Sippenstreit & düstere Vorahnungen – Teil 3

Schreibe eine Antwort Beitrag drucken

19. Juni des Jahres 2947 des Dritten Zeitalters
Beorns Haus, Wilderland

Vier Tage Eilmarsch liegen hinter und ein Rat mit dem Bären vor uns, denn die Zeichen stehen auf Krieg hier im Wilderland. Aber beginnen wir in der Nacht des 13. auf den 14. Juni

Nachdem unsere Späher das Heerlager entdeckt und zu unserem Lager zurück gekehrt waren, berieten wir uns noch bis spät in die Nacht wie wir weiter vorgehen würden. Zu einer richtigen Einigung gelangten wir allerdings nicht und so stellten wir Wachen auf und legten uns schlafen.

Um die ungewöhnlich eisige Mitternacht konnten Leudasts Nachtaugen einen Schatten wahrnehmen, während Hergrim rot glühende Augen im Dunkeln sah, Spuren konnten wir allerdings nicht ausmachen. Außerdem träumte Earendil in dieser Nacht von einem Wolf der sich in eine menschliche Gestalt verwandelte. Er war sich am Morgen sicher die Gestalt als einen der Unterführer im Heerlager erkannt zu haben und vermochte sich außerdem an eine Geschichte aus der Zeit des Hexenkönigs von Angmar zu erinnern. Diese handelte von einem Bergstamm, dessen Angehörige der Verwandlung in Wölfe mächtig waren.

Am Morgen brachen wir unser Lager ab und verwischten unsere Spuren. Nach einiger Suche, vermochte Roderic den perfekten Lagerplatz, keine Meile vom Heerlager entfernt, ausfindig zu machen. Zwischen hohen Bäumen war eine zufällige Entdeckung nahezu ausgeschlossen und dies gab uns eine gute Basis für unser weiteres Vorgehen.

Gegen Mittag machten sich Hergrim und ich auf dem Weg zum Heerlager, um die momentane Lage auszuspähen. Nachdem wir einige Zeit das Treiben im Lager beobachtet hatten, verlies Oderic das Hauptzelt und machte sich nachdenklich schlendernd auf den Weg in den Wald. Ihm fiel nicht auf das er unauffällig verfolgt wurde und auch mir wäre es ohne Hergrims Hinweis wohl entgangen. Der Verfolger stellte sich sehr geschickt an, aber wir hofften trotzdem auf unsere Chance und folgten den beiden.

Während wir uns immer weiter vom Heerlager entfernten, begann ein waghalsiges Katz und Mausspiel zwischen Oderic, seinem Verfolger, Hergrim und mir. Letztendlich entdeckte aber, vom unaufmerksamen Oderic einmal abgesehen, jeder jeden und so kam es zur direkten Konfrontation. Glücklicherweise hatte ich gerade die anderen zur Hilfe geholt, als der Verfolger versuchte mit einem hinterhältigen Speerwurf Leudast zu Fall zu bringen. Hergrim gelang es den nun flüchtenden zu stellen und gemeinsam brachten wir ihn trotz diverser dreckiger Tricks zu Fall.

Kurz nachdem Roderic sich um die Wunden von Leudast und Hergrim gekümmert hatte, erschien Oderic aufgebracht auf der Bildfläche und verlangte eine Erklärung was hier vorginge. Nach einigen gemeinsamen Mühen gelang es uns aber doch sein Vertrauen zu erlangen. Im folgenden Gespräch konnten wir unsere Vermutungen bezüglich der Geschehnisse in Stanford bestätigen und Oderic davon überzeugen, wieder auf den ehrenhaften Weg zurückzukehren.

Leider vermochte Oderic auch unsere Befürchtungen bezüglich der Armee zu bestätigen. Wie es aussah suchte Valbrand, ihr Anführer, nach einer Möglichkeit den Anduin, den langen Fluss, zu überqueren und seinen Feldzug auf der anderen Seite zu beginnen. In den nächsten Tagen wurden weitere zweihundert Bewaffnete erwartet und deren Eintreffen würde vermutlich das Aufbruchssignal sein. Wir hatten uns von den Befehlshabern ja bereits ein eigenes Bild machen können und Oderic versah dieses grausige Bild jetzt mit ihren Namen. Neben ihrem Anführer, Valbrand Sohn des Valind, einem Nordmenschen der sich auf die Blutlinie Girions von Thal berief, waren dies: Borlad der Schlächter, ein riesiger Ostling mit allerlei Ringen und Ketten im Gesicht und der Haut einer Leiche, Uvatha der Meuchler, ein Variag, Grimald der Jagdhund, ein Waldmensch, Ragnacar der Blutrünstige, ein Viglundinger, Uldor der Wagenlenker, ein Erringer, und Loghain der Wolf, ein Hügelmensch aus Gundabad dem nachgesagt wurde ein Wolfswechsler zu sein.

Nun war Eile geboten und auf Oderics Vorschlag hin beschlossen wir den folgenden Plan durchzuführen. Während er wieder ins Lager zurückkehren würde, um das Heer noch etwas länger hinzuhalten und es dann durch unwegsames Gelände zur Dunklen Falte, einer Schlucht nahe der Alten Furt zu führen, würden wir uns auf den Weg machen, um eine Armee auszuheben und ihnen entgegenzutreten. Er versprach sich nach der Schlacht dem Urteil Beorns zu stellen und wir versprachen ihm dort beizustehen und Gunhild davon zu überzeugen, die ganze Wahrheit zu sprechen. Wir versteckten Oderics Verfolger und brachen sofort auf.

Während des restlichen und dem darauffolgenden Tag bewegten wir uns so zügig wie es unbemerkt möglich war und als der Abend des 15. Juni dämmerte, hatten wir den Ring der Patrouillen und den Wolfswald hinter uns gelassen. Im Eilmarsch legten wir die zwei Tage bis Stanford zurück und übernachteten dort nur kurz um die Menschen zu warnen. Dann machten wir uns am Morgen des 18. Juni wieder auf den Weg im Eilmarsch zu Beorns Haus, wo wir nun, am späten Nachmittag des 19. Juni endlich angekommen sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Datenschutzhinweise: Die E-Mailadresse wird an den Dienst Gravatar übermittelt (ein Dienst der Wordpress Entwickler Auttomatic), um zu prüfen, ob die Kommentatoren dort ein Profilbild hinterlegt haben. Zu Details hierzu sowie generell zur Verarbeitung Deiner Daten und Widerrufsmöglichkeiten, verweisen wir Dich auf unsere Datenschutzerklärung. Du kannst gerne Pseudonyme und anonyme Angaben hinterlassen.