Far Point Station

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An der Bahnstation Far Point Station Richtung Deadwood versammeln sich die seltsamsten Gestalten. Eine vornehme, junge, weiße Misses, ein Mann mit gezwirbeltem Bart im Frack, der mit Spielkarten herumspielt, ein etwas ungepflegter Mann in einer Konföderiertenjacke, eine Familie mit zwei rüpelhaften Jungen, zwei Trapper, eine Alleinreisende vom Land, Cowboys, ein Professor, eine Reisejournalistin, ein Museumsbeauftragter, Chinesen, Dunkelhäutige, ein Mormone, eine Indianerin und viele andere.

Alle steigen in den leeren Zug, der aus dem Süden kommt. Deadwood scheint ein Ort ohne Wiederkehr zu sein. Während sich alle Passagiere auf die Wagons verteilen und sich mehr oder weniger vorsichtig beäugen, bereiten die Bediensteten des Nightdrifters die Abfahrt vor.

Gregory Dawson und Mister Armstrong spielen im Speisesaal Poker. Die Indianerin Wakanda sitzt in einer Ecke auf dem Boden und singt mit um den Kopf geschlungenen Armen seltsame Lieder der Wilden. Im Westen tauchen in der Prärie Indianer auf und folgen dem Zug ein Stück. Unterwegs werden erste Bekanntschaften gemacht.

Mr. Seyberth, ein Bostoner Gentleman, wird vom Schaffner regelmäßig zum Gepäckwagon geleitet. Wir überfahren irgendetwas.

Professor Jones transportiert Nitroglyzerin und Dynamit in seinem Gepäck und erregt damit den Ärger der aufrechten Schwester Sarah.

Montana versorgt die Indianerin mit Essen und hört sich ihre Theorie zur Vergiftung von Mutter Erde durch die Technik und das schlechte Wesen des weißen Mannes an, die dadurch schlimme Kreaturen hervorbringt. Darauf berichtet Montana vom Verschwinden seiner Frau und dem Tod vieler Sioux durch einen Wolfsmenschen.

Bei Anbruch der Dämmerung ertönt ein Schrei aus dem hinteren Zugteil. Der Schaffner Mr. Crocker trennt entsetzt den Gepäckwagen ab und wird von etwas hineingezogen. Der Gepäckwagen verliert an Geschwindigkeit und bleibt in der Nacht zurück. Mr. Crockers Schreie dringen durch die Dunkelheit bei der Einfahrt in die Black Hills.

Armstrong unterrichtet als Zeuge dieses Vorfalls des Koch. Es riecht nach verbranntem Fleisch. Vor dem Zug befindet sich etwas auf den Schienen. Von vorn ertönt ein weiterer Schrei und der Zug bremst abrupt auf einer Brücke, auf der eine Barrikade errichtet ist. Etwas explodiert und die Lok stürzt mit Resten der Brücke ein Stück in den Abgrund.

Die Reisenden werden erschüttert und geraten in Panik. Die Lok zieht den Zug in die Tiefe. Reisegäste springen aus den Fenstern. Die Schwester rettet ein Kind. Jones rennt nach vorn und koppelt Kohlewagen und Zugmaschine ab, die in den Abgrund stürzen. Aus dem Wald wird auf uns geschossen.

Montana springt aus dem Zug, zieht seine Revolver und feuert auf die Angreifer und trifft erstaunlicherweise mehrfach. Die Indianerin sprintet zu ihrem Bogen. Armstrong zündet unbemerkt eine Dynamitstange eines Wegelagerers in dessen Hand. Schwester Sarah schießt mit ihrer Flinte und erledigt einen Sünder. Armstrong, Montana und andere werden getroffen.

Als Werkzeug Gottes feuert Sarah aus allen Rohren, während Prof. Jones sich unter dem Sitz versteckt und die verängstigte und unverhohlen für ihn schwärmende Penelope Brown tröstet. Der Schwarze entpuppt sich als versierter Revolverheld, der entweder vom Glück verwöhnt oder schlicht unverwundbar ist.

Schließlich flüchten die Angreifer nach zahlreichen Verlusten. Die Schwester und die Indianerin kümmern sich um die Verletzten. Wölfe holen sich die Leichen.

Miss Giles wird bleich, als Armstrong berichtet, dass der Schaffner von einem Etwas angefallen wurde. Giles vermutet, dass im Wagon ein gefährliches Wesen transportiert wurde und fordert uns auf, den Gepäckwagen zu suchen.

Armstrong untersucht den Wagon, überall ist Blut. Er betritt den Wagen. Die Kiste ist von innen von einem Wesen gesprengt worden, das enorme Kratzspuren verursacht. Etwas Gewaltiges muss hier transportiert worden. Und der Spuren nach zu urteilen hat die Kreatur zwei Körper verschleppt.

Der zweite Wagon ist ebenfalls mit Blut getränkt, doch Leichen fehlen. Die Lebensmittel sind noch da. Wir finden Kokonreste und vermuten, dass das Wesen seine Eier in die Leichen legt. Auf dem Rückweg bemerken wir, dass die Wölfe getötet werden. Dann kehren die Wölfe tot als Geisterwölfe zurück. Montana wirft das Lampenöl, trifft die Wölfe aber nicht. Wir ziehen uns auf das Zugdach zurück.

Aus Nebel tritt ein Geist auf uns zu, wird mit Schrot durchfeuert, was ihn nicht stört. Er reißt die Tür aus dem Zug. Er will Elam Ferguson. Der Schwarze fliegt durch ein Fenster, doch er rappelt sich wieder auf. Eine Ewigkeit stehen die beiden sich gegenüber. Dann versucht Ferguson zu ziehen, aber noch bevor er seine Waffe berühren kann, ist er schon von den Kugeln des Geistes durchlöchert.

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