Albträume von Angmar – Teil 1

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01. September 2953 DZ – nördlicher Anduin, Morgens

Wir fahren mit den Booten weiter nach Norden am Schlangenwald vorbei. Dahinter sehen wir schon die schneebedeckten Gipfel des Nebelgebirges. Es ist friedlich und das Wetter ist prima. Nördlich des Waldes legen wir am Ufer an und verstecken die Boote in der Böschung. Dann wandern wir in Richtung des Waldes zu Mabs Hütte.

Mittags bemerke ich einen unauffälligen Schatten im Wald, vielleicht jemand, der uns beobachtet? Sonst passiert aber nichts weiter. Wir erreichen unbehelligt die Hütte, wo Mab uns begrüßt. Wir bekommen etwas zu essen und unterhalten uns mit ihr. Sie fragt nach unseren Plänen und als wir von einem Besuch bei den Hügelmenschen sprechen, erzählt sie uns einiges über die Hügelmenschen und ihre Geschichte. Sie sind abergläubisch, waren einst Jahrhunderte Sklaven des Hexenmeisters. Dieser brachte ihnen Gestaltwandeln und Hexerei bei. Mab gibt uns noch hilfreiche Tipps, mit den Menschen umzugehen. Wir sollen ihre Traditionen wahren und nicht zu forsch auftreten. Loghain könnte von einem Frieden überzeugt werden, einfacher wird es aber bei Hwalda sein. Wir unterhalten uns noch eine Weile und übernachten dann bei Mab.

03. September 2953 DZ – nördlicher Schlangenwald

Wir machen uns früh auf den Weg Richtung Norden. Wir laufen den ganzen Tag, sehen aber niemanden. Abends erreichen wir ein Gehöft, wo wir zwar kritisch beäugt, aber doch eingelassen werden. Dort erzählt man uns, dass der Schwarze Tom wehrfähige Männer sammelt, um eine Miliz aufzubauen. Wir übernachten hier.

04. September 2953 DZ – nördliches Anduintal

Wieder machen wir uns früh auf den Weg und laufen den ganzen Tag, der ereignislos verstreicht. Abends erreichen wir Toms Gehöft, wo wir von Tom freundlich begrüßt werden. Er hat eine kleine, bewaffnete Truppe dabei, offensichtlich ein Teil der Miliz. Wir tauschen einige Informationen mit ihm aus und er erklärt uns, welchen Weg wir weiter nehmen sollen.

05. September 2953 DZ – nördliches Anduintal

Morgens brechen wir früh auf und laufen den ganzen Tag nördlich. Abends erreichen wir eine Senke, in der wir unser Nachtlager aufschlagen. Während meiner Wache bemerke ich einen merkwürdigen Geruch. Ich schaue mich um und sehe in einiger Entfernung ein Feuer brennen. Ich wecke Roderic und schleiche mich an das Feuer an. Was ich dann sehe, ist gleichermaßen beeindruckend wie erschreckend. Ich dachte, ein Troll wäre groß, das ist aber nicht so. Am Feuer, das eher einem Scheiterhaufen ähnelt, sitzt ein Riese, der locker doppelt so groß wie ein Troll ist. Auf dem Feuer brät er sich ein ganzes Pferd. Ich schleiche wieder zurück.

06. September 2953 DZ – nördliches Anduintal

Sehr früh machen wir uns auf den Weg Richtung Nordwest. Wir können noch sehen, dass sich der Riese auf den Weg ins Gebirge macht. Im Laufe des Tages machen wir eine Pause und sehen zwischen den Hügeln eine Herde Wildpferde, ein sehr schöner Anblick.

07. September 2953 DZ – nördliches Anduintal

Nachmittags erreichen wir ohne weitere Vorkommnisse eine Furt. Der Langquell ist hier etwa acht Meter breit und recht tief. Zudem fließt er schnell. Aber wir überqueren ihn ohne Probleme.

In einiger Entfernung sehen wir drei Personen, zwei Männer und eine Frau, die mit Fellen beladen sind. Sie bemerken uns ebenfalls. Wir nähern uns an, aber hier scheint es sich um Jäger und keine Feinde zu handeln. Die Frau stellt sich als Amfossa vor, die drei sind tatsächlich Felljäger aus einer Siedlung am Zusammenfluss von Langquell und Grauquell. Amfossa sieht aus, als hätte sie einen Elben in der Ahnenreihe, verneint dies aber auf Nachfrage von Earendil.

