kästchen entwendet zu haben, was der wenig später hinzukommenden Sarah schnell auffällt.

Derweil ist Mr. Jones schon bei der Verfolgung des Diebes. Dieser hat sich ein Pferd geschnappt und will fliehen. Mr. Jones schießt ihm jedoch das Ross unter dem Hintern weg. Wie immer humpelnd verfolgt der Tüftler den gestürzten Schurken. Auch die Nonne schließt sich der Verfolgung an. Im folgenden Schusswechsel wird Mr. Chasen schwer verletzt. Er lacht blutüberströmt den beiden Verfolgern jedoch nur ins Gesicht. Schwester Sarah findet ihr Kästchen und schleift den Sterbenden skrupellos zurück ins Dorf. Um das sterbende und leidende Pferd kümmert sich keiner der beiden.

Als sie im Dorf angekommen sind ist Mr. Chasen im Griff der Nonne gestorben, jedoch kümmert dies diese nicht. Dass es den oftmals etwas geistesabwesenden Mr. Jones nicht interessiert verwundert niemanden, aber die Nonne scheint wesentlich skrupelloser und härter zu sein als es bisher den Anschein hatte.

Mit Mr. Able und Mrs. Giles gehen die beiden zurück zum sterbenden Pferd, das von Mrs. Giles mit vorwurfsvollen Blicken von seinen Leiden erlöst wird. Sie und Mr. Able halten die Geschichte, dass Mr. Chasen gerade jetzt seine Tarnung fallen lässt für den Diebstahl eines Kästchens, dessen Inhalt die Nonne nicht preisgeben will, für sehr seltsam und beginnen zu zweifeln. Zumal der Dieb kein Mal am Arm trägt, was sein seltsames Verhalten erklären würde. Auch macht sich Mrs. Giles Sorgen um die Umstände, dass Mr. Emmet verschwunden ist und die Mormonen keine rechte Hilfe sind.

Nachdem Mr. Able sie verlassen hat, enthüllt Mrs. Giles, wie es so ihre Art ist wieder einmal zu spät, den beiden, dass sie zu den Texas Rangern gehört. Auch klärt sie die beiden darüber auf, dass sie vermutet, böse Mächte würden einen großen Plan verfolgen und dafür Furcht verbreiten. Dass Schwester Sarah trotzdem verheimlicht, was im Kästchen ist verärgert sie enorm.

Und endlich kommt sie zu der glorreichen Erkenntnis, die Wakanda, Mr. Armstrong und Two-day Montana schon länger hatten: Wakanda soll zwischen Indianern und Mormonen vermitteln, damit diese gemeinsam gegen die Griffinbande kämpfen. Um diese Erkenntnis mitzuteilen, schickt sie die Nonne und den Tüftler mit dem letzten Pferd auf die Suche nach den drei anderen, die sie dann in den letzten Stunden vor der Dämmerung auf einer verlassenen Farm finden.

Derweil stehen auf der Farm Wakanda, Mr. Armstrong und Twoday Montana bei Makona, Montanas indianischer Frau. Wakanda teilt ihren Begleitern mit, Makona sei von einem Manitu besessen und würde sich deshalb wieder in das Wolfs-Mensch-Monster verwandeln. Makona wird an ein Bettgestell gefesselt. Montana, glücklich seine geliebte Frau endlich wieder bei sich zu haben, schwankt zwischen Wunschdenken und sachlicher Einschätzung der Lage und ist keine Hilfe. Immer noch von Schuldgefühlen geplagt, seine Frau im Stich gelassen zu haben, kann er sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, seine Frau würde, Manitu hin, Manitu her, ihm etwas antun.

Während die beiden anderen sich schlafen legen, wacht Montana bei Makona und redet ihr gut zu. Seine Gedanken reisen zurück zu den schicksalhaften Nächten, in denen er Makona verloren hatte. Immer wieder wünscht er sich, er hätte mehr Mut bewiesen und damals nicht das Vergessen im Schnaps gesucht. Auch die selbsterwählte Aufgabe, Wakanda bei der Vernichtung der Monster dieses Landes zu helfen war letzten Endes nur eine Flucht, um sich nicht der Gewissheit zu stellen, dass Makona lebte und seine Hilfe brauchte.

