Die Belagerung von Sonnstatt – Teil 8

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Sonnstatt 1. Oktober 2954 DZ

Aus den Erinnerungen eines Elben:

Die Nacht ist noch nicht vorbei und wir kommen noch vor Mitternacht nach Sonnstatt zurück. Wir besprechen uns noch einmal mit der Elbin Asche und lassen uns von ihrem Erlebten berichten. Wir lassen die Führer von Sonnstatt wecken und treffen uns mit ihnen in dem großen Langhaus. Wir wollen erfahren, was der Geist des Waldes wohl von Sonnstatt will bzw. was es wohl in Sonnstatt geben könnte das ihn interessiert. Hierbei versuchen wir erst einmal Asche herauszuhalten. Eingeladen sind die Ältesten der Stadt, die Anführer, Rahel die Seherin und auch die Zwerge.

Uns war noch bekannt, dass der Geist des Waldes einst ein mächtiger Häuptling der Ostlinge war. Er soll sogar der letzte große Häuptling gewesen sein. Sein Name war Khamul und er war vom Stamm der Sagath.

Die Versammlung erwartet uns und Roderic teilt ihnen unser Anliegen mit. Mit Ceawin diskutieren wir warum sich unser Feind so verhält wie er es gerade tut. Hierbei ist er jedoch keine große Hilfe.

Die Alte Morna hingegen kennt eine Geschichte aus längst vergangenen Tagen. Es soll ein altes Grab geben von dem Volk der Wagenfahrer. Dieses Grab soll sich der Geschichte nach zufälligerweise genau da befinden wo jetzt die Schmiede errichtet wurde. Als diese errichtet wurde war dort nur ein Hügel mit einigen alten Steinen.

Mit dieser Information wollen wir den Ort erkunden, nicht aber ohne auch gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Schließlich wissen wir, dass unser Feind auch in diesem Augenblick dabei ist einen Stollen in Richtung der Schmiede unterhalb der Stadt voranzutreiben. Während wir uns zu der Schmiede begeben gehen Ferdibrand und Hergrim zu der Seherin Rahel. Derweilen ist das Unheil an künden Trommeln der Orks in der ganzen Stadt wahrzunehmen.

Die Seherin führt meine beiden Gefährten zu ihrer Hütte. Der Schornstein offenbart, dass in der Hütte ein wohliges Feuer entfacht wurde. Bereits außerhalb der Hütte bemerkt man die Ausstrahlung einer außergewöhnlichen Hitze. Die Seherin fordert meine Gefährten auf all ihre Kleidung abzulegen und ihr in die Hütte zu folgen. Auch sie tut dies. Nur bekleidet mit den nötigsten betreten sie die Hütte, in der sie von einer starken Hitze und berauschenden Gerüchen empfangen werden. Der Duft von Kräutern liegt schwer in der Luft. Die Seherin fordert sie auf es sich gemütlich zu machen und zu entspannen. Sie sollen ihre Gedanken, ihre Sorgen freien Lauf lassen und sich auf das konzentrieren, was ihnen in der Vergangenheit wichtig war. Die Schwitzhütte, Kräuter und das Ritual entfalten ihre Wirkung.

Derweilen an der Schmiede: die Schmiede ist das einzige Haus in Sonnstatt welches aus Stein errichtet wurde. Sie wird betrieben von Beren. Sie wurde auf einem Hügel/Hügelgrab errichtet. Nach mehrmaligem Klopfen wird die schwere Holztür von dem verschlafen wirkenden Schmied geöffnet. Roderic berichtet ihm von unserem Anliegen. Der Schmied wirkt sichtlich erschöpft auch irgendwie verloren, ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben könnte aber so machte er ein Eindruck auf mich nachdem Roderic seine Erzählungen beendete. Er bittet uns in seine Schmiede und bietet uns sogar Getränke an. Nervös und auch vielleicht erschöpft fragte uns, ob der Geist des Waldes vielleicht auch etwas anderes suchen könnte. Vielleicht ein Gegenstand oder gar eine Person. Dabei fängt er sogar an seine Habseligkeiten zusammen zu packen.

Schließlich möchte er uns was berichten, etwas offenbaren nicht aber ohne dass wir ihm vorher schwören nichts davon weiter zu erzählen. Da ich diesen Schwur pauschal vorher nicht geben kann und will verlasse ich die Hütte. Meine beiden anderen Gefährten leisten ihm diesen Schwur. So berichtet er ihnen, dass die Diener des Schatten schon oftmals versucht hatten seiner habhaft zu werden. Er erzählt, dass er nur wirklich sehr langsam altert, sich sogar von Wunden erholt die für andere tödlich hätten sein müssen. Langsam öffnet er sein Hemd und man kann auf seiner Brust einen Stern, eine Tätowierung, erkennen. Unter diesen Stern in der Brust erstrahlt ein Kristall oder ein Edelstein welcher die Hütte und meine Gefährten in einem wohligen Licht einhüllt.

In der Schwitzhütte: in den Gedanken meiner Gefährten tauchen Bilder gleichsam wie Lichtblitze auf. Eine Vision vom Geist des Waldes. Dann ein aufleuchtender Stern oder Kristall der sie mit Wärme erfüllt und eine unermessliche Gier des Geist des Waldes nach diesem Stern. Der Geist des Waldes ist erfüllt davon, diesen Stern oder Kristall um jeden Preis zu besitzen. Es ist der Fokus von dem Geist des Waldes.

Ferdibrand, dem sein Gasthaus auch sehr am Herzen oder auch am Magen liegt, sieht dort reges Treiben, Feierlichkeiten und eine ausgelassene Stimmung. Dann verändert sich die Szenerie und er sieht, wie Viglundinger sein Östliches Gasthaus in Schutt und Asche legen.