Sie hat einige Neuigkeiten vom Gundabadberg: die Orks dort werden zahlreicher und ihre Anführer, darunter Gorgol, Sohn des Bolg, kämpfen untereinander um die Vorherrschaft.

Wir lagern in dieser Nacht mit den drei Jägern und unterhalten uns noch weiter mit ihnen. Wir hören von Nagraw, einem Anführer der Warge und dass der Riese, den wir gesehen haben, von Toms Leuten „Einsamer Riese“ genannt wird.

08. September 2953 DZ – nördlich des Langquell

Die drei Jäger verabschieden sich und machen sich auf den Weg nach Osten. Wir machen uns auf Richtung Nordwest zum Nebelgebirge. Abends bemerke ich ein Tier auf einem Hügel in einiger Entfernung. Es ist ein schneeweißes Pferd, außergewöhnlich und edel. Earendil identifiziert es als das Mondenross, welches auch von König Thranduil begehrt wird. Leider haben wir wenig Zeit und müssen es ziehen lassen.

09. September 2953 DZ – nördlich des Langquell

Earendil findet heute Spuren von leichtem Schuhwerk, denen wir zunächst ohne Begegnung folgen.

10. September 2953 DZ – nördlich es Langquell

Wir folgen weiter den Spuren, verlieren sie aber in den steinigen Hügeln. Wir versuchen sie wiederzufinden.

11. September 2953 DZ – nördlich des Langquell

Im Laufe des Tages fällt mir etwas auf. Zwischen den Hügeln gibt es eine größere, unbewaldete Fläche. Diese ist kreisrund und als wir uns nähern, fällt auf, das auf dieser Fläche praktisch nichts wächst. Earendil und ich erinnern uns, eine Legende von sogenannten „Schwarzen Hügeln“ gehört zu haben. Die besagt, dass es hier vor Jahrhunderten eine Schlacht zwischen den Dienern Angmars und den Pferdemenschen gab. An den Stellen, an denen die Leichen der Diener von den Pferdemenschen beerdigt worden sind, wächst nichts mehr. Es sind heilige Stätten der Hügelmenschen, die sie wohl Gedächtniskreise nennen.

Wir bemerken zwei Hunde auf einem Hügel in einiger Entfernung, die laut kläffen und dann weglaufen. Kurz danach kommt ein Dutzend Menschen über den Hügel in unsere Richtung. Elf davon sind Männer und eine Frau, begleitet von einer Hundemeute. Alle Männer sehen ziemlich wild, wenn nicht sogar verwahrlost und zum Teil unterernährt aus. Die Haare und Bärte sind lang und verfilzt, die Waffen zeugen von sehr einfacher Handwerkskunst und bei dem einen oder anderen sieht man Missbildungen. Dagegen ist die Frau bildhübsch. Die gesamte Erscheinung dieser Gruppe erinnert an ein Rudel.

Die Menschen, offensichtlich handelt es sich hier um Hügelmenschen, beäugen uns misstrauisch. Ein älterer Mann ergreift das Wort uns spricht uns an. Er stellt sich als Cynbal, ihr Häuptling, vor und spricht Westron mit sehr hartem Akzent.

Cynbal äußert sich auch sehr misstrauisch, die Hügelmenschen sind besorgt, dass wir ihre heilige Stätte entweihen. Wir versuchen uns an Mabs Hinweise zu halten, doch das Gespräch läuft wenig vielversprechend, um nicht zu sagen zäh. Die anderen Hügelmenschen tuscheln und wirken zunehmend aggressiv.

Plötzlich steht Cynbal auf und zieht seine Waffe. Wir vermuten, dass er ähnliches von uns erwartet, es sich also um eine primitive Art eines Stärkebeweises handelt. Also wirbele ich etwas mit meinem Schwert und Roderic mit seinem Bogen. Das scheint Wirkung zu zeigen, denn Cynbal lädt uns in ihr Heim ein. Darauf entspannt sich auch der Rest seiner Gruppe. Die schöne Frau wird uns als Essylt vorgestellt. Wir packen unseren Kram und folgen den Hügelmenschen.

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