Das Vollmondfest – Teil 2

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Wir folgen dem Tunnel tiefer hinunter. Nur dem Zwerg scheint es mit jedem Schritt besser zu gefallen. Der Tunnel führt weg vom Fluss und weg vom Dorf grob in Richtung Osten. Narvi ist dabei die ganze Zeit mit sich selber am fachsimpeln und kommt zu dem Schluss, dass Numenorer diesen Tunnel gebaut haben. Earendil kann diesen Ausführungen nicht folgen und da alle anderen ebenfalls mit sich selbst beschäftigt sind unterhält er sich mit den Steinen des Tunnels. Und diese haben ihm sogar etwas zu erzählen. Sie berichten von einer Gruppe Südländer in Begleitung von Orks und unter der Führung einer Frau, einer Art Magierin oder Schamanin, die als letzte vor vielen Jahren hier hindurch gekommen sind. Die Gruppe war für eine Expedition ausgerüstet, scheinbar um hier etwas auszugraben. Der Tunnel führt uns schließlich zu einer Art Labyrinth. Eine vielzahl kleiner Räume die durch kurze Gänge miteinander verbunden sind. Narvi erkennt recht schnell, dass es sich um eine quadratische Grundform handelt, die genau einen Raum als Zentrum hat. In diesem Raum erzählen die Steine dem Elben wiederum, dass die Magierin hier ein Portal im Boden geöffnet hat, durch die die Expedition gezogen ist. Leider haben die Steine nicht darauf geachtet was die Frau genau gesagt hat, um den Mechanismus auszulösen. Aber Narvis Runenzauber kommt uns hier zu pass und es gelingt ihm, damit den Mechanismus auszulösen, so dass wir tiefer hinab steigen können.

Durch dieses Bodenportal steigen wir in eine riesige Halle hinab. Unser Licht kann die Ausmaße nicht erfassen und überall führen Stiegen und Treppen durch diese Halle. Narvi verliert auch hier nicht den Überblick und führt uns zielstrebig zu einer Plattform auf der wir zwei skelettierte Leichen finden. Beide weisen Verletzungen auf und scheinen zum Sterben hier zurück gelassen worden zu sein. Anscheinend waren sie auf dem Weg zu einem Durchgang, zu einer weiteren Halle, die wir von hier aus entdecken können, oder sie flohen von dort? Wir gehen natürlich weiter und erreichen einen Durchgang der in einem riesigen Portal endet. Das Portal scheint komplett aus Metall zu bestehen, zwei große Zugringe sind auf den Flügeln angebracht und seltsame Zeichen verzieren das Portal. Diese Zeichen sind so seltsam, dass keine von uns sie irgendwie zuordnen können. Als jedoch Roderic das Portal berührt, wandeln die Zeichen sich in Westron und offenbaren ein Rätsel. Ferdibrand als auch Narvi kommen schnell auf die Antwort „Die Zeit“ und die Flügel öffnen sich vor uns. Es öffnet sich ein leuchtender Gang vor uns. Er scheint aus Kristallen zu bestehen und mündet auf eine weiter Tür die sich öffnet als wir auf sie zugehen, erst als wir sie erreichen, bemerken wir, dass das große Portal sich geschlossen hat. Wir wollen eh weiter also kümmert uns das zur Zeit nicht. Hinter der Tür gabelt sich der Gang, alle Gänge münden aber in einen größeren Raum. Hier finden wir überall Überreste von Menschen, Orks und anderen Lebewesen. Es sind keine frischen Leichen und zum Teil sind auch nur noch Knochenreste übrig. Wir durchsuchen sie grob, aber nur Roderic kann einen wertvollen Edelstein entdecken. Aus diesem Friedhof führt wieder eine Tür, an der ebenfalls ein Rätsel steht. Wieder finden Narvi und Ferdibrand schnell die Lösung „Wind“ und die Tür öffnet sich. Uns wundert etwas, dass so viele an diesem Rätsel gescheitert sind, aber uns führt der Weg weiter.

Ein kurzer Gang der uns zu einem längeren Raum führt. Überall an Wänden, Decke und Boden sind Löcher und Schächte zu sehen. Außerdem sind jede Menge Knochen im Raum verteilt. Narvi will weiter und kann gerade noch einer Feuerlanze ausweichen, die sich aus einem Schacht auf den Boden ergießt. Erschrocken bleiben wir stehen und beraten uns. Plötzlich wird Narvi von einem kleinen Männchen, 60 cm groß mit Spitzbart und Mütze am Ärmel gezogen. Aus den Augenwinkeln hatte Narvi ihn schon immer Mal wieder hier unten gesehen. Jetzt stellt er sich als Loki vor, er ist ein Gnom und es stellt sich heraus, dass er schon seit mehr als 3000 Jahren hier unten lebt. Dieses Labyrinth wurde damals von Magiern der Ryuko als eine Prüfung herbeigerufen, die seit dem niemand bestanden hat. Leider wurde seine Familie dabei am Ziel eingesperrt und Loki sagt, das seine Familie erst dann befreit werden kann, wenn jemand alle Prüfungen besteht. Wobei immer nur einer die Aufgabe meistern muß, sofern sie nicht aus mehreren Teilen besteht. Die Karte, die uns hierher geführt hat, wird von einem Händler der Ryuko mit Namen Barahir auf der Händlerinsel unter das Volk gebracht, so dass sich immer mal wieder Gruppen hierher verirren, obwohl das letzte Mal bereits 40 Jahre her war. Wie gesagt scheiterten bisher alle. Die Leichen hat Loki oft in den ersten Raum drapiert, als eine Art Therapie mit der Einsamkeit klar zu kommen, was erklärt warum scheinbar so viele an der ersten Aufgabe gescheitert sind. Aber nicht wie Loki das hinbekommt durch diese Gänge zu kommen, er zeigt uns wie schnell er ist, in einem Wimpernschlag durchquert er den Raum vor uns, ohne dass er irgendetwas auslöst. Roderic bereitet sich auf die erste Aufgabe vor. Er tanzt wie ein Derwisch durch die Feuer- und Eislanzen, er wird zwar zwei Mal getroffen, kommt aber dampfend auf der anderen Seit zum stehen und tatsächlich kann der Rest unbehelligt folgen.

Im nächsten Raum sind Rüstungen und Statuen aufgebaut, hier finden wir wieder ein Rätsel mit der Antwort „Dunkel“. Dann treffen wir auf die Wächter. Loki erklärt uns, dass jeder Wächter von einer anderen Person besiegt werden muß und hier bleiben wir leider erfolglos, die Wächter sind so stark, das nur Hergrim es schafft seinem Gegner etwas zuzusetzen, aber auch er muß für einen Sieg noch mehr trainieren. Zum Glück sind diese Kriegsgeister ehrenhaft und lassen ab, sobald der Gegner sich ergibt. Leider hilft uns das nicht hier weiter zu kommen.

 

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