Minen des Wahnsinns 2 – Reise in die Vergangenheit

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Reisetagebuch von Amir aus Freidorf, Gottes Diener und Astrids Werkzeug

Kreutzing 10.09.888 n.G.

Am Morgen nach der Annahme des Auftrages von Meister Gundren Eisenkrämer machen wir unsere Erledigungen in der Stadt und rüsten uns für eine lange Reise. Gegen Mittag brechen wir Richtung Schwarze Hügel auf und kehren Kreutzing den Rücken zu. Die ersten Reisetage verlaufen ereignislos und das Wetter ist gut. Wir alle (naja fast alle) sind froh, endlich mal wieder frische Luft zu atmen.

Avelten 13.09.888 n.G.

Am 3. Reisetag erreichen wir das uns noch gut bekannte Avelten. Severin geht direkt ins Gasthaus “Zur Apfelblüte” wo wir übernachten wollen. Romin und Velten besuchen die Wachstube, wo sie mit dem Wachmann sprechen und nach den zwei vermissten Helfern von Gundren Eisenkrämer fragen. Unterdessen gehe ich zur Hütte von Jenny und Pel, allerdings ist die Hütte verschlossen und wirkt heruntergekommen und verlassen.

Als ich die Schenke betrete wirkt der Wirt nicht gerade glücklich, mich zu sehen, er scheint mich erkannt zu haben. Außer dem alten verrückten Wilhelm und dem Gastwirt Tolier erkenne ich niemanden. Die Bedienung Sara bringt unsere Getränke und zieht sich auf Nachfrage nach Jenny und Pel zurück. Der Wirt will uns kein Zimmer vermieten, er scheint uns die alte Geschichte noch immer nachzutragen. Ich versuche den alten Wilhelm mit Apfelwein zu befragen und gerate über seine lange tragische Geschichte in einen Apfelweinvollrausch, der mich am nächsten Morgen mit brummendem Schädel im Stall erwachen lässt.

Die drei anderen brechen auf Severins Wunsch in Jennys alte Hütte ein, um dort zu übernachten. Das Haus scheint schon seit einiger Zeit verlassen. Nachdem wir uns am Morgen wiedergefunden haben, und Velten ungeniert meine Situation ausgenutzt hat – Rache ist süß denke ich mir – gehe ich zum See, um mich frisch zu machen und einen klaren Kopf zu bekommen. Romin spricht währenddessen mit dem Dorfpriester Ronius. Als ich vom See zurückkomme, gehe ich zur Kirche und spreche mit Ronius. Laut dem Priester hat Jenny mit Pel im Frühjahr Avelten verlassen… ob das wohl stimmt… ich werde es wohl nie erfahren.

Anwesen von Olmor Kemp 14.09.888 n.G.

Einen Tag später erreichen wir das Anwesen von Olmor Kemp, dem alten Bürgermeister von Freidorf. Wir sehen Kunibert wieder. Er berichtet uns davon, dass viele Fremde durch Freidorf reisen, aber niemand in den Ruinen verweilen will. In den Ruinen unserer Heimat soll es angeblich spuken.

Ruinen von Freidorf 15.09.888 n.G.

Freidorf ist eine einzige Ruine, alles ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt, ein schrecklicher Anblick. Melancholische Gedanken kommen in mir hoch und ich verweile in alten Erinnerungen. Als Andenken nehme ich die Pfeife der Gastwirtin an mich, die ich in den Überresten des “Derben Vogts” finde. Große Traurigkeit lastet auf mir. Das Kästchen der Heiligen Astrid beschützt und tröstet mich.

Velten findet in den Überresten der Kirche das Taufbecken, welches aus unerklärlichen Gründen zerbrochen ist. Einige Lager von Reisenden wurden anscheinend fluchtartig verlassen. Als Romin das Taufbecken untersucht stellt er eine Art Magie fest, die überall zu spüren ist. Severin repariert das Taufbecken, seine Motivation dabei ist völlig unklar, vermutlich weil er es kann. Nach dieser langen und schwermütigen Rast verlassen wir Freidorf, ich versuche nach vorne zu blicken und meine “Dämonen” hinter mir zu lassen…

Schwarze Hügel 24.09.888 n.G.

Am 24. September erreichen wir nach zweiwöchiger Reise endlich die Ausläufer der Schwarzen Hügel und somit die gesucht Mine…

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