Hergrim hat eine Vision von Thal. Das große Fest in Thal findet statt. König Bard wird gefeiert. Aber er sieht auch einen Schützen, schwarz gekleidet, der auf einem Dach liegt und mit seinem Bogen auf die Tribüne zielt. Dort befinden sich der König und die Königin. Er kann jedoch nicht erkennen, auf wen der Schütze angelegt hat und ob dieser Erfolg hatte. Dort brechen die Version ab.

Beide berichten der Seherin von ihren Version. Auch die Seherin hatte welche und berichtet, dass sie auch den Stein gesehen hat und dass er sich irgendwo in Sonnstatt befindet. In dem Stein brennt das Feuer des silbernen und goldenen Baums. Sie hat auch gesehen, dass die Schlacht um Sonnstatt blutig sein wird. Sie wird kurz bevorstehen. Die Schlacht soll nur gewonnen werden können, wenn der Geist des Waldes besiegt wird.

Auch hat sie gesehen, dass sich die Dunkelheit in dem Düsterwald wieder ausbreiten wird. Die älteste der Flussjungfern ist von Schatten korrumpiert. Wenn sie nicht gerettet wird werden die anderen Flussjungfern und auch die Völker am Fluss fallen. Mit Verschwinden des Schnees am Ende des Winters wird der Angriff auf die Waldmenschen beginnen. Nur wenn sich die Waldmenschen einig sind, eine Gemeinschaft bilden, werden sie eine Chance haben diesen Kampf zu bestehen. Einer ihrer großen Anführer wird fallen und dennoch müssen sie eine Einheit bilden. Eine entscheidende Schlacht wird vor der Schwarzen Festung stattfinden. Diese Schlacht wird Schicksalsentscheidend sein.

Radagast und ein König der Zwerge aus längst vergangenen Tagen werden von den Spinnen gefangen gehalten. Es gilt sie zu befreien, da wir den Zauberer brauchen um die  Flussjungfern von dem Schatten zu befreien.

In dem Dämonenturm der Zauberin liegt das Geheimnis des Halborks Magog. Die Zauberin Zimraphel versucht ein mächtiges altes Wesen, einen gefallenen Elben, zu erwecken.

Die Seherin hatte noch mehrere andere Visionen kann diese aber nicht wirklich zuordnen bzw. beschreiben. Auch wird sie nicht müde zu erklären, dass es in der Natur von Visionen ist, nur eine der möglichen Ereignisse der Zukunft zu beschreiben. Alles ist im Fluss und in Veränderung. Wieder einmal ist dir klar geworden, dass Weissagung von Seherin nur einen sehr begrenzten Wert haben.

In der Schmiede: Beren der Schmied erzählt, dass das alles schon seit seiner Geburt so war. Seine Eltern waren stolz und glücklich da sie doch meinten, dass das Ganze ein Segen der Götter sei. Er selber empfindet es eher als einen Fluch. Menschen, die ihn begleiteten oder gar versucht hatten ihn zu beschützen wurden von den Dienern des Schattens niedergemacht. Er selber hat die Übergriffe immer irgendwie überlebt. Aber als er dann wach wurde musste er sehen, dass um ihn herum nur noch Tod und verderben war. Darum ist er seit vielen Jahren auf der Flucht und meidet Gemeinschaften und Freunde. Mittlerweile zählt er 287 Jahre. Bei den Erzählungen fällt Narvi die Geschichte der Silmaril ein. Sollte er etwa einen dieser Silmaril oder etwas ähnliches in sich tragen? Der Schmied erzählt auch, dass seine Mutter von den Numenorern abstammt.

Später in der Nacht finden wir wieder alle zusammen. Wir tauschen uns nur wirklich grob aus und beschließen dann noch einmal die Schmiede aufzusuchen. Nachdem mir der Zwerg zusicherte, dass ich den Schwur ruhigen Gewissens dem Schied leisten kann, bin auch ich nun dazu bereit. So berichtet uns der Schmied noch einmal seine Geschichte. Jetzt sind wir wirklich alle im Bilde. Während der Schmied noch einmal seine Geschichte erzählt offenbart sich uns der Stein, in dem er wieder im gleißenden Licht erstrahlt. Da wir immer noch nicht wissen was genau dieser Stein ist und vielleicht sogar will versuche ich mit meiner Elbengabe Kontakt zu ihm aufzunehmen. Dies ist mir jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Die Frage ist nun wie gehen wir weiter vor. Jetzt wissen wir was der Geist des Waldes von Sonnstatt will. Eine Idee ist es, dass sich der Schmied offenbart und wir gegen den Geist des Waldes gemeinsam antreten.

Zunächst wollen wir aber noch einmal mit Asche sprechen und gehen zu ihr hin. Roderic fragt sie, ob und wie man den Geist des Waldes in eine Falle zu locken vermag. Wir diskutieren mit ihr verschiedene Möglichkeiten. Ihn vor der Schlacht zu vertreiben könnte eine mögliche Option sein, wissen jedoch nicht ob wir ihn überhaupt vernichten können.

Eine Möglichkeit wäre es durch die Schattenwelt zu reisen, so dass er unser gewahr wird und ihn dann zu stellen. Vielleicht sogar während der Schlacht da seine Unterstützer gebunden wären. Dies klingt nach einem waghalsigen Plan. Also genau das, was wir sonst auch immer machen. Die Aussicht auf ein Abenteuer und den sicheren Tod. Was wollen wir mehr?

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