Das Buch des geheimen Feuers – Teil 2

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30. März des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Hergrims Handelsposten, Niedermark, Wilderland

Als wir am frühen Abend hier am Handelsposten eintrafen, erwartete uns bereits Bungo mit den neusten Nachrichten aus der Region. Der Hobbit schloss sich später Gwina der Händlerin an, mit der wir bisher gereist waren, um nach Sonnstatt weiter zu reisen. Bevor sich unsere Wege trennten, übergab er mir allerdings die Thal’sche Flagge, welche er in Celduin gehisst hatte.

Seine Informationen, dass es Probleme mit Gesetzlosen im Süden gäbe, erwiesen sich in einem Gespräch mit den gerade ebenfalls hier eingekehrten Gesandten aus Sonnstatt, Gonthar, Thorhild und Ulfar, als der Wahrheit entsprechend. Ihrem Bericht nach, gingen die Überfälle von einem Turm südlich von Sonnstatt aus und der Anführer dieser gut ausgerüsteten Gesetzlosen könnte der Beschreibung nach Valbrand sein. Einen Namen wussten sie leider nicht, wohl aber, dass auch eine Frau unter ihren Anführern sei. Auch Gerüchte von einer Zauberin, welche schon länger in eben jenem Turm lebe und welcher sie sich angeschlossen haben könnten, wurden berichtet.

Außerdem seien, seit den Überfällen, immer häufiger Grablichter an den Gräbern der Ahnen gesichtet worden. Auf den Rat einer Seherin aus Höft, welche von einem Fluch sprach, wurde von den Menschen aus Sonnstatt die Fertigung eines Helmes bei den Zwergen des Einsamen Berges in Auftrag gegeben, um die Geister der Ahnen zu besänftigen. Gonthar und die anderen waren entsandt worden, diesen am Berg abzuholen. Hinter vorgehaltener Hand wurde auch berichtet, dass ein geheimnisvoller Schwarzer Reiter auf der Suche nach Ceawin gewesen sei. Der Bauer den er angesprochen hatte, sprach von einer angsteinflössenden Stimme, einem pechschwarzen Pferd und einem zerschlissenen Mantel unter den man die Gestalt kaum zu erkennen vermochte.

Wir werden den morgigen Tag mit der Planung unseres weiteren Vorgehens und dem Packen der Ausrüstung verbringen, um uns dann übermorgen auf den Weg in Richtung des Düsterwaldgebirges zu machen.

6. April des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Ruinen der Glocke, Düsterwald, Wilderland

Nachdem wir am 2. April vom Handelsposten aufgebrochen waren, Galia uns nach der Querung des Eilend in Richtung der Fluchtburg verlassen hatte und wir gestern den Moderfluss erreichten, sind wir heute Abend nun an den Ruinen angelangt. Am Feuer sinnierten wir darüber, dass die Begebenheit mit der Glocke im Sumpf nun bereits mehrere Jahre in der Vergangenheit läge und was uns seitdem alles widerfahren sei.

7. April des Jahres 2951 des Dritten Zeitalters
Ruinen der Glocke, Düsterwald, Wilderland

Während der Wache von Hergrim und mir, wurde es in den frühen Morgenstunden auf einmal sehr kalt. Hinter einigen Mauern in der Entfernung vermochten wir einen geisterhaften Schemen auszumachen. Gekleidet in eine zerlumpte Kutte und mit glühenden Augen unter einer Kapuze, schritt diese Gestalt mit gezogener Waffe einher. Während wir uns ruhig verhielten, verschwand sie kurze Zeit später wieder im Nichts und die Kälte mit ihr. Die anwesenden Elben berichteten beim Frühstück davon, erneut vom feurigen Auge geträumt zu haben.

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