Hätte er doch auf die Alpträume gehört. Die Geister hatten in diesen Träumen zu ihm gesprochen und ihn an seine Verpflichtung gemahnt. Jetzt hat er also 2 Versprechen zu halten, und er wird sich nicht wieder selbst belügen. Mit seinem Leben wird er dafür einstehen, diesen Verpflichtungen nachzukommen. Erst einmal muss seine Frau geheilt werden. Dann wird er Wakanda helfen. Noch während er über seine schlimmen Träume nachdenkt, merkt er auf einmal, dass Wakanda auch von Alpträumen geplagt wird und weckt sie. Auch in der Scheune träumt Armstrong schlecht.

Mehrmals hilft Wakanda mit ihrer Magie Makona. Einmal, als draußen Wölfe heulen, beginnt Makona sich in die Bestie zu verwandeln, beruhigt sich aber wieder, als die Wölfe verstummen. Armstrong  begibt sich wieder ins Haus als Wakanda Pferde vom Taleingang her hört. Aus dem Dorf sind währenddessen  immer wieder Schüsse zu hören.

In einigen hundert Meter Entfernung erkennen Wakanda, Armstrong und Montana  auf dem Hauptweg drei Reiter, die Richtung Holyspringwater reiten. Einen davon erkennt Montana als Elam Ferguson. Auch der verfluchte Untote scheint etwas zu spüren. Ebenso scheint Makona ihn zu wittern, denn auf einmal beginnt sie zu knurren und sich zu verwandeln. Montana möchte glauben, dass sie ihn und seine Freunde beschützen will und deshalb so reagiert, aber mittlerweile haben Wakandas Warnungen seine Hoffnungen so sehr ins Wanken gebracht, dass er froh ist, als die Schamanin seine Frau mit Gift und Räucherwerk ruhig stellt.

Daraufhin verschwindet der Untote in Richtung des Dorfes. Im Morgengrauen begibt sich Wakanda zu einigen Spähern der Totoimana und überredet sie dazu, Makona zu Fliegt-mit-den-Geistern, dem Schamanen des Stammes, zu bringen. Gerade, als die drei Gefährten auf der Farm die Besessene zum steilen Rand des Tales bringen, gesellen sich Sarah und Mr. Jones dazu, was sich als glückliche Fügung herausstellt, da der Technikus tatsächlich eine praktische Vorrichtung zusammenbaut, mit deren Hilfe Makona gefahrlos zu den wartenden Indianern heraufgebracht werden kann. Diese machen sich mit Montanas Frau auf den Weg zu ihrem Stamm.

Unten geraten Armstrong und Montana mit der Nonne aneinander als sie und Mr. Jones von den Vorkommnissen im Dorf und vor allem von dem fast gestohlenen Kästchen berichten. Schwester Sarah weigert sich vehement dagegen, den Inhalt des Kästchens zu offenbaren. Erst nach längerem Streit gewährt sie Mr. Armstrong einen Blick auf den Inhalt, nachdem dieser die Nonne mit einem Trick glauben machte, er würde ihrem Glauben angehören. Nur durch Mr. Armstrongs Vermittlung wird eine weitere Eskalation verhindert.

Jedoch macht dieser nun der Nonne Vorhaltungen, dass dieser Gegenstand wohl so wichtig und wertvoll ist, dass es wohl eine Torheit war ihn einfach so herumzutragen und nicht direkt mit allen Mitteln nach Deadwood zu bringen. Aber die Nonne hatte sich darauf verlassen, dass niemand von Ihr und diesem Gegenstand wisse. Doch auch Wakanda spricht nun von einer Vision ihres Lehrers, die besagt, dass dieser Gegenstand den besessenen Griffin vernichten oder zumindest vertreiben soll. Anscheinend dreht sich alles um diesen Gegenstand, von dem anscheinend auch viel mehr Leute wissen als die Nonne wahrhaben will. Das Böse ist hier sehr mächtig, jedoch auch das Gute.

Ein großer Kampf scheint bevorzustehen, und man kann sich seine Kampfgefährten nicht immer aussuchen. Die junge Schamanin, der mysteriöse Mr. Armstrong, der unbeholfene Mr. Jones, die Nonne Sarah, die anscheinend ebenso viel verheimlicht wie Mrs. Giles und der Cowboy Twoday Montana, der die anderen nicht vor seiner Frau gewarnt hat und derzeit mit den Gedanken eher bei ihr zu sein scheint, werden sich zusammenraufen müssen, um die anstehenden Aufgaben und Gefahren zu überleben. Der anstehende  Kampf gegen die Griffinbande mit ihrem besessenen Anführer wird diese Gruppe zusammenschweißen oder zerbrechen lassen…

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