Ein Goblin mehr oder weniger I

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10. Phex 1038 BF

Bevor wir zur Kaserne aufbrachen, um uns mit Elkman Timpski zu treffen, bekam unser Magier eine Einladung von Olko Knaack in der Magierakademie Halle des Quecksilbers vorbei zu schauen. Später in der Kaserne, wurde Yussuf sehr aufmerksam von einem heruntergekommen Mann mit Namen Peddar gemustert und im Nachhinein diffamiert. Bevor uns nun Timski empfing, konnten wir zwischen ihm und einem Edelmann ein typisches Beispiel hierarchischer Strukturen bewundern. Es ging wohl um einen Mordfall und die Mondkinder.

Daraufhin bat uns Weibel Maatsen, ihm bei der Aufklärung eines Mordes zu helfen, welcher an einem Freund des Edelmannes und Stadtratmitgliedes Ilmar Persanzig begangen worden war. Dieser war am 9. Phex ermordert aufgefunden worden und es winkten 30 Batzen als Belohnung. Für Näheres sollten wir nun mit dem Goblinjungen Groink sprechen, welcher uns an den Tatort führte.

Wir erfuhren unterwegs, dass es sich bei dem Mordopfer um Albin Sewerski, ein angesehenes Familienoberhaupt handelte, welcher mit seiner Schwester Tineke Tulsteen, ihrem Mann Fredejan, seinem Sohn Nikol und dem Hausdiener Selscha unter einem Dach lebte.

Am Haus angekommen befragten wir alle Anwesenden. So erfuhren wir, dass der Mord zwischen 22 und 23 Uhr passiert sein musste, da seine Schwester und sein Sohn gegen 24 Uhr von einer Veranstaltung heimkehrten und der Hausdiener zu diesem Zeitpunkt schon schlief. Die Hintertür des Hauses stand offen. So gingen wir nun näher auf die Bewohner ein, um weitere Informationen zu erhalten.

Die Schwester Tineke hatte ein gutes Verhältnis zum Bruder. Sie hatte das selbe Erbe erhalten wie ihr Bruder. Sie mag allerdings die Verlobte ihres Neffen nicht und, wie sie sagt, ihr Bruder war auch nicht gut auf diese Verbindung zu sprechen.

Der Sohn Nikol hatte ein geteiltes Verhältnis zu seinem Vater, da er eine Verlobte hat, die aufgrund ihres Standes vom Vater abgelehnt wurde. Sie ist eine Tänzerin aus einer hiesigen Taverne Zur Elchschaufel. Der Sohn selbst arbeitet bei der Stadtzeitung.

Nach der Befragung machten wir uns daran die Umgebung zu untersuchen. Nebenbei erfuhren wir von Groink, dass in den letzten fünf Tagen, fünf seiner Familienmitglieder, die aufgrund ihrer erdbraunen Fellfarbe Erdpelze genannt werden, tot aufgefunden wurden.

Er glaube an Mord, da die Umstände mehr als Zweifelhaft waren. Tatsächlich stellt sich heraus, dass die zuständigen Stadtwachen, die uns bereits hinlänglich bekannten Nichtsnutze Stane und Uriel sind und dass sie keine noch so widersprüchliche Phantasie gescheut haben, um jedwedes Verbrechen gegen die Goblins als Unfall abzutun.

So bemühten sie z.B. einen Ochsenkarren, der eines der Goblinopfer gleich zwei mal überfahren haben solle, während ein anderer an einer Schädelverletzung starb, weil er angeblich mehrfach mit dem Kopf gegen eine Mauer gerannt sei, bis er tot war.

Alle Opfer arbeiteten bei der Stadtreinigung oder als Rattenfänger und um mehr aus dem Umfeld zu erfahren, wollte Groink versuchen ein Gespräch mit der Stammesmutter für uns zu arrangieren.

Während des Gespräches mit ihm fand Yussuf Spuren im angrenzenden Park Richtung Haus. Ein Indiz, dass die beiden Stadtwachen Oberfaul und Nichtsnutz naturgemäß übersehen hatten. Der oder die Täter hätten also durch die hinteren Fenster oder Türen ungesehen eindringen und verschwinden können. Nach betrachten der Lage beschlossen wir uns aufzuteilen, um die einzelnen Nachbarn zu befragen.

Testos und Frode fingen bei Peddar an, einem ortsbekannten Ansässigen mit einem Ordnungs- und Hygieneproblem, den wir bereits von der Stadtwache her kannten, wo er unbedingt zu Protokoll geben wollte, dass er zwei Verdächtige gesehen und wiedererkannt hätte. Dabei kam aber nicht wirklich etwas heraus, außer dass er beide nur sehr verschwommen wahrgenommen hat und er seinen sehr reichen Nachbarn, welcher rechter Hand vom Tatort wohnt, nicht leiden kann und ihm regelmäßig an den Zaun uriniert.

Daraufhin wird auch dieser Nachbar, ein Horasier mit Namen Yalderico Spinola, von Testos und Frode befragt und wie sich herausstellt beruht die Abneigung – welch eine Überraschung! –  auf Gegenseitigkeit. Doch auch er hat unglücklicher Weise nichts gesehen, was bei den Ermittlungen hätte weiterhelfen können. Beim Hinausgehen hielt sie ein Goblinmädchen, das Dienstmädchen Sulje, auf und erzählt ihnen, dass man seit gestern einen weiteren Straßenkehrer der Erdpelzens vermisse. Zumindest dies war ein neuer Fakt.

Unterdessen befragen Yussuf und Cordan die Nachbarn links vom Tatort. Dort lebt Familie Ouveranski mit mindestens 6 Kindern. Leider hatte niemand zu besagtem Abend etwas gesehen oder gehört.

Sogleich gingen wir weiter, zu dem Haus, welches sich schräg rechts gegenüber, vom Ort des Geschehens befand. Dort empfingen uns zwei ältere Damen, Gudwinja und Selwine Stipensen. Diese sehr aufgeweckten Frauen, wußten zwar über vieles Bescheid, doch leider nichts, was uns weiterhelfen konnte.

Unterdessen wollten Testos und Frode sich in einem anderen Haus umsehen, welches verlassen sein sollte. Wie sich jedoch herausstellte, war der Fußboden des Erdgeschosses eingebrochen bis in die Kanalisation und dort, bereits von Dutzenden von Ratten angefressen, lag der Leichnahm des vermissten Goblin Straßenkehrers Bluurz.

 

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