Der Helm des Friedens – Teil 1

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3. Mai des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Hergrims Handelsposten, Niedermark, Wilderland

Nach vier ereignis- und begegnungslosen Tagen Reise von den Ruinen der Glocke, trafen wir heute Abend kurz nach Gwina am Handelsposten ein. Die Händlerin ist auf dem Rückweg nach Esgaroth und bot an, uns mitzunehmen. Da hierdurch vor allem der Transport Aerandirs vereinfacht wird, willigten wir freudig ein.

4. Mai des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Hergrims Handelsposten, Niedermark, Wilderland

Über Nacht änderte sich die Lage mal wieder völlig, denn Bofri traf mit seinen Baumeistern aus dem Erebor ein und hatte den fertiggestellten Helm dabei. Dieser soll nun möglichst schnell zu Caewin gebracht werden. Gwina konnte davon berichten, dass die Vorgänge in der Ostbucht sich nicht gerade positiv entwickelt hatten, seit wir vor einem Monat Kunde davon bekamen. Und so entschieden wir uns nach längerer Überlegung dazu, den Helm selbst nach Sonnstatt zu transportieren und das Buch dabei nicht aus der Hand zu geben. Gwina erklärte sich freundlicherweise dazu bereit, Aerandir mit nach Esgaroth zu nehmen und dort den Floßelben zu übergeben. Galion machte sich nach dem Frühstück auf den Weg zur Fluchtburg, um Galia zu informieren und gemeinsam mit ihr nach Amras zu suchen. Das er uns noch seinen Respekt aussprach, ehrt ihn und zeigt das auch bei den Elben des Waldes noch Hoffnung besteht.

13. Mai des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Ostbucht, Wilderland

Nachdem wir uns noch ein wenig ausgeruht hatten, brachen wir am Morgen des 7. Mai gen Süden auf. Am späten Nachmittag des heutigen Tages, erreichten wir dann das befestigte Gehöft von Geral und seiner Familie. Während eines reichhaltigen Mahles, konnte er die Nachrichten über Söldner, Geister und schwarze Reiter bestätigen, welche wir bereits früher gehört hatten.

Während meiner Nachtwache auf dem Heuboden, den man uns freundlicherweise als Schlafstätte zur Verfügung gestellt hatte, vernahm ich dann das Schnauben eines Pferdes. Zuerst vermutete ich, mich getäuscht zu haben, aber dann hörte ich Hufschläge näher kommen und erhaschte noch einen Blick auf einen schwarzen Reiter bevor er aus meinem Blickfeld verschwand. Kurz nachdem ich die anderen geweckt hatte, tauchte er vor dem Tor der Palisade wieder auf. Sein Pferd hatte rot glühende Augen, unter seinem weiten, pechschwarzen Mantel blitze immer wieder geschwärztes Metall hervor und das Klappern und Klirren einer Metallrüstung war zu vernehmen. Nachdem er einen Moment lang scheinbar vor dem Tor auf dem Boden nach Spuren gesucht hatte, sprang er mit einem Satz über die Umfriedung. Als Roderic ihn dann mit gespanntem Bogen anrief, reagierte er mit einem ohrenbetäubenden Kreischen, welches uns an den Schatten unter den Düstwaldbergen denken lies, als jener versuchte uns zu Verzaubern. Doch nachdem Roderic einen Pfeil sauber in der Schulter des Wesens versenkt hatte, flüchtete es so schnell wie es gekommen war. Die aufgeschreckten Bewohner des Gehöftes konnten wir beruhigen, sahen uns aber darin bestätigt, Wache zu halten.

14. Mai des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Ostbucht, Wilderland

In der Nacht konnten Hergrim und ich noch das eigentümlich verstohlene Verhalten eines der Bewohner verfolgen. Wir bekamen ihn zwar nicht zu Gesicht, aber Hergrim vermutete, dass es einer der Knechte gewesen sei, welcher sich schon beim Essen auffällig verhalten hatte. Bevor wir uns wieder auf den Weg machten, informierte er Geral noch über diese Beobachtung.

Den ganzen Tag über konnten wir immer wieder einzelne Raben in den Baumwipfeln unserer Umgebung ausmachen. Aber bis zum Abend geschah nichts weiter und so lagerten wir in einem kleinen Wäldchen abseits des Weges und des Waldes.

15. Mai des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Wäldchen, Ostbucht, Wilderland

Welch unhöfliche Gesellen sich doch in diesen Landen herumtreiben! Noch bevor wir unser Frühstück eingenommen hatten, trat ein schlecht rasierter Mensch mit erhobenem Schwert aus dem Gebüsch und forderte uns auf, uns zu ergeben. Immerhin stellte er sich vor, sein Name war Beldir, welcher, so wussten wir bereits, gemeinsam mit Valdis die Söldner anführte. Ich vermute das Valdis jener Rabenfreund ist, welcher sich etwas entfernt unter seiner fleckigen Kapuze versteckt. Beldir forderte den Helm und versuchte uns erfolglos einzuschüchtern. Auch das halbe Dutzend Schwertschwinger und die vier Schützen in den Büschen vermochte daran nichts zu ändern. So kam es nach dem Austausch einiger Höflichkeiten zum Kampf.

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