Die Teufelsratten von Kronau V – Gefahr im Verzug!

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

23. Mai 1733 – Um 19 Uhr treffen wir uns zum Abendessen mit der Baronin Anemine von Freyberg. SIe berichtete von dem Schicksal der Familie Tauber. Rosa Tauber war eine Mätresse des Grafen. Nach dem Tod der Gräfin wurde sie verstoßen und verlor Einfluss und Vermögen. Seitdem hausten die Taubers im Armenviertel und betrieben zwielichtige Geschäfte. Wir berichteten von unserem aktuellen Kenntnisstand. Die Baronin beauftragte uns, die Hintergründe zu den Teufelsratten zu erkunden und das Problem zu beseitigen. Dafür war sie bereit, ein stattliches Sümmchen springen zu lassen. Natürlich willigten wir ein. Bemerkenswert: Es hing im Speiseraum eine Ahnengalerie, allerdings war das letzte Bild von Baron Maximilian Leopold von Freyberg (geb. 1584, gest. 1648).

Am nächsten Tag holten wir einige Auskünfte ein. Über das Haus von Doctor Seiffenberger wurden von Don Ignacio Solozano de la Minozadie und Roland Voss die Tunnel erkundet, um einen Zuweg zum Armenviertel zu finden, ohne durch das Haus des Arztes zu müssen. Roland Voss erfuhr dann später in der Stadt noch von einem Priester, Gustaf Waldfrieden, der als Vertrauter der Madame Rosa Tauber und der Grafenfamilie galt und mit dem Sturz der Madame ebenfalls in Ungnade fiel.

Nachmittags machen wir uns auf den Weg in das Armenviertel. Wir erkundeten das Haus der Familie Tauber im Osten der Stadt. Auffällig: keine Wachen auf der Stadtmauer. Um in das Haus einzusteigen, war es zu hell und der Ort zu gut gesichert, also beschlossen wir, erstmal die Kirche zu erkunden.

Wir hörten das Fiepen von Ratten aus dem Inneren des verfallenen Gebäudes und wie sich Schergen darüber unterhielten, am Abend die Seuche über die Stadt zu entfesseln. Es war Gefahr im Verzug! Wir stürmten das Haus und kämpften gegen die Schurken. Drei von ihnen verwandelten sich in Wehrratten. Wir rangen sie in einem harten Gefecht nieder. Keiner von ihnen konnte entkommen, und keiner der zahllosen Käfige voll mit Seuchenratten wurde geöffnet. Ein schmerzhafter aber voller Erfolg!

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Über thd

1984 DSA 1 zum Geburtstag gewünscht und wider Erwarten die Basis-Box bekommen. Nachdem ich Silvana drei mal befreit hatte, merkte ich, dass ich Mitspieler brauchte, um mit der Box weiter etwas anfangen zu können. Glücklicherweise sah ein Freund aus der Nachbarschaft die Bücher bei mir herum liegen und meinte, sie würden in einer Runde etwas ähnliches Spielen, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Klar hatte ich das, und so bin ich mit Dungeons & Dragons angefangen. Zahlreiche Runden, Systeme und eine Vereinsgründung später, findet sich auf THORNET ein ziemlich großer Ausschnitt meiner Rollenspielerlaufbahn.

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